Kategorie: BDA Galerie
40/40 [1] ← Thomas Stadler
Screening [1] – die BDA Galerie zeigt: Conical Intersect
Bildnachweis: Gordon Matta-Clark “Conical Intersect,” 1975
Courtesy Electronic Arts Intermix (EAI), New York
Ein Film von Gordon Matta-Clark aus der Sammlung Julia Stoschek
in der Reihe „Screenings“ zu architektonischen Fragen aus künstlerischer Sicht
Ausstellung vom 14. – 23.9.2010
Eröffnung am 13. September, 19 Uhr
Zur Einführung sprechen Ellen Blumenstein (THE OFFICE, Berlin)
und Thomas Schulte (Galerie Thomas Schulte)
Finissage: 23. September, 19 Uhr
Eike Becker und Arno Brandlhuber diskutieren über Gordon Matta-Clark,
Einblicke und Ausschnitte, den Widerstand gegen das Konservative, die Rolle des Experiments in der Architektur und mehr
Mit der zweiwöchige Präsentation des Films „Conical Intersect“ (1975) von Gordon Matta-Clark aus der Sammlung Julia Stoschek startet die BDA Galerie eine neue Reihe von Film- und Videoscreenings. Nach der Ausstellung TIME LAGS widmet sich auch Conical Intersect architektonischen Fragen aus künstlerischer Sicht. Aus Anlass der Paris Biennale 1975 vollzieht Matta-Clark mit seinem Team einen konischen Einschnitt mitten durch ein mehrstöckiges Wohnhaus direkt neben dem sich im Bau befindlichen Centre Pompidou. Das Haus aus dem 17. Jahrhundert sollte der städtischen Umstrukturierung weichen. Der Film dokumentiert diesen Eingriff, der auf besondere Weise den architektonischen Verfall, aber auch den sozialen Wandel von urbanem Raum zum Thema macht.
Dauer der Ausstellung: 14. September – 23. September 2010
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Donnerstag 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung
BDA Galerie, Mommsenstraße 64, 10629 Berlin, Tel 030 886 83 206,
info@bda-berlin.de, http://www.bda-berlin.de
Ankündigung → Screenings
→ Kuratiert von Ellen Blumenstein und Petra Vondenhof.
Die Reihe:
Mit den Screenings bietet die BDA Galerie Berlin dem Architekturfilm als Medium zur kritischen Sicht auf das Bauen ein Forum. Dabei geht die Reihe über eine bloße Beschreibung des dreidimensionalen Raums durch zweidimensionale Filmbilder hinaus und bindet den thematischen Architekturbezug in einen übergeordneten Kontext ein, um den Film aus künstlerischer oder zeitgenössischer Sicht zu deuten. Das Spektrum der gezeigten Filme reicht von dokumentarischen Werken, wie Dan Grahams zugleich nüchternem und humorvollem Blick auf die Kunstwelten der amerikanischen Einkaufszentren in „Death By Chocolate: West Edmonton Shopping Mall (1986-2005)“ bis zu Mike Hodges Milieustudie „Get Carter“ vor dem Hintergrund der britischen Brutalismusbauten der siebziger Jahre.
Die Termine der Reihe:
13.09.2010 -19 Uhr, [1] Gordon Matta-Clark „Conical Intersect“
16.05.2011 – 19 Uhr, [2] Charlotte Ginsborg – „The Mirroring Cure“
17.10. 2011 – 19 Uhr, [3] Dan Graham – „Death By Chocolate: West Edmonton Shopping Mall“
02.05.2012 – 19 Uhr, [4] Mike Hodges – „Get Carter“
17. Oktober 2011 um 19 Uhr
Ankündigung → 40/40
→ Kuratiert von Andrew Alberts, Armin Behles, Heike Hanada, Urs Füssler.
Die Reihe:
Das Ausstellungsformat 40/40 ist ein Beitrag der BDA Galerie zur Architektur- und Städtebaudiskussion in Berlin. In der Reihe 40/40 sind BDA-Mitglieder und geladene Kollegen aufgerufen, zu relevanten Fragen der baulichen Entwicklung der Stadt skizzenhaft ihre Position zu formulieren und im Rahmen einer Ausstellung zur Diskussion zu stellen. Dabei geht es um ein Forum von Ideen, nicht jedoch um einen klassischen Ideenwettbewerb.
Statt auf aufwändige und ausformulierte Beiträge zielt 40/40 über das Medium der spontanen Entwurfsskizze auf die noch fragile Intensität eines ersten Entwurfsgedankens. Erwartet werden dabei pointierte Statements, mit denen sich der BDA Berlin in den öffentlichen Diskurs einbringen und die Auseinandersetzung mit der Stadt fördern will.
Die Termine der Reihe 40/40
28.09.2010 -19 Uhr, 40/40 [1]: Kulturforum
24.10.2011 – 19 Uhr, 40/40 [2]: Zentral- und Landesbibliothek
25.10.2012 – 19 Uhr, 40/40 [3]: In der Mitte der Stadt
23.09.2013 – 19 Uhr, 40/40 [4]: ’Sozialer Wohnungsbau‘ Berlin
Die BDA Galerie wird gefördert durch undkrauss
Time Lags – Alexandra Leykauf, Louidgi Beltrame, Cyprien Gaillard
8. Juni bis 22. Juli 2010
In der neu gestalteten Galerie des BDA Berlin wird vom 8. -22. Juli 2010 die Ausstellung TIME LAGS mit Arbeiten von Alexandra Leykauf, Louidgi Beltrame und Cyprien Gaillard gezeit. Die von Cathy Larqué kuratierte Ausstellung thematisiert das Verhältnis zwischen Architektur und Kunst. Sie bildet im Rahmen des neuen Ausstellungskonzeptes der BDA Galerie den Auftakt zu einer Reihe von extern kuratierten Ausstellungen zu Themen, welche die Architektur in einen weiteren gesellschaftlich relevanten Zusammenhang stellen.
Hierzu zählt auch das Verhältnis von Kunst und Architektur, das mit Time Lags aufgegriffen wird. Die gezeigten Arbeiten beziehen sich auf gebaute Architekturen als Ergebnis experimenteller kreativer Prozesse, deren visionären Charakter diese zwar selbst verkörpern, gleichzeitig jedoch die eigentlich auf die Zukunft gerichtete Vision dazu verurteilen, teil der zeitgenössischen Landschaft zu bleiben. Einmal sichtbar im öffentlichen Raum, wird die Vision auch zur möglichen Quelle neuer kreativer Prozesse.
Die visionäre Kraft experimenteller Schöpfungen haben u.a. Mies van der Rohe, Claude Parent, Hernan Diaz-Alonso durch ihre Arbeiten belegt. Die der Herangehensweise entsprechend suggestive Darstellung kann als eigene künstlerische Disziplin betrachtet werden, in der sichtbar wird, welch künstlerische Begabung, Stil und Kreativität hinterlassener Forschung und Theorie von Architekten Ausdruck verliehen.
Die drei ausgestellten Künstler verarbeiten in ihren Arbeiten auf ganz unterschiedliche Weise die Prozesse des Visionären und des Kreativen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie zeitliche Verschiebungen in das Zentrum Ihres Interesses rücken und historische Verweise sowie Aufschlüsse über architektonische Kreativität künstlerisch miteinander verbinden. Die Zeitverschiebungen erzeugen dabei eine ständige Vor- und Rückwärtsbewegung zwischen historischen Verweisen und Bezügen auf Existierendes. Der sich darüber aufspannende Bogen von der Historizität zur Utopie zeigt auf, dass beides keine Gegensätze sind, sondern vielmehr Momente einer Kreisbewegung.




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