Pierre der Flaschensammler in der Friedrichstrasse, 2013

BDA-Stadtsalon „Döblin und die Metropole – Die Geschriebene Stadt“

→ Organisiert und moderiert von Claus Käpplinger

Am 29. Januar 2016 lud der BDA Stadtsalon (was ist der BDA Stadtsalon?) zu einer besonderen literarischen Foto-Reise durch Berlin ein. Der Fotograf Lorenz Kienzle (Lorenz Kienzle Photographie) präsentierte begleitet von dem Vorleser Gerd Schönfeld sein aktuelles Work-in-Progress, seine fotografische Auseinandersetzung mit der Gegenwart von vielen Orten Berlins, die Alfred Döblin zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik oft sehr überraschend detailliert beschrieb.

Eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Bilder, zumeist mit einer Großformat-Kamera aufgenommen, führten kombiniert mit ausgewählten Zitaten aus Döblins umfangreichem literarischen Werk den Wandel, aber auch die Persistenz Berlins vor Augen, die zumeist weit über die baulichen Strukturen hinausging und vor allem auch Berlins soziale Realität mit einschloss. Viele Geschichten in der Geschichte ließen sich in den Text- und Bildfolgen entdecken, wie etwa der Weg des Flaschensammlers Pierre, der sich heute 90 Jahre nach Franz Biberkopf um ein ehrenhaftes Leben am unteren Ende der Gesellschaft in Berlin bemüht.

Berlins Realität in Gegenwart und Vergangenheit als auch ihre Vermittlung zwischen alten analogen und neuen digitalen Vermittlungswegen leiteten danach die sehr intensiv Diskussion über Döblins Sicht der Metropole und Lorenz Kienzles gewählten Werkprozess, der letztlich in eine Ausstellung und ein Buch münden soll. Unterschiedliche Annäherungen und Sichtweisen von Architekten, Fotografen und Literaten ergänzten sich und wurden nach den Schluss des Plenums am reich gedeckten Buffet der Gastgeber Andreas Herschel (ht4a transform architekten) und Melanie Landro noch lange sehr facettenreich ausgetauscht.

1:1 Berliner Architekturdialoge

→ kuratiert von Katharina Löser und Tillmann Wagner

Wir freuen uns Sie zu den fünf folgenden Dialogabenden ab dem 16. März 2016 im Studiolo der Kunst-Werke und der BDA Galerie begrüßen zu dürfen.

In Kooperation mit der Schweizerischen Botschaft gehen die 1:1 Berliner Architekturdialoge in die vierte Runde. Die sechsteilige Dialogreihe inszeniert in diesem Jahr das abendliche Gespräch zwischen einem Schweizerischen und einem Berliner Architekten. Begleitet von einer Handvoll Projektbilder beleuchtet der 50-minütige Dialog jeweils ein architektonisches Thema aus Schweizer und Berliner Perspektive. Lauschen Sie bei einem Glas Wein und diskutieren Sie mit.

Zur Auftaktveranstaltung mit Raphael Frei (Pool Architekten, Zürich) sowie Donatella Fioretti (BFM Architekten, Berlin) laden die BDA Galerie und die Schweizerische Botschafterin Christine Schraner Burgener am 8. Februar 2016 um 19 Uhr in die Botschaftsresidenz (Anmeldung erforderlich unter ber.events@eda.admin.ch).

Ab März sind die 1:1 Berliner Architekturdialoge für 4 Gesprächsabende zu Gast im Studiolo der Kunst-Werke in der Auguststraße 69 in Berlin-Mitte:

Mittwoch, 16. März 2016
Daniel Zamarbide (Bureau A, Genf) – Etienne Descloux (Etienne Descloux, Berlin)

Mittwoch, 06. April 2016
Sebastian Lippok (Waldrap, Zürich) – Johanna Meyer-Grohbrügge (June 14, Berlin)

Mittwoch, 27. April 2016
Armando Ruinelli (Ruinelli Associati Ag, Soglio) – Thomas Kröger (Thomas Kröger Architekt BDA, Berlin)

Mittwoch, 25. Mai 2016
Marco Zünd (Buol & Zünd, Basel) – Johannes Sierig (Plus 4930 Architektur, Berlin)

Zum Finale kehren die 1:1 Berliner Architekturdialoge am Donnerstag, den 16. Juni 2016, in die Räume der BDA Galerie in der Mommsenstraße 64 zurück, wo François Charbonnet (Made in, Genf) und Holger Kleine (Kleine Metz Architekten, Berlin) miteinander diskutieren.

Mit Ausnahme des Abends im März werden alle Dialoge auf Deutsch geführt.
Die Veranstaltungen werden gefilmt und veröffentlicht. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

1:1 Berliner Architekturdialoge
Die internationale Gesprächsreihe, die aus einem Konzept von urban drift  entstanden ist, wird von den BDA-Mitgliedern Katharina Löser und Tillmann Wagner kuratiert.

Nach dem erfolgreichen Start der Reihe im Jahr 2012 mit Dialogen zwischen Berliner Architekten und französischen Kollegen und der Fortsetzung mit den Gastländern Großbritannien 2013 und Italien 2014 diskutieren in diesem Jahr jeweils ein in Berlin ansässiger, profilierter Architekt und ein Kollege aus der Schweiz über ihre Positionen zu grundsätzlichen und aktuellen Fragestellungen des architektonischen Schaffens.

Die Reihe zielt darauf, in der direkten Gegenüberstellung beider Gesprächspartner persönliche, kulturelle und gesellschaftliche Gemeinsamkeiten oder Divergenzen herauszustellen. Es gibt keine Moderation, die Themen werden durch die Diskutanten selbst gesetzt. Im sehr persönlichen Zwiegespräch, das nicht als Projekt- oder Nabelschau dienen soll, werden vielschichtige Einblicke in die Arbeit der Architekten gegeben, und das Format hat bereits in den vergangenen Jahren die Zuhörer begeistert. Dank der Unterstützung der Schweizer Botschaft ist es nun gelungen, die 1:1 Berliner Architekturdialoge in diesem Jahr mit dem Gastland Schweiz fortzuführen. Erneut konnte die BDA Galerie prominente Gäste als Gesprächspartner gewinnen, welche mit ihren sehr unterschiedlichen Ansätzen eine spannende Auseinandersetzung über die Baukultur und die Arbeit des Architekten erwarten lassen.

 

Ein besonderer Dank gilt unseren Kooperationspartnern

Schweiz-Logo

Schweizerische Botschaft

Kunst-Werke-Logo
Kunst-Werke Berlin e.V.

 

BDA-Stadtsalon

→ Organisiert und moderiert von Claus Käpplinger

Die zeitgenössische Stadt mit all ihren Facetten ist das Themenfeld des „BDA-Stadtsalons“, der seit 2007 interdisziplinär Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Künstler, Baubeamte, Soziologen, Architekturtheoretiker und –publizisten zu gemeinsamen Diskussionen sechs bis sieben Mal pro Jahr zusammenführt. Organisiert von dem Berliner Architekturkritiker Claus Käpplinger stellen hier wechselnde Referenten unterschiedlichster Professionen neue Perspektiven und Fragen zur Stadt vor.

Dazu strukturieren die Referenten mit ihren 30-minütigen Vorträgen stets kompetent das jeweilige Thema vor. Denn anders als bei vielen Veranstaltungen stehen hier nicht Monologe, sondern die Diskussion unter den Teilnehmern im Mittelpunkt der Abende, die zu Positionsnahmen animieren wollen. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Freitagsabend-Treffen stets in wechselnden privaten Räumen – zumeist in Wohnungen oder Ateliers – statt finden. Eine persönliche Anmeldung ist für die Teilnahme erforderlich, da viele private Räume nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmern aufnehmen können und auch die Organisation von Buffet und Getränken seitens der Gastgeber kalkuliert werden will. Zudem erlaubt oft erst eine gewisse Kontinuität von Partizipation eine Basis des Vertrauens, um sich wirklich offen zu äußern.

Damit knüpft der „BDA-Stadtsalon“ an seinen Vorläufer, den „Stadtsalon“ an, der von Claus Käpplinger privat organisiert 42mal von 1998 bis 2005 stattfand. Wie dieser leitet hier auch ein Buffet jeden Abend ein, das viele private Konversationen und das Abstreifen der Arbeitswoche erleichtert. Mit der Wiederbelebung dieses Konzeptes hat sich der Kreis der Teilnehmer erheblich erweitert. Mehr als 140 Teilnehmer aus Berlin und andernorts stehen derzeit auf der Einladungsliste, von denen sich zumeist 24 bis 36 an einem Abend einfinden.

Mit Franz Eberhard, dem damaligen Direktor des „Amtes für Städtebau“ in Zürich begann am 4. Mai 2007 die erste Jahresreihe. „Städtebau in Zürich und China“ präsentierte er in seinem Vortrag, der in eine sehr kontrovers geführte Diskussion über die zeitgenössischen Entwicklungsstrategien mündete. Dem Jahres-Themenblock „Städtebau und Stadtplanung heute“ folgten 2008 „Die Grammatik der Stadt“ u.a. mit Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, 2009 „Grenzbereiche“, 2010 „Architekturtheorie“ und 2011 „Berliner Orte“. 2012 entfiel die enge Bindung an ein Jahresthema, um unmittelbarer interessante Themen und Referenten im BDA-Stadtsalon zur Diskussion stellen zu können. Dabei ergaben sich aber wiederkehrend kleinere Themenblöcke wie etwa 2013 „Internationale Architekturentwicklungen“ mit Beiträgen zu den Niederlanden, Großbritannien und Brasilien. 2015 sprachen u.a. Prof. Kerstin Wittmann-Englert über „Wert und Wertung. Baukunst der 60er Jahre“, Karsten Schubert zu „Der Körper Raum Konflikt“ oder Florian Dreher zu „Opulenz und neue Häuslichkeit“.

2015 wurden zusätzlich zwei neue Formate mit dem „Brainstorm-Position-Format“ und dem „Battle-Format“ geschaffen. Das erste Format angelehnt an Pecha Kucha stellt eine Frage in den Raum, um individuelle Kurz-Positionsnahmen möglichst vieler Teilnehmer zur Diskussion zu stellen wie etwa im April 2015 die Frage „Welches Gebäude war/ist für dich zukunftsweisend?“. Das „Battle-Format“ soll hingegen erlauben, dass zwei bis drei Teilnehmer kontroverse Positionen ausführlicher zur Diskussion stellen können, was jedoch bislang noch nicht genutzt wurde. Ab 2016 wird nun auch einmal pro Jahr ein BDA-Stadtsalon außerhalb des gewohnten halb-öffentlichen Rahmens mit Gästen dezidiert öffentlich statt finden.

Wer Interesse an einer Teilnahme hat oder gern einmal den BDA-Stadtsalon als Gastgeber aufnehmen möchte oder von einem anderen möglichst kostenneutralen Ort weiß, kann sich bei dem Organisator Claus Käpplinger (c.kaepplinger@t-online.de) melden. Neben vielen Büros und Wohnungen fanden so einige Abende auch in neuen Gebäuden oder kulturellen Institutionen statt. Der BDA-Stadtsalon ist stets auf der Suche nach interessanten Teilnehmern/innen, Referenten/-innen und Räumen in Berlin – und ist damit stets auch offen für neue Themenvorschläge zu Stadt, Architektur, Gesellschaft und Wahrnehmung.

40/40 [6] – die BDA Galerie zeigt: Der Himmel über Berlin

→ Kuratiert von Andrew Alberts, Armin Behles, Urs Füssler und Heike Hanada

Im Rahmen der Reihe „vierzigaufvierzig“ zeigt die BDA-Galerie Berlin in diesem Jahr Visionen für die Stadt über der Stadt.
Aufruf zur Teilnahme

Eröffnung:
Donnerstag, 26. November 2015, 19 Uhr

Im Rahmen der Eröffnung werden die Beiträge vorgestellt und diskutiert von:

  • Hilde Barz-Malfatti, Professorin für Entwerfen und Stadtarchitektur an der Bauhaus- Universität Weimar
  • Jasper Jochimsen, Professor für Entwerfen an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur,
    Partner im Architekturbüro Behles & Jochimsen, Berlin
  • Eike Becker, Partner im Büro Eike Becker Architekten, Berlin

Dauer der Ausstellung: 26. November – 31. Januar 2016
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Donnerstag 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

Presseschau:

„Jenseits aller Grenzen“ – Berliner Morgenpost vom 27.11.2015

„Himmel über Berlin. Alle Entwürde des BDA-Ideenwettbewerbs“ – baunetz.de vom 27.11.2015


 

BDA Galerie
Mommsenstraße 64
10629 Berlin
Tel. 030 886 83 206
Fax 030 886 83 216
info@bda-berlin.de
http://www.bda-berlin.de
 

Falls Sie die Ausstellung oder einzelne eingereichte 40/40-Projekte oder irgendwelche Beiträge kommentieren möchten, dann finden Sie hier einen Beitrag, der erklärt, wie das geht: Anm. d. Red. [1] – Gebrauchsanweisung: Wie kann man hier Kommentare verfassen?