1:1 Berliner Architekturdialoge: Sebastian Lippok ↔ Johanna Meyer-Grohbrügge

 

→ kuratiert von Katharina Löser und Tillmann Wagner

„Critical Mass” – Sebastian Lippok und Johanna Meyer-Grohbrügge

Einladung zum 6. April 2016, 19.00 Uhr, im Studiolo des KW Institute for Contemporary Art

Am 6. April 2016 um 19 Uhr laden BDA Galerie Berlin und die Schweizerische Botschaft zum dritten Dialogabend der Reihe 1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 in das Studiolo des KW Institute for Contemporary Art in der Auguststraße 69 in Berlin-Mitte.

„Critical Mass“ − ein Gespräch über J.G. Ballards Novelle „Highrise“ mit Filmstills aus dem neuen, gleichnamigen Film von Ben Wheatley – wird das Thema der beiden Gäste Johanna Meyer-Grohbrügge von June 14 (Berlin) und Sebastian Lippok von Waldrap (Zürich) sein.

June 14, das gemeinsame Architekturbüro von Johanna Meyer-Grohbrügge und Sam Chermayeff, sucht nach einfachen räumlichen Antworten auf komplexe Aufgabenstellungen. Dabei verhandeln die Architekten immer wieder die Fragestellungen nach Programm und Raum, nach Formen der Flexibilität und Durchlässigkeit von Grenzen, in deren Kontext der interagierende Mensch steht. Mit einer Vielfalt von Projekten, die von Wohnhäusern, über Ausstellungsarchitektur, Möbeldesign bis zur Landschaftsarchitektur reichen, erforscht das Büro die Möglichkeiten, neue Formen des Zusammenlebens hervorzubringen.

Waldrap ist eine Kooperation von Renate Walther und Sebastian Lippok aus Zürich. Ihre Arbeit versteht sich als eine Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Lebensumständen, welche wie nie zuvor in ihrer Komplexität und Widersprüchlichkeit das Verhältnis zwischen Programm und Kontext manipulieren. Die beiden Architekten interessieren präzise, auf einer architektonischen Idee basierende Konzepte. Ist das Resultat eines Projekts nicht die Konsequenz einer Grundidee, ist es in ihren Augen gescheitert.

Im Anschluss an den 45-minütigen Dialog gibt es die Möglichkeit, die Dialogpartner mit Fragen und persönlichen Gesprächen weiter kennenzulernen. Es werden Filmaufnahmen gemacht. Eintritt frei.

1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 Schweiz : Berlin wird gemeinsam veranstaltet von der BDA Galerie Berlin und der Schweizerischen Botschaft. Wir danken dem KW Institute for Contemporary Art für die Einräumung ihres Studiolos und dem Unternehmen DORMA DORMA Logo für die freundliche Unterstützung.

„Critical Mass“

Offener Brief des BDA Berlin zum Wettbewerb Museum des 20. Jahrhunderts

Medieninformation

Berlin, den 30. März 2016

Offener Brief des BDA Berlin zum Wettbewerb Museum des 20. Jahrhunderts

Mit der Forderung nach maßgeblichen Änderungen an der Ausschreibung zum Realisierungswettbewerb für das Museum des 20. Jahrhunderts wendet sich der Bund Deutscher Architekten, Landesverband Berlin e.V. an die Beteiligten des Verfahrens Staatsministerin Prof. Grütters (für die Bundesrepublik Deutschland als Bauherrin), Prof. Dr. Parzinger (Stiftung Preußischer Kulturbesitz), die Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt), Salomon Schindler und Marc Steinmetz (ARGE WBW-M20/Wettbewerbssteuerung), den Vorstand der ÖPP Deutschland (Projektsteuerung) und an das Preisgericht.

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Prof. Grütters,
sehr geehrter Herr Prof. Dr. Parzinger,
sehr geehrte Frau Senatsbaudirektorin Lüscher,
sehr geehrter Herr Schindler,
sehr geehrter Herr Steinmetz,
sehr geehrter Vorstand der ÖPP Deutschland AG,
sehr geehrte Mitglieder des Preisgerichts,

mit diesem offenen Brief fordert der BDA Berlin folgende grundlegende Änderungen in der Ausschreibung für den Realisierungswettbewerb des Museums des 20. Jahrhunderts:

Die Ausschreibung sollte nach unserer Auffassung die Möglichkeit der Entwicklung eines übergeordneten städtebaulichen Konzepts einschließen. Zudem sollte der Wettbewerb nicht an ein ÖPP-Verfahren gekoppelt werden.

Leider bestätigen die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs M20 in voller Gänze die bereits im Vorfeld des Wettbewerbs formulierten Befürchtungen des BDA Berlin. Sowohl in Bezug auf die preisgekrönten Entwürfe als auch allgemein lässt sich feststellen, dass die vielfältigen, an das Grundstück unmittelbar angrenzenden städtebaulichen Schwierig-keiten wie die Potsdamer Straße, die Piazetta, die Einbindung der Matthäikirche etc. mit der vorliegenden Festlegung des Grundstücks nicht überwunden werden konnten.

Der geniale Entwurf, der mit einem Streich alle Probleme löst, blieb – wie zu erwarten – aus. Da ein vorgeschalteter städtebaulicher Wettbewerb als neuer Rahmenplan für das gesamte Kulturforum politisch nicht akzeptiert wird, möchten wir auf die Möglichkeit verweisen, im zweiten Verfahren ein Gesamtkonzept für das gesamte Gebiet von den Wettbewerbsteilnehmern zu fordern, das den Blick in die Zukunft öffnet.

Aus Sicht des BDA Berlin ist es ein unumgänglicher Schritt, die angrenzenden notwendigen Veränderungen von vornherein mitzudenken, auch wenn weder die Mittel noch die Zeit vorhanden sind, diese kurzfristig umzusetzen. Es würde den Wettbewerbs-teilnehmern die Möglichkeit bieten, das Kulturforum als Ganzes in das 21. Jahrhundert und somit in eine neue Ära hinübergleiten zu lassen. Es geht hier nicht nur um ein Museum, nicht nur um den Dialog mit den Ikonen der Moderne, es geht um einen neuen Mittelpunkt der Stadt Berlin.

Ein ÖPP-Verfahren in diesem Kontext lehnt der BDA Berlin grundlegend ab. Die Finanzierung des Projektes ist durch den Bund gesichert. Daher sieht der BDA Berlin keinen Anlass, warum die Qualität der Architektur durch ein solches Verfahren riskiert und in Mitleidenschaft gezogen werden sollte.

Im Namen des Vorstandes des BDA Berlin

Andreas R. Becher
Vorsitzender
Dipl.-Ing. M. Arch. Architekt BDA

Weitere Informationen/Pressekontakt:
Petra Vellinga, BDA Berlin, Tel. 01573-20894961, vellinga@bda-berlin.de

1:1 Berliner Architekturdialoge: Daniel Zamarbide ↔ Etienne Descloux

→ kuratiert von Katharina Löser und Tillmann Wagner

Blind Date – Daniel Zamarbide und Etienne Descloux

Einladung zum 16. März 2016, 19.00 Uhr, im Studiolo des KW Institute for Contemporary Art

Am 16. März 2016 um 19 Uhr laden BDA Galerie Berlin und Schweizerische Botschaft zum zweiten Dialog der Reihe 1:1 Berliner Architekturdialoge 2016. Daniel Zamarbide von BUREAU A aus Genf und Etienne Descloux aus Berlin treffen sich an diesem Abend zum „Blind Date“ – ihrem selbst gewählten Motto – im Studiolo der KW Institute for Contemporary Art in der Auguststraße 69 in Berlin-Mitte.

BUREAU A versteht sich als multidisziplinäre Plattform, welche die Grenze zwischen Architekturforschung und -entwurf stets neu auflöst. Ihre installativ anmutenden Architekturen und Raumgestaltungen widmen sich immer wieder den sozialen Fragen der Architektur.
Etienne Descloux‚ Arbeitsspektrum durchquert mühelos Hausbau, Innenausbau und Bildende Kunst. Zunächst bekannt Aufscheinendes in Haus, Objekt oder Kunstinstallation wandelt sich durch subtile Irritationen zu einer persönlich geprägten Sprache.

Das Gespräch an diesem Abend wird ausnahmsweise in englischer Sprache geführt – es wird wieder durch Filmaufnahmen begleitet. Der Eintritt ist frei.Im Anschluss an das 45-minütige dialogische Blind Date stellen sich die Dialogpartner den Fragen des Publikums.

1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 Schweiz : Berlin wird gemeinsam veranstaltet von der BDA Galerie Berlin und der Schweizerischen Botschaft.

Wir danken dem KW Institute for Contemporary Art für die Einräumung ihres Studiolos und dem Unternehmen DORMA DORMA Logo für die freundliche Unterstützung.

Blind Date

BDA-Stadtsalon: Einladung zum 1. Öffentlichen Brainstorm-Position-Abend

Thema: Die dichte Stadt _ Was kann Modell sein?

Am 26. Februar 2016, ab 19 Uhr im Projektraum von ExRotaprint, Gottschedstraße 4, 13357 Berlin

→ Organisiert und moderiert von Claus Käpplinger

Mit dem Brainstorm-Position-Abend: Die dichte Stadt _ Was kann Modell sein? wollen wir fortsetzen, was wir im letzten April im BDA-Stadtsalon (was ist der BDA Stadtsalon?) bereits erfolgreich mit der Frage nach zukunftsweisender Architektur begonnen haben, nämlich einen noch breiteren Dialog über unsere persönlichen Vorstellungen von Architektur und Stadt. Dieses Mal nun mit der Frage nach einer „positiven Dichte“ in der Stadt: Welche Dichte erscheint optimal und urban? Welche Vorteile ergeben sich durch eine hohe Dichte? Was soll oder muss der Architekt abwägen? Welche Modelle/Vorbilder gibt es dazu? etc. etc.

Angelehnt an Pecha Kucha werden an dem Abend ein gutes Dutzend von Referenten mit jeweils max. 5 Präsentationsseiten in drei Minuten (Powerpoint- oder PDF-Dateien) ihre Positionen zur „dichten Stadt“ anhand eines ausgewählten Beispiels zur Diskussion stellen – auf keinen Fall ein eigenes Gebäude!

Damit wagt der BDA-Stadtsalon, der 2007 vom BDA-Landesverband Berlin als neues interdisziplinäres Veranstaltungsformat mit dem Moderator Claus Käpplinger ins Leben gerufen wurde, den Schritt in eine breitere Öffentlichkeit. Einmal pro Jahr soll sich nun der BDA-Stadtsalon über den Kreis seiner derzeit etwa 140 Teilnehmern (Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Künstler, Soziologen, Baubeamte, Architekturtheoretiker und –publizisten) noch weiter öffnen, die bislang sechs bis sieben Mal pro Jahr in den verschiedensten, eher privaten Räumen Berlins über die unterschiedlichsten Aspekte von Stadt, Architektur, Gesellschaft und Wahrnehmung intensiv wie ebenso leidenschaftlich diskutierten.

Eine aktive Teilnahme ist im BDA-Stadtsalon ausdrücklich erwünscht. Jede/r kann sich hier an der Diskussion beteiligen entgegen so vieler anderer Veranstaltungen, die oft zu wenig Raum für eine Positionsnahme des Auditoriums lassen. Wer also Lust und Zeit dazu hat, kann am 26. Februar 2016 in den Projektraum von ExRotaprint kommen.


 

Erfreulich viele Teilnehmer fanden am 26.Februar 2016 ihren Weg zum 1. Öffentlichen Brainstorm-Position-Abend bei ExRotaprint. Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts ExRotaprint durch deren Mitbegründerin Daniela Brahm sowie einer kurzen Einführung in die „Spielregeln“ des BDA-Stadtsalons stellten 19 Referenten in kurzen 5-Minuten-Beiträgen ihre Positionen und Perspektiven zum Thema „Dichte Stadt“ vor.

In vier Themenblöcke geordnet widmeten sich mehrere Beiträge der besonderen Bedeutung der Erdgeschoss-Ebene für eine verdichtete, urbane Stadt, andere stärker vorbildhaften Bautypologien oder der Bedeutung von flexibleren Rahmenwerken der Verdichtung. Weitere Gruppen thematisierten Klima und kulturelle Prägungen oder auch die Potenzialen von Verkehrswegen für Verdichtungen der Stadt. Leidenschaftlich kontrovers und facettenreich wurde an diesem Abend das Präsentierte von erfreulich vielen Anwesenden angeregt hinterfragt. Unterschiede der Positionen wurden nicht verborgen, sondern kamen stets in einer sehr kollegialen Stimmung zum Ausdruck. Noch lange nach einem ohnehin schon langen Abend wurde in vielen kleineren Gruppen so manche Diskussion intensiv weiter verfolgt.

Für Alle, die nicht anwesend sein konnten, haben wir nun eine Liste der Vorträge und ein paar illustrierte Kurzstatements zusammen gestellt.
(Beigesteuerte Inhalte siehe * im Vortrags-Karussell.)

  1. Olaf Bartels: Bauliche Dichte reicht nicht aus *
  2. Matthias Muffert + Benita Braun-Feldweg: Architektur als Ort affirmativer Verdichtung
  3. Jens Betcke: Weitblick *
  4. Urs Füssler: Lernen von Liège *
  5. Tobias Wallisser: Flexibles Rahmenwerk für variable Dichte *
  6. Petra Vondenhof: Die wärmegedämmte, dichte Stadt
  7. Olivia Kummel (+ Karsten Wittke): XOT – Undichte und Dichte *
  8. Theresa Keilhacker: Wohntürme für Berlin *
  9. Tillmann Wagner: Das verdichtete, städtische Bürgerhaus *
  10. Imke Woelk: Synthese von Stadt und Landschaft *
  11. Moritz Schloten: Wer hat Angst vor Dichte?
  12. Thomas Kaup: Berlin – Stadt atmender Grundrisse und Dichten
  13. Andrew Alberts
  14. Luise King: Berlin muss offen für Integration sein
  15. Almut Seeger: High Line Park – Ein Modell für Dichte?
  16. Jürgen Klein + Lorenz Kienzle: Schlangenbader Straße. Urbanität durch Dichte? *
  17. Rebecca Chestnutt: Zukunftsvisionen Siemensstadt *

Vortrags-Karussell:

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1:1 Berliner Architekturdialoge: Raphael Frei ↔ Donatella Fioretti (Auftaktabend)

→ kuratiert von Katharina Löser und Tillmann Wagner

Am 08.02.2016 findet der Auftaktdialog der 1zu1 Berliner Architekturdialoge 2016 – Schweiz : Berlin auf Einladung der Schweizerischen Botschafterin Schraner Burgener in den festlichen Räumen Ihrer Berliner Residenz statt. Der erste Dialog findet zwischen Raphael Frei (Pool Architekten, Zürich) und Donatella Fioretti (BFM Architekten, Berlin) statt.

Donatella Fioretti diplomierte am Instituto Universitario di Architettura Venezia, arbeitete anschließend bei Zumthor und Leon Wohlhage, um dann 1995 gemeinsam mit Ihren Partnern Piero Bruno und José Gutierrez Marquez ihr gemeinsames Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez Architekten in Berlin aufzumachen.
Das Büro ist nicht nur sehr erfolgreich bei vielen nationalen und internationalen Architekturwettbewerben, seine Projekte und Bauten zeichnen sich insbesondere durch eine klare Konzeptionalität verbunden mit einer bemerkenswerten Sinnlichkeit aus. Stellvertretend seien die Mittelpunktbibliothek in Köpenick, die Meisterhäuser am Bauhaus Dessau (Auszeichnung Architekturpreis des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt am Main 2016) und der gewonnene Wettbewerb zur Campuserweiterung Potsdam Neues Palais genannt.
Donatella Fioretti unterrichtet als Professorin für Baukonstruktion und Entwerfen an der Technischen Universität Berlin.

Raphael Frei aus Zürich diplomierte an der ETH Zürich und arbeitete anschließend bei Gigon Guyer. 1994 formierte sich Pool zunächst als Diskussionsplattform für Architektur und Städtebau, ab 1996 begannen praktische Arbeiten als Architektengemeinschaft bevor sich daraus 2 Jahre später die sehr erfolgreiche Architektur-Genossenschaft Pool-Architekten mit 8 gleichberechtigten Partnern entwickelte. Als Teil der Architektengruppe Krokodil ist er Mitverfasser von „Glatt! Manifest für eine Stadt im Werden“, das die Urbanisierung der Vorstädte untersucht. Urbanes Denken findet sich bis in die Wohnungsgrundrisse hinein – z.B. im Projekt „Mehr als Wohnen“ im Hunziker-Areal in Zürich – wo Wohnbereiche wie Stadtplätze begriffen zu sein scheinen.
2014 erhielten Pool Architekten den Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim, welche Arbeiten von besonderer Aktualität in Kunst und Architektur der Gegenwart ehrt.
Raphael Frei unterrichtet Entwerfen als Gastprofessor an der TU Berlin.

Bei mehr als 300 Anmeldungen konnte für den Auftaktabend nur gut der Hälfte der Interessenten zugesagt werden – für alle ist jetzt der Dialog in der Filmdokumentation zu sehen.

1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 Schweiz : Berlin wird gemeinsam veranstaltet von der BDA Galerie Berlin und der Schweizerischen Botschaft.


 

Terroir                                                            Korsett                                                            Abstraktion

„Ce ne sont pas les idées qui me manquent… J’en ai trop“ (Degas). „Mais, Degas, ce n’est point avec des idées que l’on fait des vers. . . . C’est avec des mots.“ (Mallarmé)
Paul Valéry „Degas, Manet, Morisot“ (trans. David Paul), Princeton University Press, 1960