BDA Nachwuchspreisträger 2016

Raum für Refexionen


Ausstellung und Lesungen der diesjährigen Nachwuchspreisträger

Daniel Gössler Belobigung – Hans Schaefers Preis – Tibes Stipendium

Raum für Reflexionen ist das Diktum, unter dem sich die Ergebnisse der diesjährigen Nachwuchspreise des BDA Berlin zusammenfassen lassen – und Anlass für den BDA Berlin, am 9. November 2016 um 19 Uhr zu einen besonderen Vortrags- und Diskussionsabend über Theorie und Architektur in die BDA Galerie einzuladen.

Die Veranstaltung bildet den Auftakt für die Ausstellung der preisgekrönten Arbeiten des Hans Schaefers Preises für junge Architektur aus Berlin, der Daniel Gössler Belobigung für junge Architekturtheorie sowie der Forschungsarbeit des Tibes-Stipendiaten Robert Patz zu Virtual Reality Aided Architectural Design. In diesem Rahmen geben die prämierten Theoretikerinnen und Theoretiker weitergehende Einblicke in ihre Arbeiten, in denen sie sich mit grundlegenden Fragen des architektonischen Schaffens auseinandergesetzt haben. Dazu zählen eine ambitionierte Forschung zu hybriden Wohnformen, eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Begriff der Atmosphäre und eine Arbeit, die die verborgenen Qualitäten eines Haustyps in Buenos Aires offenlegt.

Die Jury nahm die prämierten Arbeiten zum Anlass, den Wert der Architekturtheorie für das Bauen hervorzuheben. Der BDA Berlin lädt dazu ein, dies bei einem Glas Wein im Anschluss an die Kurzvorträge gemeinsam mit den Preisträgern zu diskutieren.


Die Nachwuchsförderpreise des BDA Berlin 2016

Alle drei Jahre lädt der Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V., Berliner Architekten und Stadtplaner unter 40 Jahren ein, sich für den mit 5.000 € dotierten Hans Schaefers Preis zu bewerben. In diesem Jahr waren seit 2011 realisierte Projekte und städtebauliche Planungen zur Bewertung zugelassen. Die Jury wählte Ende September die Preisträger aus.

Den Hans Schaefers Preis 2016 erhielten zu gleichen Teilen der 37jährige Fabian Wichers (NORD STUDIO, Berlin) für das im Erdgeschoss eines Eckgebäudes in Berlin-Mitte eingefügte Centre For Contemporary Drawing sowie das Architektenpaar aus der 36jährigen Thi Thu Huong Vu und ihrem gleichaltrigen Partner Tuan Dung Nguyen (vn-a, Berlin) für Rückkehr des Genius Loci – Neubau der Pfarrkirche Kadon (Vietnam) basierend auf ihrer an der TU Berlin absolvierten Diplomarbeit.

Während der Hans Schaefers Preis für realisierte Bauten und Planungen vergeben wird, würdigt die parallel ausgelobte Daniel Gössler Belobigung 2016 theoretische Arbeiten zu Fragestellungen der aktuellen Architektur- und Städtebaudebatte, die seit 2011 veröffentlicht wurden. Dieser Preis wird seit 2007 alle drei Jahre vergeben. Teilnahmeberechtigt waren 2016 neben Architekten und Stadtplanern auch Absolventen anderer Fachrichtungen unter 40 Jahren unabhängig von ihrem Wohnort.

Die Daniel Gössler Belobigung 2016 vergab die Jury ebenfalls zwei Mal: an die 32jährige Karoline Fahl für ihr Buch Atmosphäre am Werk sowie an Anne Schlebbe und Sebastian Wattenberg (beide 29 Jahre) für ihre Forschungsarbeit Wohnen als Wagnis – Hybride Wohnformen und Taktiken der Aneignung.
Eine Auszeichnung erhielt die 37jährige Riccarda Cappeller für Wohnerfahrung in der Casa Chorizo – Grundform, Variation, Veränderung.

Die Jury der BDA-Nachwuchsförderpreise tagte am 23. September. Mitglieder waren der Architekt  Amandus Samsøe Sattler (Juryvorsitzender, München), die Berliner Architektinnen Prof. Heike Hanada sowie Katharina Löser (Preisträgerin Hans Schaefers Preis 2013), der Berliner Architekt Alexander Schwarz sowie die Architekturtheroretiker/innen Prof. Axel Sowa und Prof. Dr. Ines Weizman.

Bereits seit 2012 vergibt der BDA Berlin das mit 5.000 € dotierte TIBES Stipendium zur Unterstützung von Studienprojekten Berliner Studenten, Absolventen und Doktoranden. Die einjährige Förderung erhielt 2015 Robert Patz für sein Projekt Virtual Reality Aided  Architectural Design.


Raum für Reflexionen

Ausstellung 9.-30. November 2016
Öffnungszeiten Mo – Do 10-15 Uhr
Lesung/Vorträge am 9. November 2016, 19 Uhr

Centre For Contemporary Drawing
Architekt: Fabian Wichers/NORD STUDIO, Berlin
Preisträger Hans Schaefers Preis 2016

Rückkehr des Genius Loci
Neubau der Pfarrkirche Kadon, Vietnam
Architekten: Thi Thu Huong Vu und Tuan Dung Nguyen
Preisträger Hans Schaefers Preis 2016

Wohnen als Wagnis – Hybride Wohnformen und die Taktiken der Aneignung
Verfasserin: Anne Schlebbe und Sebastian Wattenberg
Preisträger Daniel Gössler Belobigung 2016

Atmosphäre am Werk
Verfasserin: Karoline Fahl
Preisträger Daniel Gössler Belobigung 2016

Wohnerfahrung in der Casa Chorizo – Grundform, Variation, Veränderung
Verfasserin: Riccarda Cappeller
Auszeichnung Daniel Gössler Belobigung 2016

Virtual Reality Aided Architectural Design
Verfasser: Robert Patz
Tibes Stipendium 2015/16

BDA Galerie
Bund Deutscher Architekten Landesverband Berlin e.V.
Mommsenstraße 64
10629 Berlin
Tel 030 886 83 206
info@bda-berlin.de
blog.bda-berlin.de, http://www.bda-berlin.de

2D:3D [3] – die BDA Galerie zeigt: Fundamental.Berlin

→ Kuratiert von Katharina Löser

Die BDA Galerie freut sich, Deutschlands erstes architektonisches Malbuch zu präsentieren und lädt mit Fundamental.Berlin ein, eine unfertige Stadt an den Wänden der BDA Galerie mit Farbe zu versehen. Eltern und Kinder, Architekten und Passanten, kommt zur Vernissage, trinkt mit uns, und malt unsere Stadt. Für Farbe und Verpflegung wird gesorgt.

Vernissage
: Donnerstag, 14.7.2016, 18h – 22h

Finissage: Donnerstag, 8.9.2016, 18h – 20h

Fundamental.Berlin sind Gunnar Rönsch und Stephen K Molloy. Sie trafen sich während des Architektur-Studiums an der Universität der Künste in Berlin, wo sie im Jahr 2006 diplomierten. Während ihrer Tätigkeiten als Architekten in London, Berlin und Los Angeles verdichtete sich ihre große Faszination für die Mathematik der Natur,  welche ihnen unter anderem von David Chipperfield, Jürgen Mayer H und Graft nahe gebracht wurde. Im Jahr 2011 begannen sie parallel zu ihrer Arbeit als Architekten, Möbel und Designobjekte zu entwickeln. Sie experimentieren mit Mustern, Farben und existierenden Materialien und Objekten, um sie in einen neuen Kontext zu bringen. Die Arbeiten von Fundamental.Berlin spiegeln ihre Überzeugung von Räumen und Dingen, die uns umgeben.

Öffnungszeiten der Galerie: 15.7.-2.8. & 1.9.-8.9.
Montags & Mittwochs 10h – 15h,
sowie nach Vereinbarung: Tel. 030-88683206 oder info@bda-berlin.de

2D:3D ist ein Format der BDA Galerie Berlin – initiiert von Eike Becker, kuratiert von Katharina Löser.

1:1 Berliner Architekturdialoge: Francois Charbonnet ↔ Holger Kleine

 

→ kuratiert von Katharina Löser und Tillmann Wagner

„Lehre“ – Francois Charbonnet und Holger Kleine

BDA Galerie Berlin und die Schweizerische Botschaft veranstalten am 16.06.2016 um 19.00 Uhr  den finalen Dialogabend der Reihe 1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 Schweiz – Berlin in die BDA Galerie in der Mommsenstraße 64 in Berlin-Charlottenburg.

„Lehre“ – ist das Thema des Architekturdialogs von Francois Charbonnet aus Genf und Holger Kleine aus Berlin.

Francois Charbonnet studierte ab 1994 Architektur an der ETH Zürich und diplomierte 1999 bei Hans Kollhoff. Er arbeitete anschließend bis 2003 bei Herzog & de Meuron in Basel, wo er auch seinen Büropartner Patrick Heiz traf, mit dem er seit 2003 das Büro Made in führt. Seit 2010 lehrt Francois Charbonnet als Gastprofessor u.a. an der EPFL-ENAC, der ETH Zürich und USI Accademia die Architettura in Mendriso.

Die Arbeiten des Büros Made in kennzeichnet eine methodisch wie konzeptionelle Präzision, die sich aus einem sichtlich genussvoll angelegten Archiv kultur- und technikgeschichtlicher Asservaten speist. Meist gerinnen die Raumprogramme zu emblematischen Grundriss- und Schnittfiguren Maschinengespeister Dramaturgien, deren konzeptionelle Referenzpunkte in markanten Bildmontagen „anexakter Proto-Bilder“ verdeutlicht werden.

Holger Kleine „schafft ein eigenständiges räumliches Vokabular, das er an landschaftliche, musikalische und sprachliche Analogien anlehnt. Ein Badezimmer wird zu einer stürmischen Seelandschaft mit Wasser, Wirbeln, Eis und Wolken; ein Flur zu einem Canyon; ein Grundriss zu einer musikalischen Variation“ (Prof. Hagen Schwenk, Hochschule Darmstadt).

Holger Kleine studierte Architektur und Musikwissenschaften an der Technischen Universität Berlin und der Cooper Union in New York. Dort schloss er 1990 mit dem Bachelor of Architecture ab und diplomierte 1993 an der TU Berlin. Nach Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Berlin, Toulouse, Barcelona und New York – unter anderem bei Eisenman Architects und Sauerbruch Hutton Architekten – gründete er 1999 das Büro Holger Kleine Architekten in Berlin. Seit 2010 firmiert er gemeinsam mit Jens Metz unter dem Namen Kleine Metz Architekten. 2010 übernahm er die Professor für Künstlerisch – Konzeptionelles Entwerfen an der Hochschule Rhein Main (HSRM), Wiesbaden und wurde 2013 mit dem 1. Preis für Engagement und Qualität seiner Lehre ausgezeichnet.

Lehre

1:1 Berliner Architekturdialoge: Marco Zünd ↔ Johannes Sierig

 

→ kuratiert von Katharina Löser und Tillmann Wagner

„StadtLandschaft“ – Marco Zünd und Armando Ruinelli

Einladung zum 25. Mai 2016, 19:00, im Studiolo des KW Institute for Contemporary Art

BDA Galerie Berlin und die Schweizerische Botschaft laden am 25. Mai 2016 um 19 Uhr zum fünften Dialogabend der Reihe 1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 ins Studiolo der KW Institute for Contemporary Art in der Auguststraße 69 in Berlin-Mitte ein.

„StadtLandschaft“ – dichotomisch überschreiben Marco Zünd aus Basel und Johannes Sierig aus Berlin ihren Architekturdialog an diesem Abend.

Marco Zünd fasst Kernthemen seines Basler Büros Buol und Zünd unter dem Begriff „the romantic picturesque…“ zusammen: Architektur, die sich im Kontext eines fließenden Geschichtlichkeitsbegriffes bewegt, das Atmosphärische genau so wie das Städtische liebt und dem generischen Projekt etwas kulturell Verfestigtes entgegenzustellen vermag. Schlussendlich ein Plädoyer für eine „offene“ Architektur, die den Menschen involvieren will; sei dies über seine Sinne oder seinen Intellekt.
Marco Zünd lernte zunächst Bauzeichner bevor er 1988 ein Architekturstudium an der Ingenieurschule Basel begann, das er 1991 mit einem Diplom bei Michael Alder abschloss. Im selben Jahr gründete er zusammen mit Lukas Buol das gemeinsame Büro in Basel. Parallele Lehrtätigkeiten beginnen mit der Assistenz am Lehrstuhl Prof. Kollhoff an der ETH Zürich und setzen sich bis heute in Vertretungsprofessuren in St. Pölten und Kaiserslautern fort.

Johannes Sierig entwickelt in seinem Berliner Büro plus 4930 architektur jedes Projekt von einem Nullpunkt aus, um Neues aus der persönlichen Arbeit mit dem Bauherrn zu ermöglichen und Dinge zusammen zu bringen, die auf den ersten Blick nicht zusam-menpassen: landschaftlicher Städtebau und Berliner Blockrand, Deutsche Provinz und Towns in Äthiopien, Haus mit Garten und Berliner Stadtmitte, Poesie und parametrisches Programmieren.
Johannes Sierig studierte zunächst Germanistik und Philosophie an der Freien Universität Berlin, wechselte dann zum Studium der Architektur, das er 1994 an der TU Berlin mit dem Diplom abschloss. Nach Mitarbeit in den Büros Müller Reimann, Ortner & Ortner und Jakob Lehrecke unterrichtete er 1997 bis 2004 als wissenschaftlicher Assistent an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus Entwerfen – später an der Beuth Hochschule im Lehrauftrag. 2000 gründet er das Büro Büther und Sierig Architekten, seit 2005 firmiert er mit den Partnern Florian Geddert und René Krüger unter plus 4930 Architektur.

Im Anschluss an den 45-minütigen Dialog wird das Gespräch in den Publikumsraum erweitert, Fragen können den Dialogpartnern gestellt und angerissene Themen im persönlichen Gespräch weiter vertieft werden. Es werden Filmaufnahmen gemacht. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 Schweiz : Berlin wird gemeinsam veranstaltet von der BDA Galerie Berlin und der Schweizerischen Botschaft. Wir danken dem KW Institute for Contemporary Art für die Einräumung ihres Studiolos und dem Unternehmen DORMA DORMA Logo für die freundliche Unterstützung.

StadtLandschaft

1:1 Berliner Architekturdialoge: Armando Ruinelli ↔ Thomas Kröger

→ kuratiert von Katharina Löser und Tillmann Wagner

Archiv und Werkstatt – Armando Ruinelli und Thomas Kröger

Einladung zum 27. April 2016, 19:00, im Studiolo des KW Institute for Contemporary Art

Am 27. April 2016 um 19 Uhr findet der vierte Dialogabend der Reihe 1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 im Studiolo des KW Institute for Contemporary Art in der Auguststraße 69 in Berlin-Mitte statt. Die Reihe wird gemeinsam von der BDA Galerie Berlin und der Schweizerischen Botschaft veranstaltet.

„Archiv und Werkstatt“ haben Armando Ruinelli aus Soglio und Thomas Kröger aus Berlin ihren  Architekturdialog überschrieben.

Armando Ruinellis Architektur ist geprägt von einer tiefen Verbundenheit mit seinem Heimatdorf Soglio in Bergell, einem italienisch-sprachigen Tal des schweizerischen Graubündens. Sein Schaffen kennzeichnet ein heutiger Dialog mit Traditionen der Landbaukunst Soglios und zeugt von respektvollen Umgang mit und ausdrucksstarker Neuinterpretation von existierenden Bautypologien. Nach einer Zeichnerlehre in Zürich bildete er sich autodidaktisch zum Architekten fort und unterstützte Anfang der 80er Jahre Michael Alder bei der „akribischen“ Bauaufnahme für die Publikation „Soglio. Siedlungen und Bauten“, deren methodischen Ansatz er bis heute mit seiner Arbeit seine Referenz erweist. Seit 1982 führt er in Soglio sein eigenes Büro Ruinelli Associati AG Architetti SIA.

Thomas Krögers Architektursprache ist ebenfalls geprägt von starken kontextuell gebundenen Arbeiten. Eine Reihe markanter Projekte in der brandenburgischen Uckermark sind scheinbar aus der angetroffenen Atmosphäre und dem Landschaftsbild heraus generiert. Orte werden aus dem Vorgefundenen in Reminiszenz an ortstypische Typologien und Bautechniken weiterentwickelt, dies sowohl im ländlichen, als auch im städtischen Raum für Wohn- und Kulturbauten.
Thomas Kröger studierte an der TU Braunschweig, an der Bartlett School in London und an der Universität der Künste in Berlin. Er arbeitete anschließend bei Sir Norman Forster und Max Dudler – seit 2001 arbeitet er im eigenen Büro Thomas Kröger Architekt in Berlin.

Im Anschluss an den 45-minütigen Dialog wird die Möglichkeit geboten, die Dialogpartner mit Fragen und persönlichen Gesprächen weiter kennenzulernen, wie auch alle anwesenden Gäste. Es werden Filmaufnahmen gemacht. Eintritt frei.

1:1 Berliner Architekturdialoge 2016 Schweiz : Berlin wird gemeinsam veranstaltet von der BDA Galerie Berlin und der Schweizerischen Botschaft. Wir danken dem KW Institute for Contemporary Art für die Einräumung ihres Studiolos und dem Unternehmen DORMA DORMA Logo für die freundliche Unterstützung.

Archiv und Werkstatt