Kategorie: BDA Galerie

40/40 [3]: Aufruf zur Teilnahme!

Vierzigaufvierzig

Ein Ausstellungsformat der BDA-Galerie Berlin und ihres Kuratoriums, initiiert und konzipiert von Andrew Alberts, Armin Behles und Heike Hanada

[3] In der Mitte der Stadt

Das erste Muster der rekonstruierten Schlossfassade steht; das Humboldt-Forum wird greifbar. Mit seiner Realisierung rückt die Frage nach der weiteren Entwicklung der Berliner Mitte ins Blickfeld. Was wird mit dem Raum zwischen Stellas Stadt-Loggia und Alexanderplatz, zwischen Wohnscheiben und Rotem Rathaus? Wo finden St. Marien und Fernsehturm Platz, welche Rolle spielen zukünftig Luther, Marx und Engels?
Ist dort, wo verschiedene Geschichten um Geltung ringen, Raum für einen zeitgenössischen Entwurf? Wie können wir an diesem zentralen Ort Stadt in ihrer kollektiven, geteilten Identität (Roger Diener) entwickeln und zugleich unserer pluralistischen Gesellschaft Ausdruck verleihen? 1

Administration und Repräsentation, Politik, Kultur und Wirtschaft haben ihre jeweiligen Orte im Zentrum bereits gefunden und Berlins Gesicht verändert und geprägt. Könnte nun vis-à-vis des Humboldt-Forums und auf dem Boden des bürgerlichen Alt-Berlins eine neue Wohn-Stadt entstehen? Welche Wohnformen können an diesem Ort den gesteigerten Ansprüchen an Urbanität und Öffentlichkeit gerecht werden?

Oder soll dieser Raum doch ein Frei-Raum bleiben, als urbaner Park, als Forum neben dem Forum?

Im Rahmen der Reihe „vierzigaufvierzig“ bittet das Kuratorium der BDA-Galerie Berlin in diesem Jahr um die Auseinandersetzung mit der Frage: Welche Vision haben wir für die Mitte der Stadt? Und welchen Namen geben wir diesem Ort?

1 Mehr Informationen zum Ort und seiner Geschichte finden Sie unter http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/historische_mitte/rathausforum/index.shtml

Vierzigaufvierzig

Die Reihe ist ein Beitrag der BDA-Galerie zur Architektur- und Städtebaudiskussion in Berlin. BDA Mitglieder und geladene Kollegen werden gebeten, zu relevanten Fragen der baulichen Entwicklung der Stadt skizzenhaft im Format der klassischen Papierserviette – 40 cm x 40 cm – ihre Position zu formulieren und im Rahmen einer Ausstellung zur Diskussion zu stellen. Alle Beiträge werden in der BDA Galerie präsentiert und im Rahmen der Ausstellungseröffnung durch externe Kritiker kommentiert.

Dabei geht es um ein Forum von Ideen, nicht jedoch um einen klassischen Ideenwettbewerb. Statt auf aufwändige und ausformulierte Beiträge zielen wir über das Medium der spontanen Entwurfsskizze auf die noch fragile Intensität eines ersten Entwurfsgedankens.

Wir erwarten pointierte Statements, mit denen sich der BDA Berlin als ein Zusammenschluss von Architekten präsentiert, die sich mit der Stadt auseinandersetzen und ihre Ideen in den öffentlichen Diskurs einbringen.

Modalitäten

1. Abgabe

Der Beitrag wird in Skizzenform im Format 40cm x 40cm erbeten. Die Arbeitsform und das Material sind dabei frei bestimmbar (alle Beiträge werden zur Präsentation in der BDA Galerie ausgestellt und sollten für eine Wandhängung vorbereitet sein).

Der Beitrag ist nur auf der Rückseite mit dem Namen des Verfassers zu versehen. Die namentliche Kennzeichnung für die Ausstellung übernimmt das kuratorische Team.

Der Beitrag sowie die „Verfassererklärung“ werden zusätzlich im pdf-Format (druckfähig auf CD, versehen mit dem Namen des Verfassers) erbeten, um die Pressearbeit etc. zu erleichtern

2. Ansprechpartner

Andrew Alberts: vierzigaufvierzig@googlemail.com

3. Kritiker

Die Beiträge werden im Rahmen der Ausstellungseröffnung von drei externen Kritikern besprochen:

  • Prof. Hilde Léon, Berlin
  • Prof. Dr. Michael Mönninger, Berlin
  • Prof. Christian Rapp, Amsterdam

4. Zeitablauf

Aufruf zur Teilnahme: Freitag, 7. September 2012

Abgabe der Beiträge: bis Montag, 22. Oktober 2012, 15.00 Uhr
BDA Galerie, Mommsenstrasse 64, 10629 Berlin
Öffnungszeiten der Galerie: Mo, Mi und Do 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 25. Oktober 2012, 19.00 Uhr, BDA Galerie

Ausstellung
Freitag, 26. Oktober 2012 – 19. November 2012
Öffnungszeiten der Galerie: Mo, Mi und Do 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung

Mitten im Kiez – Spiel(t)räume und grüne Inseln

20. August bis 31. August 2012

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Berlin-Brandenburg zeigt ab dem 20. August um 19 Uhr die Ausstellung Mitten im Kiez – Spiel(t)räume und grüne Inseln.

Zur Eröffnung spricht Kristina Pezzei, Journalistin über die neuen Freiräume in Friedrichshain und Kreuzberg.

Kinder an die Macht – jedenfalls wenn Landschaftsarchitekten Schulhöfe und Spielplätze planen. In Kreuzberg stellten Hortkinder der Nürtingenschule ihren Hof auf den Kopf und schufen unter dem Motto ‚170 Orte für 170 Kinder‘ ein ungeahnt vielseitigs Pausenareal. Wie ein Schulhof aussieht, auf dem sich autistische Schulkinder wohlfühlen, zeigt das Begegnungszentrum in der Friedrichshainer Marchlewskistrasse und öffnet ausnahmsweise am Wochenende seine Tore. Ob zum Balancieren oder als Treffpunkt für das perfekte Picknick, ein leuchtend gelbes Stadtmobiliar, Windenwurm genannt, verwandelt die unscheinbare Lasdehnerstrasse. Um wilde Pflanzen, urban gardening nach der unbekannten Fukuoka-Methode und Internetsurfen unter freiem Himmel geht es im romantischen Quartierspark, den Bürger für Bürger am Wriezener Bahnhof verwirklichen. Und dass Orte aus vergangenen Jahrhunderten nach einem Relaunch zur noch schöneren grünen Oase werden und kompatibel sind mit Kreuzberger Straßenfesten zeigt sich am Mariannenplatz.

Außerdem werden Stadtspaziergänge zu den Projekten angeboten:

Samstag 25.08., 13.00 – 18.00 Uhr, Treffpunkt Marchlewskistr.25,
10243 in Friedrichshain, U Weberwiese
Sonntag 26.08., 13.00 Uhr – 18.00 Uhr, Treffpunkt Wrangelstr. 11, 10997 Berlin-Kreuzberg, U Görlitzer Bhf.

Dauer der Ausstellung: 20. August – 31. August 2012
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag
10 -15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.

Die BDA Galerie wird gefördert durch:

UNDKRAUSS Baugesellschaft mbH Berlin

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Räume [1] – die BDA Galerie zeigt: Sean Raspet – Untitled (Sublet (2))

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→ Kuratiert von Eike Becker

Die BDA Galerie Berlin freut sich, die Ausstellung Untitled (Sublet (2)) des Künstlers Sean Raspet zu präsentieren. Es ist die erste institutionelle Einzelausstellung des Künstlers in Europa.

Die Arbeit Untitled (Sublet (2)) installiert einen Raum im Raum der BDA Galerie: Eine Fläche von 28″ x 84″ (ca. 70 cm x 210 cm) wird an eine andere Institution vermietet. Gleichzeitig mietet die BDA Galerie selbst eine Fläche von gleicher Größe in einer weiteren Institution an. Die Arbeit besteht in diesen Rechtsvorgängen und dem resultierenden Rechtsverhältnis.

Eigentumstitel und Nutzungsrechte, Vermietung und Untervermietung sind juristische Formen von grundlegender Bedeutung für Architektur und Stadtentwicklung. Sie bestimmen maßgeblich die Nutzung – aber auch den Leerstand – von Raum. Sean Raspet arbeitet künstlerisch mit diesen Formen. Untitled (Sublet (2)) stellt die immaterielle rechtliche Dimension von Raum und Architektur, die an sich nicht sichtbar ist, aus.

Der durch die Vermietung rechtlich definierte Raum manifestiert sich in der BDA Galerie allein durch eine mögliche Nutzung durch den Mieter, den Ausstellungsraum Studiolo in Zürich. Der vermietete Raum ist von Seiten der BDA Galerie oder des Künstlers nicht zusätzlich markiert. Gleiches gilt für den von der BDA Galerie angemieteten Raum in der New Yorker Institution Residency Unlimited. Kopien der Vertragsunterlagen sind ab 21. Juni auf Nachfrage in der BDA Galerie sowie im Internet unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie/ausstellungen/sean-raspet-untitled-sublet-2.html einsehbar.

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Mit Vertragsabschluss ist die BDA Galerie Teil einer Kette von Vermietungen geworden, die gegenwärtig folgende Institutionen umfasst: SculptureCenter, New York; Printed Matter, New York; White Columns, New York; Southern Exposure, San Francisco; Cabinet / Immaterial Incorporated, New York; Residency Unlimited, New York; BDA Galerie/ Bund Deutscher Architekten BDA Landesverband Berlin e.V., Berlin; Studiolo, Zürich.

Sean Raspet (*1981 in Washington, DC) lebt und arbeitet in Los Angeles. Er erhielt einen BFA von der Rhode Island School of Design, New York und besuchte das Whitney Museum of American Art Independent Study Program in New York. Seit 2011 ist er Student im Masterprogramm der University of California, Los Angeles. Jüngste Einzelausstellungen waren Binder bei Société (Berlin, 2011) und As If Written In in The Kitchen (New York, 2010). Er nahm international an zahlreichen Gruppenausstellungen Teil.

Untitled (Sublet (2)) ist das erste Kapitel einer von Jakob Schillinger kuratierten Ausstellungsreihe in der BDA Galerie, die sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Stadtentwicklung, Architektur und Raum widmet.

1:1 Berliner Architekturdialoge [2012]: Martin Kaltwasser ↔ Elsa de Smet

Am 08. Mai 2012 begegneten sich Martin Kaltwasser (Köbberling Kaltwasser, Berlin) und Elsa de Smet (Kuratorin, Paris), um im Dialog den Einfluss von Kunst als Reaktion auf die gebaute Umwelt, die Landschaft und aktuelle soziale Themen zu diskutieren. Darüber hinaus ist die Land Art als Antwort auf die Schnelllebigkeit der modernen Gesellschaft ein zentrales Thema des Gesprächs.

Martin Kaltwasser wurde 1965 in Münster geboren. Er studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und Architektur an der Technischen Hochschule Berlin. Gemeinsam mit Folke Köbberling realisiert er Kunstprojekte aus Restmaterialien städtischer Baustellen und demonstriert somit die kritische Sicht auf die Wegwerfgesellschaft und die eigene Partizipation an Stadtentwicklungsprozessen.

Elsa de Smet Jahrgang 1985 studierte an der Ecole du Louvre und an der Sorbonne Kunstgeschichte. Sie ist als Kuratorin spezialisiert auf zeitgenössische Kunst und beschäftigt sich mit Lesarten moderner Kunst. Ihr letztes Ausstellungsprojekt versammelte verschiedene Werke unter dem Überbegriff „Landschaft“ und machte dadurch die Vielschichtigkeit der Idee von Landschaft in der modernen Kunst deutlich.

Die Veranstaltung wird von Petra Vondenhof moderiert.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.

Screening [4] – die BDA Galerie zeigt: Mike Hodges – Get Carter (1971)

→ Kuratiert von Petra Vondenhof

Get Carter (1971)
Regie: Mike Hodges
Darsteller: Michael Caine, Ian Hendry, Britt Ekland
Warner Bros. Pictures

10. Mai 2012

In der Reihe Screenings – Filme zu architektonischen Fragen aus künstlerischer Sicht zeigt die BDA Galerie im Rahmen ihrer Reihe zu Film- und Videoscreenings „Get Carter“ (1971).

Der Film verdeutlicht die bereits zeitgenössische kritische Sicht auf die Architekturauffassung des Brutalismus im Gegensatz zu den urbanen Strukturen des ursprünglichen Nord-Englands und formuliert ein auch heute noch gängiges Bild des sozialen Verfalls in der Metapher des verwitternden Sichtbetons.

Als Bindeglied zwischen Spätfunktionalismus und postmoderner Gegenbewegung bildet der Brutalismus eine entscheidende Rolle in der Architekturgeschichte. Von den Anfängen in den Fünfziger Jahren in Großbritannien entwickelt sich die Bauweise und Architekturauffassung des Béton Brut als wahrhafte Ästhetik der Alltäglichkeit schnell zu einem internationalen Stil, der besonders in den Sechziger und siebziger Jahren als Ausdruck von urbaner Dichte im Gegensatz zu einer Funktionstrennung nach Le Corbusier gebräuchlich ist.

Wir laden Sie herzlich ein zur Filmvorführung am 10. Mai 2012, 21:00 Uhr.

BDA Galerie
Mommsenstr. 64
10629 Berlin
Tel.: 030.88 68 32 06
Fax: 030.88 68 32 16
info(a)bda-berlin.de