Bezirke [2] – der BDA Landesverband zeigt: Spandau

Bild: Freiheit, Video: 40 min, 2012, Ulrich Schwarz

4. September bis 18. Oktober 2012. Eröffnung Montag, den 3. September 2012, 19 Uhr.

FREIHEIT. Die BDA Galerie zeigt eine Videoarbeit über Berlin Spandau von Ulrich Schwarz in der Stadtbaureihe BEZIRKE

In seiner Reihe Bezirke zur Architektur- und Stadtbaudiskussion widmet sich der BDA Berlin ab September dem Bezirk Spandau. Der renommierte Architekturfotograf Ulrich Schwarz präsentiert darin seine Videoarbeit Freiheit, in der er die Einzigartigkeit des Alltäglichkeiten entlang der gleichnamigen Straße in Berlin-Ruhleben dokumentiert hat. Zur Eröffnung in der BDA Galerie am 3. September um 19 Uhr spricht Carsten-Michael Röding, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Umweltschutz sowie die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Klotz.

Freiheit

Der Name der Straße im Ortsteil Spandau-Ruhleben verweist darauf, dass die Erträge des umliegenden Acker- und Weidelandes einst von Steuern und Abgaben befreit waren. Die Zuteilung der landwirtschaftlichen Flächen wurde alljährlich unter den Spandauer Bürgern über ein öffentliches Losverfahren festgelegt.

Auf der nördlichen Seite wird das Bild der Straße heute von den großen Entsorgungsunternehmen Berlins geprägt. Südlich wird die Freiheit von der Bahnlinie begrenzt. Auf dem schmalen Streifen haben sich kleinere Gewerbebetriebe und Händler niedergelassen. Kleingärten und Brachen unterbrechen die gewerblichen Nutzungen.

Am westlichen Ende der Freiheit liegt der Ortsteil Stresow mit seinen Wohnhäusern und dem ehemaligen Hauptbahnhof Spandaus. Östlich wechselt die Typologie: Hotel, Fertigungsbetriebe, Rohöllager, Klärwerk, Müllheizkraftwerk, Werkstätten, Händler, Brachflächen, Schrebergärten und eine größere Baracke folgen aufeinander. Die verfallene Baracke ist der Überrest des ehemaligen Auswandererbahnhofs von Berlin. Über diesen Umsteigebahnhof setzten die Emigranten aus Ost-Europa ihre Weiterfahrt nach Bremerhafen und Hamburg mit Ziel Amerika fort (Der Umsteigebahnhof wurde gebaut, um die Beeinträchtigung des Betriebs der Großstadtbahnhöfe durch die tägliche Flut von Emigranten zu reduzieren).

Die Reihe BEZIRKE

Berlin ist viele Städte. Mit dieser Bemerkung hat schon Werner Düttmann auf die kulturelle, architektonische und städtebauliche Vielfalt Berlins hingewiesen. Diesem Phänomen möchte sich der Bund Deutscher Architekten BDA Landesverband Berlin e.V. in seiner neuen Ausstellungsreihe „Bezirke“ widmen und die vielen weißen Flecke der inneren Landkarte Berlins farbig machen.

Der Blick auf die Eigenheiten und Charakteristika der Berliner Bezirke wird fokussiert durch das Objektiv des Fotografen. Dessen gezielte Blicke sollen den längst überfälligen Augenmerk auf städtische Räume richten, deren Spannungspotentiale sich durch verschiedenste architektonische Themenschwerpunkte auffächern. Der BDA möchte damit anregen, vorhandene Ressourcen und Entwicklungschancen offen zu legen und zusammen mit dem Bezirk, mit Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern, Theoretikern und Investoren zu diskutieren.

Eröffnung:

Montag, den 3. September 2012 um 19 Uhr

Es sprechen: Carsten-Michael Röding, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Umweltschutz sowie die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Klotz.

Gespräch:

Montag, 17. September 2012

Ausstellung:

4. September – 18. Oktober 2012
Montag, Mittwoch und Donnerstag 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung

Die BDA Galerie wird gefördert durch:

UNDKRAUSS Baugesellschaft mbH Berlin

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Mitten im Kiez – Spiel(t)räume und grüne Inseln

20. August bis 31. August 2012

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Berlin-Brandenburg zeigt ab dem 20. August um 19 Uhr die Ausstellung Mitten im Kiez – Spiel(t)räume und grüne Inseln.

Zur Eröffnung spricht Kristina Pezzei, Journalistin über die neuen Freiräume in Friedrichshain und Kreuzberg.

Kinder an die Macht – jedenfalls wenn Landschaftsarchitekten Schulhöfe und Spielplätze planen. In Kreuzberg stellten Hortkinder der Nürtingenschule ihren Hof auf den Kopf und schufen unter dem Motto ‚170 Orte für 170 Kinder‘ ein ungeahnt vielseitigs Pausenareal. Wie ein Schulhof aussieht, auf dem sich autistische Schulkinder wohlfühlen, zeigt das Begegnungszentrum in der Friedrichshainer Marchlewskistrasse und öffnet ausnahmsweise am Wochenende seine Tore. Ob zum Balancieren oder als Treffpunkt für das perfekte Picknick, ein leuchtend gelbes Stadtmobiliar, Windenwurm genannt, verwandelt die unscheinbare Lasdehnerstrasse. Um wilde Pflanzen, urban gardening nach der unbekannten Fukuoka-Methode und Internetsurfen unter freiem Himmel geht es im romantischen Quartierspark, den Bürger für Bürger am Wriezener Bahnhof verwirklichen. Und dass Orte aus vergangenen Jahrhunderten nach einem Relaunch zur noch schöneren grünen Oase werden und kompatibel sind mit Kreuzberger Straßenfesten zeigt sich am Mariannenplatz.

Außerdem werden Stadtspaziergänge zu den Projekten angeboten:

Samstag 25.08., 13.00 – 18.00 Uhr, Treffpunkt Marchlewskistr.25,
10243 in Friedrichshain, U Weberwiese
Sonntag 26.08., 13.00 Uhr – 18.00 Uhr, Treffpunkt Wrangelstr. 11, 10997 Berlin-Kreuzberg, U Görlitzer Bhf.

Dauer der Ausstellung: 20. August – 31. August 2012
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag
10 -15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.

Die BDA Galerie wird gefördert durch:

UNDKRAUSS Baugesellschaft mbH Berlin

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Räume [1] – die BDA Galerie zeigt: Sean Raspet – Untitled (Sublet (2))

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→ Kuratiert von Eike Becker

Die BDA Galerie Berlin freut sich, die Ausstellung Untitled (Sublet (2)) des Künstlers Sean Raspet zu präsentieren. Es ist die erste institutionelle Einzelausstellung des Künstlers in Europa.

Die Arbeit Untitled (Sublet (2)) installiert einen Raum im Raum der BDA Galerie: Eine Fläche von 28″ x 84″ (ca. 70 cm x 210 cm) wird an eine andere Institution vermietet. Gleichzeitig mietet die BDA Galerie selbst eine Fläche von gleicher Größe in einer weiteren Institution an. Die Arbeit besteht in diesen Rechtsvorgängen und dem resultierenden Rechtsverhältnis.

Eigentumstitel und Nutzungsrechte, Vermietung und Untervermietung sind juristische Formen von grundlegender Bedeutung für Architektur und Stadtentwicklung. Sie bestimmen maßgeblich die Nutzung – aber auch den Leerstand – von Raum. Sean Raspet arbeitet künstlerisch mit diesen Formen. Untitled (Sublet (2)) stellt die immaterielle rechtliche Dimension von Raum und Architektur, die an sich nicht sichtbar ist, aus.

Der durch die Vermietung rechtlich definierte Raum manifestiert sich in der BDA Galerie allein durch eine mögliche Nutzung durch den Mieter, den Ausstellungsraum Studiolo in Zürich. Der vermietete Raum ist von Seiten der BDA Galerie oder des Künstlers nicht zusätzlich markiert. Gleiches gilt für den von der BDA Galerie angemieteten Raum in der New Yorker Institution Residency Unlimited. Kopien der Vertragsunterlagen sind ab 21. Juni auf Nachfrage in der BDA Galerie sowie im Internet unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie/ausstellungen/sean-raspet-untitled-sublet-2.html einsehbar.

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Mit Vertragsabschluss ist die BDA Galerie Teil einer Kette von Vermietungen geworden, die gegenwärtig folgende Institutionen umfasst: SculptureCenter, New York; Printed Matter, New York; White Columns, New York; Southern Exposure, San Francisco; Cabinet / Immaterial Incorporated, New York; Residency Unlimited, New York; BDA Galerie/ Bund Deutscher Architekten BDA Landesverband Berlin e.V., Berlin; Studiolo, Zürich.

Sean Raspet (*1981 in Washington, DC) lebt und arbeitet in Los Angeles. Er erhielt einen BFA von der Rhode Island School of Design, New York und besuchte das Whitney Museum of American Art Independent Study Program in New York. Seit 2011 ist er Student im Masterprogramm der University of California, Los Angeles. Jüngste Einzelausstellungen waren Binder bei Société (Berlin, 2011) und As If Written In in The Kitchen (New York, 2010). Er nahm international an zahlreichen Gruppenausstellungen Teil.

Untitled (Sublet (2)) ist das erste Kapitel einer von Jakob Schillinger kuratierten Ausstellungsreihe in der BDA Galerie, die sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Stadtentwicklung, Architektur und Raum widmet.

Neu im BDA [2012]

Galerie Gespräch am 11. Juni 2012, 19 Uhr

Ausstellung: 16. Mai – 19. Juni 2012

In diesem Jahr hat der BDA Berlin 18 Mitglieder neu in den Verband berufen.
Die BDA Galerie zeigt aktuell einen Querschnitt ihres Schaffens.

Wir nehmen dies zum Anlass und laden alle „neuen“ und „alten“ Mitglieder sowie unsere Freunde und
Förderer ein, in einer offenen Gesprächsrunde über die Rolle des BDA Berlin in der Stadt zu diskutieren.

Das Galerie Gespräch findet statt am Montag, den 11. Juni 2012 um 19 Uhr

Moderation:
Thomas Kaup, Vorsitzender des BDA Berlin sowie Jost Haberland, Mitglied der Berufungskommission

Ausstellung Neu im BDA: Bis zum 19. Juni 2012
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung

BDA Galerie, Mommsenstraße 64, 10629 Berlin, Tel 030 886 83 206, info@bda-berlin.de, http://www.bda-berlin.de

Wir danken für die freundliche Unterstützung:

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1:1 Berliner Architekturdialoge [2012]: Martin Kaltwasser ↔ Elsa de Smet

Am 08. Mai 2012 begegneten sich Martin Kaltwasser (Köbberling Kaltwasser, Berlin) und Elsa de Smet (Kuratorin, Paris), um im Dialog den Einfluss von Kunst als Reaktion auf die gebaute Umwelt, die Landschaft und aktuelle soziale Themen zu diskutieren. Darüber hinaus ist die Land Art als Antwort auf die Schnelllebigkeit der modernen Gesellschaft ein zentrales Thema des Gesprächs.

Martin Kaltwasser wurde 1965 in Münster geboren. Er studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und Architektur an der Technischen Hochschule Berlin. Gemeinsam mit Folke Köbberling realisiert er Kunstprojekte aus Restmaterialien städtischer Baustellen und demonstriert somit die kritische Sicht auf die Wegwerfgesellschaft und die eigene Partizipation an Stadtentwicklungsprozessen.

Elsa de Smet Jahrgang 1985 studierte an der Ecole du Louvre und an der Sorbonne Kunstgeschichte. Sie ist als Kuratorin spezialisiert auf zeitgenössische Kunst und beschäftigt sich mit Lesarten moderner Kunst. Ihr letztes Ausstellungsprojekt versammelte verschiedene Werke unter dem Überbegriff „Landschaft“ und machte dadurch die Vielschichtigkeit der Idee von Landschaft in der modernen Kunst deutlich.

Die Veranstaltung wird von Petra Vondenhof moderiert.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.