Offener Brief des BDA Berlin – anlässlich der Planungen für ein Besucher- und Informationszentrum (BIZ) für den Deutschen Bundestag

An Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert
An den Ältestenrat des Deutschen Bundestages
An Kanzleramtsminister Peter Altmeier
An den Regierenden  Bürgermeister von Berlin Michael Müller
An den Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt im Berliner Abgeordnetenhaus Dr. Manuel Heide

Anlässlich der aktuellen vorbereitenden Planungen für ein Besucher- und Informations-zentrum (BIZ) sieht sich der Bund Deutscher Architekten BDA herausgefordert, auf die gravierenden städtebaulichen Mängel im Umfeld der zentralen Parlaments- und Regierungsbauten im Spreebogen hinzuweisen:

Wir fordern ein Moratorium, um die beabsichtigten Investitionen in den Zusammenhang einer öffentlichen Debatte zu stellen. Nur die Wiederaufnahme einer gesamtheitlichen Planung kann eine konsensfähige Lösung hervorbringen.

Ein Vierteljahrhundert nach Planungsbeginn zeigt sich das Band des Bundessamt Umfeld in einem unfertigen, prekären Zustand: Anstelle des einst geplanten Bürger-forums wurde eine provisorische Grünfläche angelegt, die ein Sammelsurium von Straßenfragmenten bündelt. Der Spreebogenpark erscheint als ein Stückwerk aus Distanzgrün zwischen Trampelpfaden und den Asphaltflächen der dauerprovisorischen Umfahrungsstraße an der Schweizerischen Botschaft.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie den Bürgern, deren großes Interesse an ihren Institution angesichts der weiterhin steigenden Besucherzahlen offenbar wird, inhaltlich und architektonisch-städtebaulich ein zukunftsweisender Raum gegeben werden kann, der über die Funktion der reinen Besucherinformation hinausgeht. Die verschiedenen Interessenlagen von Regierung, Parlament und Stadt blockieren sich offenbar vor Ort gegenseitig.

Statt weitere Einzelbauten zu errichten, sollte der Spreebogen in seiner Gesamtheit
neu betrachtet sowie die Bedürfnisse des Kanzleramts, des Bundestags und der Bürger der Stadt Berlin verhandelt werden. Es gilt, verloren gegangene Perspektiven einer stadträumlichen Fortentwicklung wieder herzustellen.

Vor diesem Hintergrund rief die BDA-Galerie im Rahmen des Ideen-Workshops „Vierzigaufvierzig“ Ende 2014 zu Diskussionsbeiträgen zu dem Thema Bürgerforum auf. Die Anregungen der 40 Teilnehmer wurden in zwei Fachveranstaltungen öffentlich diskutiert. Als Podiumsgäste tauschten das Jurymitglied des ersten Wettbewerbes für den Spreebogen 1992 Fabio Reinhart, der Preisträger und Architekt des Kanzleramtes Axel Schultes sowie weitere renommierte Architektinnen und Architekten ihre Positionen aus. Die ausführliche Berichterstattung in den Berliner Medien und die Reaktionen
von Politik und Öffentlichkeit zeigen, dass eine qualifizierte Diskussion mit der Fachwelt geführt werden muss.

Im Sinne von Adolf Arndts Manifest zur „Demokratie als Bauherr“ (1960) trägt der Staat als Bauherr besondere Verantwortung angesichts der nationalen wie internationalen Bedeutung der Architektur in der Hauptstadt. In diesem Sinne fordern wir eine transparente Programmdiskussion und die Ausschreibung eines offenen städtebaulichen Wettbewerbs für den Spreebogen!

Im Namen des Vorstandes des BDA Berlin

Dipl.-Ing. Thomas Kaup
1. Vorsitzender

Bund Deutscher Architekten
Landesverband Berlin
Mommsenstr. 64
10629 Berlin

Tel.    030.886 83 206
Fax    030.886 83 216

info@bda-berlin.de
http://www.bda-berlin.de


Presseschau:


Falls Sie diesen offenen Brief (oder irgendwelche Beiträge dieses Blogs) kommentieren möchten, dann finden Sie hier einen Beitrag, der erklärt, wie das geht: Anm. d. Red. [1] – Gebrauchsanweisung: Wie kann man hier Kommentare verfassen?

CfO [5] – Einladung Center for Optimism in der BDA Galerie

→ zu Gast in der BDA Galerie: Center For Optimism

Liebe Optimisten, es läuft nicht gut. Und wir haben keine Ahnung, was wir tun. Aber es gibt das Center for Optimism. Am Dienstag, den 20. Januar um 21.30, werden wir mit Dr. Andreas Fuhr aus der evangelischen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde eine neue Gesprächsrunde eröffnen und laden Sie hierzu herzlich ein. Wir fangen bei Null an und werden wie immer in einen Satelliten steigen, der das Denken verschiebt. Der Aufstieg ist unser Hilfsmittel, Wissen zu reflektieren. Unsere Elemente wackeln so wie meistens das Denken.

Center for Optimism wurde von der Kuratorin Clara Meister und dem Architekten Sam Chermayeff gegründet und durch die Autorin Antje Stahl, dem Architekten Till-Moritz Ganssauge und der Architektin Johanna Meyer-Grohbrügge erweitert. Das Raumkonzept wird von June-14, Meyer-Grohbrügge/Chermayeff und von S.T.I.F.F. gemeinsam mit Simon Ertl entwickelt und produziert.

Über den Zeitraum von neun Wochen wird die Gruppe Center for Optimism die BDA Galerie in einen Ort für Begegnungen und Träume verwandeln. Woche für Woche finden Veranstaltungen statt, auf denen architektonische Elemente im Rahmen von Lesungen eingeführt und mit Gästen diskutiert werden. Die Elemente basieren auf einem flexiblen Entwurf, der somit im Laufe der Zeit verwirklicht wird.

Wir freuen uns auf Sie im Center for Optimism!

BDA Galerie
Mommsenstr. 64
10629 Berlin
Sonntag, 20. Jan, 21.30 Uhr

Das Projekt wird unterstützt von:
ENGEL & VÖLCKERS Gewerbe Berlin GmbH & Co. KG
ZIEGERT – Bank- und Immobilienconsulting GmbH
Richter Spielgeräte GmbH

CfO [4] – Einladung Center for Optimism in der BDA Galerie

→ zu Gast in der BDA Galerie: Center For Optimism

Liebe Optimisten,

kalt? Warm! Verfolgen Sie den vierten Moment des langen Kontinuums namens CENTER FOR OPTIMISM in der BDA Galerie am Sonntag, den 14. Dezember um 18.00 Uhr.

Am dritten Advent möchten wir mit Ihnen und uns und Euch wichteln. Aus diesem Grund bringen Sie bitte etwas aus ihrer Schublade mit (ein Model, eine Zeichnung, einen Text, eine Notiz), ein Geschenk, dass Sie vielleicht für einen Wettbewerb anfertigten oder sich ausdachten und das Ihnen wieder zurückgegeben wurde. Alles, was Sie wieder zu einem Optimisten werden lässt. Bücher für das Archiv sind natürlich auch willkommen! Wir bieten Getränke, Musik und wie immer viel Freude für die Runde.

CENTER FOR OPTIMISM wurde von der Kuratorin Clara Meister und dem Architekten Sam Chermayeff gegründet und durch die Autorin Antje Stahl, dem Architekten Till-Moritz Ganssauge und der Architektin Johanna Meyer-Grohbrügge erweitert. Das Raumkonzept wird von June-14, Meyer-Grohbrügge/Chermayeff und von S.T.I.F.F. gemeinsam mit Simon Ertl entwickelt und produziert.

Über den Zeitraum von neun Wochen wird die Gruppe CENTER FOR OPTIMISM die BDA Galerie in einen Ort für Begegnungen und Träume verwandeln. Woche für Woche finden Veranstaltungen statt, auf denen architektonische Elemente im Rahmen von Lesungen eingeführt und mit Gästen diskutiert werden. Die Elemente basieren auf einem flexiblen Entwurf, der somit im Laufe der Zeit verwirklicht wird.

Wir freuen uns auf Sie im CENTER FOR OPTIMISM!
BDA Galerie
Mommsenstr. 64
10629 Berlin
Sonntag, 14. Dez, 18.00 Uhr

Anm. d. Red. [1] – Gebrauchsanweisung: Wie kann man hier Kommentare verfassen?

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wer einen oder mehrere unserer Beiträge des BDA-Blogs kommentieren möchte – kritisch, lobend, ergänzend – der steht, sofern er nicht bereits im Verfassen von Kommentaren auf den Internetseiten von Zeitungen oder anderer Blogs geübt ist, vor einer Hürde, die möglicherweise nicht ohne Hilfe zu überwinden ist.

In diesem Beitrag erklären wir, wie man sich so anmelden kann, dass man fortan im BDA-Blog ganz nach Belieben Kommentare eingeben kann. Schritt für Schritt.

Weiterlesen →

CfO [3] – Einladung Center for Optimism in der BDA Galerie: Zombies in Berlin

→ zu Gast in der BDA Galerie: Center For Optimism

Liebe Optimisten,

hiermit laden wir Sie zur dritten Veranstaltung des CENTER FOR OPTIMISM in der BDA Galerie ein am Donnerstag, den 4. Dezember um 19.30 Uhr.

Nach einer Lesung von Ralph Martin aus seinem Buch „Zombies of Berlin“ werden er und Georg Diez im Hintergrund eines Horrorfilms neue architektonische Elemente des Center for Optimism und die spätmodernen Lebensbedingungen diskutieren.

Whiskey steht für jeden bereit. Und wie immer bitten wir Sie ein Buch mitzubringen und es dem wachsenden Archiv zu übergeben, das während der Öffnungszeiten der Galerie besucht werden kann.

Center for Optimism wurde von der Kuratorin Clara Meister und dem Architekten Sam Chermayeff gegründet und durch die Autorin Antje Stahl, dem Architekten Till-Moritz Ganssauge und der Architektin Johanna Meyer-Grohbrügge erweitert. Über den Zeitraum von neun Wochen wird die Gruppe die BDA Galerie in einen Ort für Begegnungen und Träume verwandeln. Woche für Woche finden Veranstaltungen statt, auf denen architektonische Elemente im Rahmen von Lesungen eingeführt und mit Gästen diskutiert werden. Die Elemente basieren auf einem flexiblen Entwurf, der im Laufe der Zeit verwirklicht wird. Das Raumkonzept wird von June-14, Meyer-Grohbrügge/Chermayeff und von S.T.I.F.F. gemeinsam mit Simon Ertl entwickelt und produziert.

Informationen über bisherige Veranstaltung finden Sie unter: http://blog.bda-berlin.de

Ralph Martin ist Schriftsteller, ehemaliger New Yorker und gegenwärtiger Berliner. Er widmet sich den modernen Lebensbedingungen mit bissigem Humor und einem Hauch von Selbstreflektion. Sein Buch „Zombies of Berlin“ ist teils Amteursoziologie teils autobiographische Reiseliteratur und beschreibt Martins Erfahrung von Gentrifizierung in Berlin und New York, den dämmernden Horror, dass diese Städte Fenster roher Schönheit besitzen, die man jeden Augenblick verpassen kann. Weitere Informationen und Texte finden Sie unter: http://ralphmartinwrites.com

 

Mitveranstalter des Abends ist 60pages, die experimentelle Plattform für digitalen Journalismus: www.60pages.com

Wir freuen uns auf Sie im CENTER FOR OPTIMISM!
BDA Galerie
Mommsenstr. 64
10629 Berlin
Donnerstag, 4. Dez, 19.30 Uhr