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„Knauben als Kulturtechnik“ Vernissage

Vorbereitende Untersuchungen zu einer neuen Ästhetik des Bauens

„Der Fuchs weiss viele Dinge, aber der Igel weiss eine große Sache.“ (Isaiah Berlin) „Der eine, der Igel, beschäftigt sich mit der Vorherrschaft der einen Idee, und der andere, der Fuchs, beschäftigt sich mit der Vielfalt von Anreizen; der Igel mit der totalen, abgestimmten Zurschaustellung, der Fuchs mit der Ansammlung von Versatzstücken im Widerspruch.“ (Colin Rowe)

Der Bastler ist in der Lage, eine große Anzahl verschiedenartigster Arbeiten auszuführen; doch im Unterschied zum Ingenieur macht er seine Arbeiten nicht davon abhängig, ob ihm die Rohstoffe oder Werkzeuge erreichbar sind, die je nach Projekt geplant oder beschafft werden müssten; die Welt seiner Mittel ist begrenzt, und die Regel seines Spiels besteht immer darin, jederzeit mit dem, was ihm zur Hand ist, auszukommen, d.h. mit einer stets begrenzten Auswahl an Werkzeugen und Materialien, die überdies noch heterogen sind, weil ihre Zusammensetzung in keinem Zusammenhang zu dem augenblicklichen Projekt steht, wie überhaupt zu keinem besonderen Projekt, sondern das zufällige Ergebnis aller sich bietenden Gelegenheiten ist, den Vorrat zu erneuern oder zu bereichern oder ihn mit den Überbleibseln von früheren Konstruktionen oder Destruktionen zu versorgen. Die Mittel des Bastlers sind also nicht im Hinblick auf ein Projekt bestimmbar …; sie lassen sich nur durch ihren Werkzeugcharakter bestimmen … weil di Elemente nach dem Prinzip < das kann man immer noch brauchen > gesammelt und aufgehoben werden.“

„Denn jeder weiss, dass der Künstler zugleich etwas vom Gelehrten und etwas vom Bastler hat. … Der Ingenieur befragt das Universum, während der Bastler sich an eine Sammlung von Überbleibseln menschlicher Produkte richte – … der eine versucht über Strukturen Ereignisse zu generieren, der andere über Ereignisse Strukturen.“ (Claude-Lévi Strauss, Das Wilde Denken, 1961)

„Die Beschreibung des Bricoleurs ist weit mehr eine < Wirklichkeitsnahe > Beschreibung dessen, was der Architekt – Stadtplaner ist und tut.“ (Colin Rowe, Collision City oder die Strategie der Bricolage in „Collage City“ 1978)

„RaumBildung“ am 10.03.2022 im DAZ

Im Rahmen des Hybrid-Symposiums „Schulbau neu gedacht“ des BDA in Zusammenarbeit mit der Hohenloher Academy zeigt die BDA Galerie Berlin am 10.03.2022 die Ausstellung „RaumBildung – Konzepte für das Lernen“ im Deutschen Architektur Zentrum DAZ. 

Die Ausstellung hat neben Analysen von beispielhaften Schulbauten eine digitale Rekonstruktion des paradigmatischen Schulbauprojekts der Dammwegschule des Pädagogen Fritz Karsen mit dem Architekten Bruno Taut von 1928 sowie 8 konzeptionelle Entwurfspositionen für einen Schulneubau auf diesem Gelände, die von Studierenden der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der TH OWL entworfen wurden, zum Inhalt. Die Ausstellung wird von Tillmann Wagner und Jasper Jochimsen für die BDA Galerie Berlin kuratiert.

RaumBildung

Konzepte für das Lernen

Die Frage nach der idealen Schule und den dafür benötigten Räumen hat Generationen von Architekten beschäftigt. So entwarf der Architekt Bruno Taut im Dialog mit dem Reformpädagogen Fritz Karsen bereits 1928 eine frühe Gesamtschule am Dammweg in Berlin-Neukölln. Das wegweisende Projekt scheiterte an politischen Widerständen und der Wirtschaftskrise.
Ausgehend von Analysen beispielhafter Schulbauten haben Studierende der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der TH OWL zeitgemäße Konzepte für das Lernen am Standort des Taut-Karsen-Projekts entwickelt. Aus Ideen zu Lernräumen, die Raum für heutige und zukünftige Lernkonzepte und Lehrformate bieten, sind Projekte für eine neue Schule entstanden, die zugleich Quartierszentrum ist.

Die Ausstellung wurde von Tillmann Wagner und Jasper Jochimsen konzipiert.


Vernissage BDA Galerie 11. August 2021, 18- 21 Uhr


Ausstellungsdauer 12. August – 28. September 2021


Finissage: Dienstag, 28.09.21, 18 Uhr

Im Weiß

Im Weiß – filmischer Walk-Through durch die Rauminstallation – BDA Galerie Berlin

AKTUELL: Gemäß den Vorgaben der Bundes- und Landesregierungen zur Eindämmung der Covid 19-Pandemie müssen Kulturinstitutionen ab 02. November 2020 für einen Monat geschlossen bleiben – so auch die BDA Galerie Berlin. 

Daher entfällt die für Dienstag, den 03.11.2020, angesetzte Eröffnung der Rauminstallation „Im Weiß“ in der BDA Galerie. 

Wir laden Sie im November zu einem virtuellen Rundgang durch die Rauminstallation „Im Weiß“ von René Kersting mittels eines kurzen filmischen Walk-Through’s ein, den Sie auf dem Blog der BDA Galerie unter https://blog.bda-berlin.de/2020/10/22/im-weis/ und vor Ort über einen QR-Code am Galeriefenster aufrufen können.

Weiterhin haben Tillmann Wagner und René Kersting einen ersten Concept-Talk als Audio aufgenommen zur Raum-Installation .

November-Dialog von René Kersting und Tillmann Wagner zum Aufbau der Rauminstallation „Im Weiß“ in der BDA Galerie Berlin

Die für den 08.12.2020 um 18.00 Uhr angesetzte Finissage wird zur Vernissage mit dem Eröffnungsdialog von René Kersting und Tillmann Wagner.

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Mit René Kerstings Arbeit „Im Weiß“ setzt die BDA Galerie Berlin das Format „Labore“ fort, das unmittelbaren Interaktionen mit dem Galerieraum gewidmet ist.

Gleich lagenweise geschichtetem, diaphanem Skizzenpapier wird in der Arbeit der Übergang aus der äußeren in eine Innenwelt durch das „Prinzip Raumfilter“ aufgeblättert und zunehmend gradiert.

Inspiriert von der Verwandlung von Fassaden durch Bauplanen und Netze teilt sie die Begeisterung August Endells für die wohltuende Wirkung der „Schleier des Tages“, die mittels perzeptorischer Filterung der „gräulichen Steinhaufen“ bis hin zur Auslöschung Raum für empfindsamere Vorstellungswelten bereiten. Aus den unterschiedlichen Wahrnehmungsperspektiven der begehbaren Raumintervention – von außen, aus dem Zwischenraum und von innen – wird ein Vexierspiel von Körper, Raum und Fläche erlebbar.

„Im Weiß“ ist ein Teil von Kerstings Werkzyklus „Weißes Rauschen“.

Die Ausstellung wird von Tillmann Wagner aus dem Kuratorium der BDA Galerie Berlin kuratiert und mit einem Dialog mit René Kersting eröffnet.