1:1 Berliner Architekturdialoge: Tim Edler ↔ Alfonso Femia

Video: 76 min, 2014, Architekturclips

Am 06.05.2014.diskutieren Tim Edler (realities:united, Berlin) und Alfonso Femia (5+1aa, Mailand) über den Einfluss der Kunst auf die Architektur und die unterschiedlichen Strategien und Arbeitsweisen von Künstlern und Architekten.

realities:united – Tim und Jan Edler
Die Brüder Jan und Tim Edler arbeiten seit 1997 an den Berührungspunkten von Kunst, Architektur und digitaler Technologie. Nach Ihrem Engagement im interdisziplinären Künstlerkollektiv gründeten sie. Kern der Arbeit des im Jahr 2000 unter dem Namen realities:united gegründeten Studios ist dabei die künstlerische Erforschung und Transformation der oftmals versteckt liegenden kulturellen, kommerziellen und informativen Kommunikations-Potentiale im urbanen und architektonischen Kontext. Dabei arbeiten sie Seite an Seite mit einigen der wichtigsten Architekturbüros der Welt, wie z.B. der Bjarke Ingels Group (BIG) und Foster & Partners. 2003 gelang ihnen mit der BIX Medienfassade an der Ostfassade des von Peter Cook entworfenen Kunsthaus Graz der internationale Durchbruch. Weltweites Aufsehen erregte 2012 ebenfalls die Museumsfassade mit integrierter Licht- und Medieninstallation für das Kunstzentrum „C4“ in Cordoba. Die Arbeit der Brüder wurde bereits mit mehreren Architekturpreisen wie dem Holcim Award for Sustainable Construction in Europe in Gold und oder dem »Goldenen Nagel«, der höchsten Auszeichnung des Art Directors Club, honoriert. Neben ihrer Tätigekeit bei realities:united gaben Jan und Tim Edler bereits an einer Vielzahl Instituten wie der Stiftung Bauhaus Dessau, dem Pasadena Art Center College in Los Angeles und der Technischen Universität Berlin ihr Wissen weiter.

5+1AA – Alfonso Femia und Gianluca Peluffo
Die 5+1AA Gründungsmitglieder Gianluca Peluffo und Alfonso Femia gehen durch die Auseinandersetzung mit Stadt, Ort und Architektur, aus deren Verhältnis sich der urbane Kontext bildet, dem aktuellen Diskurs nach. Wahrnehmung und Transformation der gebauten Wirklichkeit sind die Schüsselkonzepte einer Architektur, die „Staunen“ als Mittel der architektonischen Erfahrung kreiert und gleichzeitig realistisch und emotional, pragmatisch, sinnlich und nachvollziehbar ist. 2005 machten 5+1AA mit dem Entwurf für das „New Cinema Palace of Venice“, der mit dem Silbernen Löwen der Architektur-Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde, auf sich aufermksam. Darüber hinaus erhielten ihre Projekte viele weitere internationale Preise, wie zum Beispiel die Goldmedaille für Italienische Architektur für das Interieur der Milanese Eisfabrik in Mailand. Über ihre Arbeit als Architekten hinaus halten Alfonso Femia und Gianluca Peluffo weltweit Vorträge.

Die Veranstaltung wird von Eike Becker moderiert.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.

2D:3D [1] – die BDA Galerie zeigt: Barkow Leibinger

 

→ Kuratiert von Eike Becker

Am 08. April 2014 um 19 Uhr feiert die BDA Galerie Berlin die Premiere eines neuen Ausstellungsformats. Die BDA Galerie bildet mit der Reihe 2D:3D zukünftig ein Schaufenster für die Überlegungen zu den Themen Wirklichkeit, Wahrnehmbarkeit und Ausdehnung.
Über das unkomplizierte und doch wirkungsvolle Format der Tapete wird die Grenze zwischen Kunst und Architektur neu ausgelotet. Im diffizilen Spiel zwischen zweiter und dritter Dimension werden die Eigenheiten der visuellen Wahrnehmung betrachtet und zu Nutze gemacht. Der Blick von Außen verdeutlicht dabei den fehlenden Einfluss auf den physikalischen Raum des Betrachters, veranschaulicht aber gleichsam den von Leon Battista Alberti als fenestra aperta bezeichneten Effekt der Raumöffnung in der ebenen Fläche.

Zum Auftakt der Reihe präsentieren Barkow Leibinger (Berlin) eine auf die Örtlichkeiten der BDA Galerie zugeschnittene grafische Installation, die das Konzept von Räumlichkeit, Volumen und Fläche thematisiert und reflektiert. Die BDA Galerie erweitert mit 2D:3D ihr Spektrum und fördert den Grenzgang zwischen Kunst und Architektur.

Frank Barkow und Regine Leibinger haben 1993 ihr amerikanisch-deutsches Büro in Berlin gegründet. Zuletzt fertiggestellt wurde unter anderem der „Tour Total“ nahe des Berliner Hauptbahnhofs. Mehrere Projekte sind derzeit im Bau, so etwa der Fraunhofer Research Campus in Waischenfeld bei Bayreuth und der 2. Bauabschnitt des „Aufbau Haus“ am Moritzplatz in Berlin. 2014 gewannen Sie den 3. Preis im Wettbewerb um das Wohnhochhaus am Alexanderplatz und den 1. Preis im Wettbewerb um den Estrel Tower in Neukölln. Das Selbstverständnis des Büros ist geprägt durch das konstante Zusammenspiel von Praxis, Forschung und Lehre. Die materialbezogene Forschungsarbeit von Barkow Leibinger war in mehreren Ausstellungen zu sehen, unter anderem in der Architectural Association in London, der 11. Architektur-Biennale Venedig und der Marrakesch Biennale 2012. Im Rahmen der von Rem Koolhaas kuratierten, diesjährigen Biennale in Venedig zeigen sie einen Beitrag in der Ausstellungssektion „Elements of Architecture“.

Termine:
Vernissage: Dienstag 08. April 2014, 19 Uhr, mit einer Einführung durch Eike Becker und einem anschließendem Gespräch mit Regine Leibinger und Frank Barkow
Dauer der Ausstellung:  Mittwoch 09. April 2014 – Dienstag 29. April 2014
Finissage: 30. April  2014, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag 10 – 15 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Geschlossen: 14. April 2014 – 25. April 2014

 

Ankündigung → 2D:3D

→ Kuratiert von Eike Becker.

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Die Reihe:

Architekturpraxis bedeutet Bildpraxis. Die Rekonstruktion von Räumlichkeit im zweidimensionalen Bild zu erschaffen, bedeutet wahrnehmbare Objekte in die Fläche zu transformieren. Die wichtigste Visualisierungsaufgabe einer jeder Entwurfsskizze ist es, wesentliche Verortungen und räumliche Umsetzung grafisch durch perspektivische Techniken zu simulieren.

Diese perspektivische Projektion als Mittel zur Bildkonstruktion ist seit der Entdeckung der Zentralperspektive zur Darstellung von Erzähl-Räumen und -Architekturen im Bild eingerichtet, die „Wirklichkeit“ hält Einzug in den virtuellen Raum und auch dem Betrachter werden neue Positionen und Rollen zugewiesen. Perspektivische Projektionen finden sowohl als Simulation zur Vortäuschung von Räumlichkeit, als auch als Darstellungsmittel und Abstraktion des Raumes ihre Anwendung. Die Ambivalenz zwischen «Sein» und «Schein» der Momentaufnahme von dreidimensionalen Objekten verdeutlicht das Spannungsverhältnis von virtuellem und tatsächlichem Raum.

Das Spiel zwischen zweiter und dritter Dimension sollte primäres Medium des Konzeptes sein. Beabsichtigt ist eine speziell für diesen Ort geschaffene grafische Installation in Form einer Tapete, die die Reflektion und Thematisierung mit dem Konzept von Räumlichkeit, Volumen und Fläche beinhalten. Überlegungen zu Wirklichkeit, Wahrnehmbarkeit und Ausdehnung sollten zum Ausdruck gebracht werden. Auch soll mit dem Ornamentcharakter des Mediums Tapete gespielt werden.

Die Eigenheiten der visuellen Wahrnehmung der Dreidimensionalität in der Fläche sollten bei der Gestaltung in Betracht gezogen und sich zu Nutze gemacht werden. Der Blick von Außen verdeutlicht den fehlenden Einfluss auf den physikalischen Raum des Betrachters, veranschaulicht aber gleichsam den von Leon Battista Alberti als fenestra aperta bezeichneten Effekt der Raumöffnung in der ebenen Fläche.

Das Spektrum der Ausstellungen der BDA Galerie wird mit dieser Ausstellung sinnvoll erweitert und soll innerhalb des Berliner Kontextes auch den Grenzgang zwischen Kunst und Architektur fördern. Die Reihe beginnt im April 2014 mit einer grafischen Installation von Barkow Leibinger und wird im Juli 2014 von der Künstlerin und Stadtforscherin Stefanie Bürkle fortgesetzt.

Die Termine der Reihe 2D:3D

08.04.2014  -19 Uhr, Vernissage 2D:3D Barkow Leibinger
04.05.2014 – 19 Uhr, Finissage 2D:3D Barkow Leibinger
08.07. 2014 – 19 Uhr, Vernissage 2:3D Stefanie Bürkle MINIPAUSE
02.09.2014 – 19 Uhr, Finissage 2D:3D Stefanie Bürkle MINIPAUSE

 

Die BDA Galerie wird gefördert durch undkrauss

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1:1 Berliner Architekturdialoge: Wilfried Kuehn ↔ Pier Paolo Tamburelli

Video: 79 min, 2014, Architekturclips

Am 01.04.2014.diskutieren Wilfried Kuehn (Kuehn Malvezzi, Berlin) und Pier Paolo Tamburelli (Baukuh, Mailand) den Einfluss und das Konfliktpotential von Geschichte und Zeitgeist auf das Bauen.

Wilfried Kuehn gründete 2001 gemeinsam mit seinem Bruder Johannes und der Italienerin Simona Malvezzi das Büro KUEHN MALVEZZI. Zu Bekanntheit – besonders in der Kunstszene – gelangte das Büro durch die Einbauten für die Documenta 11 in Kassel und den Umbau der Rieckhallen neben dem Hamburger Bahnhof in Berlin, die seit 2004 die Friedrich Christian Flick Collection beherbergen. Ihr Verständnis für den künstlerischen Prozess kennzeichnet seitdem eine Vielzahl von Bauten für die Kunst. Wilfried Kuehn versteht sich nicht nur als Architekt, sondern auch als Kurator. Sein Konzept des „kuratorischen Designs“ zieht neben der Auswahl und Anordnung der Kunst auch die Architektur und den Städtebau mit ein. Diese Lehre vermittelt er als Professor für Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis am ZKM in Karlsruhe.

Pier Paolo Tamburelli ist Gründungsmitglied des 2004 aus der Taufe gehobenen Mailänder Architektenkollektivs baukuh, dass mit zahlreichen gewonnenen Wettbewerben, wie zum Beispiel dem House of Memory in Mailand auf sich aufmerksam machen konnte. Zudem waren sie mit Ausstellungen auf den Biennalen von Rotterdam und Venedig vertreten. Neben seiner Arbeit als Architekt und Künstler hat Pier Paolo Tamburelli zahlreiche Artikel und theoretische Schriften veröffentlicht und ist Herausgeber des Architekturmagazins San Rocco. Darüber hinaus lehrt er am Politecnico di Milano und dem Delfter Berlage Institute.

Die Veranstaltung wird von Urs Füssler moderiert.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.

1:1 Berliner Architekturdialoge: Hilde Léon ↔ Maria Claudia Clemente

Video: 117 min, 2014, Architekturclips

Am 11.03.2014 diskutieren in Rahmen unserer internationalen Dialogreihe Hilde Léon (Léon Wohlhage Wernik, Berlin) und Maria Claudia Clemente (Labics, Rom) über die Rolle des Masterplans als Instrument zur Stadtentwicklung und den Stellenwert des Zentrums im öffentlichen Raum.

Hilde Léon gründete im Jahr 1989 gemeinsam mit Konrad Wohlhage das Büro léonwohlhage, in das 1997 schließlich Siggi Wernik als Partner einsteigt. International machte das Büro für Architektur, Städtebau und Produktdesign mit einer Vielzahl von gewonnenen Wettbewerben, wie dem TV-Tower in Guangzhou, China, von sich Reden. Ihre Arbeiten, wie die Bremer Landesvertretung und die Indische Botschaft in Berlin, wurden vielfach prämiert, beispielsweise mit dem Deutschen Kritikerpreis und dem Architekturpreis des BDA und des Senats von Berlin. Neben der praktischen Arbeit als Architektin engagiert sich Hilde Léon in der Lehre an der Leibniz Universität in Hannover. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Berliner Baukollegiums und des Gestaltungsbeirats der Stadt Berlin.

Maria Claudia Clemente gründete 2002 mit Francesco Isidora das Büro Labics in Rom. Grundlage ihrer Arbeit ist dabei stets die diffizile Recherche der dialektischen Beziehungen der Bauten zum urbanen Kontext. Bekannt wurde das Büro durch die gewonnenen Wettbewerbe für die Manufactory for Art, Innovation and Technology in Bologna und die Reurbanisierung der Cittá del Sole in Rom. Darüber hinaus hält Maria Claudia Clemente Vorträge und leitet Workshops in einer Vielzahl von italienischen und internationalen Universitäten, wie zum Beispiel der Universität Rom und der Universität Hannover.

Die Veranstaltung wird von Brigitte Kochta moderiert.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.