CfO [1] – Ankündigung → Center for Optimism in der BDA Galerie

→ zu Gast in der BDA Galerie: Center For Optimism

Die Reihe:

Über den Zeitraum von neun Wochen wird die Gruppe Center for Optimism die BDA Galerie in einen Ort für Begegnungen und Träume verwandeln. Woche für Woche finden Veranstaltungen statt, auf denen architektonische Elemente im Rahmen von Lesungen eingeführt und mit Gästen diskutiert werden. Die Elemente basieren auf einem flexiblen Entwurf, der somit im Laufe der Zeit verwirklicht wird.

Das Center for Optimism lädt alle Besucher ein, ein Buch mitzubringen, das Teil des anwachsenden Optimismus-Archives wird. Besonders erwünscht sind Bücher, die vom Thema der jeweiligen Veranstaltung handeln oder es berühren. Das Archiv kann während der normalen Öffnungszeiten der Galerie benutzt werden.

Center for Optimism wurde von der Kuratorin Clara Meister und dem Architekten Sam Chermayeff gegründet und durch die Autorin Antje Stahl, dem Architekten Till-Moritz Ganssauge und der Architektin Johanna Meyer-Grohbrügge erweitert.

Das Raumkonzept wird von June-14, Meyer-Grohbrügge/Chermayeff und S.T.I.F.F. entwickelt und produziert.

Zukünftige Termine werden über den Newsletter des BDA Berlin, sowie die Webseite des Landesverbands und den BDA-Blog bekannt gegeben.

 

 

40/40 [5] – Hauptstadt Berlin: Eröffnung Dienstag, 11. November 2014, 19 Uhr

→ Kuratiert von Andrew Alberts, Armin Behles, Urs Füssler und Heike Hanada

Am Dienstag, den 11. November 2014 um 19 Uhr lädt die BDA Galerie in Berlin-Charlottenburg zur Eröffnung der Ausstellung „Hauptstadt Berlin“. Mit der Schau setzt die BDA Galerie ihre 2010 initiierte Reihe zu aktuellen Themen der Architektur- und Städtebaudiskussion in Berlin fort. Die Veranstaltung zielt darauf, die Frage zu beantworten, wie ein modernes Regierungsviertel und Bürgerforum für das 21. Jahrhundert aussehen könnte und wie sich dessen urbane Einbindung stärken ließe.

Im Rahmen der Eröffnung werden die Beiträge vorgestellt und diskutiert von Axel Schultes, Architekt und gemeinsam mit Charlotte Frank Gewinner des Wettbewerbes „Spreebogen 1992“ sowie Planer des Kanzleramtes, Fabio Reinhart, Architekt und Mitglied der Jury des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Spreebogen 1992 und Jens Casper, Architekt BDA.

Die Regierungsbauten der Bundesrepublik, die nach dem Hauptstadtbeschluss im Jahr 1991 geplant und ausgeführt wurden, prägen heute das Bild der Stadt Berlin in signifikanter Weise. Die ersten Bauten setzen bereits Patina an. Sie stammen aus einer Zeit, die bereits als historisch bezeichnet werden muss. Seitdem hat sich die Gesellschaft verändert, und die Stadt ist eine andere geworden. Das ist ein Anlass, diese Bauten – im Lichte des Verhältnisses von Regierten und Regierung, von Stadt und Staat, von Bürger und Gesellschaft – neu zu betrachten. Darüber hinaus klafft im Originalentwurf des „Band des Bundes“ von Axel Schultes und Charlotte Frank heute eine markante Leerstelle. Der BDA Berlin stellt im Rahmen von Vierzigaufvierzig die primäre Frage, wie an dieser für Berlin wichtigen Stelle gebaut werden muss, damit das Regierungsviertel weiterentwickelt und weitergebaut und der in öffentlicher Hand befindliche Boden für den Bürger nutzbar gemacht werden kann.

Die Ausstellung bietet BDA-Architekten und geladenen Kollegen die Möglichkeit, dem öffentlichen Diskurs Orte und Ideen für das ungenutzte Potential Berlins als Hauptstadt vorzuschlagen. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse dieser unterschiedlichen Positionen und bietet der Diskussion um die Entwicklung des Regierungsviertels ein Forum.

Hauptstadt Berlin 40/40.

Eröffnung: Dienstag, 11. November 2014, 19.00 Uhr, BDA Galerie
Galeriegespräch: Dienstag, 2. Dezember 2014, 19 Uhr
Dauer der Ausstellung: 12. November – 15. Dezember 2014
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Donnerstag 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung

40/40 [5]: Aufruf zur Teilnahme!

→ Kuratiert von Andrew Alberts, Armin Behles, Urs Füssler und Heike Hanada

[5] Hauptstadt Berlin

Die Regierungsbauten der Bundesrepublik, die nach dem Hauptstadtbeschluss im Jahr 1991 geplant und ausgeführt wurden, prägen heute das Bild der Stadt Berlin in signifikanter Weise. Die ersten Bauten setzen bereits Patina an. Sie stammen aus einer Zeit, die bereits als historisch bezeichnet werden muss. Seitdem hat sich die Gesellschaft verändert, und die Stadt ist eine andere geworden. Das ist ein Anlass, diese Bauten – im Lichte des Verhältnisses von Regierten und Regierung, von Stadt und Staat, von Bürger und Gesellschaft – neu zu betrachten. Es stellt sich die Frage, wie das Regierungsviertel weiterentwickelt und weitergebaut werden kann.

Einen Hinweis liefert das Initialprojekt der Hauptstadtplanung, das so genannte „Band des Bundes“ der Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank. Deren Wettbewerbsentwurf stach durch die Idee hervor, das Regierungsviertel durch eine durchgehende Ost-West-Bandstadt, eine Art Stadt in der Stadt, neu zu ordnen. Ihr Entwurf wurde jedoch nur in Fragmenten realisiert. Zwischen den Bauten der Exekutive (Kanzleramt) und der Legislative (Paul-Löbe-Haus) war ein Gebäudekomplex vorgesehen, der nicht nur in städtebaulicher Hinsicht, sondern auch politisch-konzeptionell eine Ergänzung darstellen sollte. Die Planung und Realisierung des sogenannten „Bürgerforums“, gewissermaßen ein Bau für den Souverän, wurde früh aufgegeben. So klafft heute mitten im „Band des Bundes“ eine markante Leerstelle. Man hat versucht, diese Lücke freiraumplanerisch zu kaschieren und einen Platz zu gestalten. Aber räumlich wie verkehrstechnisch bleibt die Situation irritierend. Nebenan, auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude, steht ein Containerdorf der Sicherheitsabfertigung. Wie der Tagespresse zu entnehmen ist, lässt der Bundestag prüfen, ob der Andrang der in- und ausländischen Bürger in einem „unterirdischen Besucherzentrum“ kanalisiert werden kann.

Die BDA Galerie Berlin ruft dazu auf, im Rahmen von Vierzigaufvierzig die Entwicklung des Hauptstadtgedankens entwurflich weiter zu denken. Wir fragen: Wie könnte ein Bürgerforum für das 21. Jahrhundert aussehen? Was kann ein modernes Regierungsviertel als integraler Teil der Stadt leisten? Wie ließe sich seine urbane Einbindung stärken? Wie bauen wir hier – wo sich reichlich Boden in öffentlicher Hand befindet – die Stadt weiter?

Vierzigaufvierzig

Die Reihe „Vierzigaufvierzig“ ist ein Beitrag der BDA-Galerie zur Architektur- und Städtebaudiskussion in Berlin. BDA Mitglieder und geladene Kollegen werden gebeten, zu relevanten Fragen der baulichen Entwicklung der Stadt skizzenhaft im Format der klassischen Papierserviette – 40 cm x 40 cm – ihre Position zu formulieren und im Rahmen einer Ausstellung zur Diskussion zu stellen. Alle Einsendungen werden ausgestellt. Die Beiträge werden durch drei geladene Kritiker am Abend der Eröffnung diskutiert und kommentiert.

Des Weiteren werden die eingesandten Beiträge im Blog der BDA Galerie veröffentlicht. In einem exklusiven Preview können Sie bereits jetzt unter dem folgenden Link die Beiträge zuVierzigaufvierzig aus den vorangegangenen Jahren seit 2010 einsehen: http://blog.bdaberlin.de/category/bda-galerie/vierzigaufvierzig/
Vierzigaufvierzig ist ein Forum für Ideen, kein klassischer Ideenwettbewerb. Statt auf aufwändige und ausformulierte Beiträge zielen wir, über das Medium der spontanen Entwurfsskizze, auf die noch fragile Intensität eines ersten Entwurfsgedankens.

Wir erwarten pointierte Statements, mit denen sich der BDA Berlin als ein Zusammenschluss von Architekten präsentiert, die sich mit der Stadt auseinandersetzen und ihre Ideen in denöffentlichen Diskurs einbringen.

Modalitäten

1. Abgabe

– Der Beitrag wird in Skizzenform im Format 40cm x 40cm erbeten. Die Arbeitsform und das Material sind dabei frei bestimmbar (alle Beiträge werden zur Präsentation in der BDA Galerie ausgestellt und sollten für eine Wandhängung geeignet sein).

– Der Beitrag ist nur auf der Rückseite mit dem Namen des Verfassers zu versehen (die namentliche Kennzeichnung für die Ausstellung übernimmt das kuratorische Team).

– Der Beitrag wird zusätzlich als pdf-Format sowie als jpg (300 dpi bei 15 x 15 cm) erbeten, (auf einer CD, versehen mit dem Namen des Verfassers), um die Pressearbeit etc. zu erleichtern. Es ist beabsichtigt die Beiträge (auch im Internet) zu veröffentlichen. Wir gehen von der Zustimmung der Teilnehmer aus.

– Zusätzlich erbitten wir die angehängte Verfassererklärung mit vollständigen Kontaktdaten des Verfassers als Word-/Textdatei oder pdf sowie zusätzlich als Ausdruck.

2. Ansprechpartner

Andrew Alberts: vierzigaufvierzig@googlemail.com

3. Kritiker

Die Beiträge werden von drei geladenen Kritikern in einer internen Vorrunde besprochen und bei der Ausstellungseröffnung öffentlich kommentiert.

Axel Schultes, Architekt, Berlin, gemeinsam mit Charlotte Frank Gewinner des Wettbewerbes Spreebogen 1992 und Planer des Kanzleramtes

Fabio Reinhart, Architekt, Lugano, Mitglied der Jury des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Spreebogen 1992;

Jens Casper, Architekt BDA, Berlin

4. Zeitablauf

Aufruf zur Teilnahme: Dienstag, 1. Oktober 2014

Abgabe der Beiträge: bis Donnerstag, 06. November 2014, 12.00 Uhr
Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V., Mommsenstrasse 64, 10629 Berlin (bitte Öffnungszeiten beachten: Mo, Mi und Do 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung)

Ausstellungseröffnung
Dienstag, 11. November 2014, 19.00 Uhr, BDA Galerie

Galeriegespräch
Dienstag, 2. Dezember 2014, 19.00 Uhr, BDA Galerie

Ausstellung
Mittwoch, 12. November 2014 – Montag, 15. Dezember 2014
Öffnungszeiten der Galerie: Mo, Mi und Do 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung

2D:3D [2] – die BDA Galerie zeigt: Stefanie Bürkle

→ Kuratiert von Eike Becker

Die BDA Galerie Berlin setzt ihr neues Ausstellungsformat 2D:3D zur Erforschung des Grenzbereichs zwischen Kunst und Architektur mit der Installation MINIPAUSE der Künstlerin und Stadtforscherin Stefanie Bürkle fort. Zur Vernissage am  Dienstag, 8. Juli 2014 um 19 Uhr entsteht in den Räumen der Galerie ein Spiel mit den Wirklichkeiten der Stadt, den Maßstäben von Fläche und Raum und einem Wechsel von Innen und Außen. Ein Modellschnittbogen einer Berliner Straßenecke mit Falaffel-Imbiß und vietnamesischem Textilhandel wird im Maßstab 1:1 als zweidimensionales Modell in die Galerie eingebaut. Interkulturelle Raumbezüge aus Friedrichshain wandern nach Charlottenburg.

Migration und Raum stehen im Fokus von Stefanie Bürkles künstlerischen Forschungsprojekten. 2009 wurde „placemaking | Migration und Mauerfall“ in der Berlinischen Galerie und im Kunstraum der Schering Stiftung gezeigt. Mit ihrem aktuellen interdisziplinären Kunstprojekt forscht Stefanie Bürkle über Migration und Architektur in der Türkei.

Stefanie Bürkle ist Künstlerin und Stadtforscherin. Seit 2009 ist sie Professorin für Bildende Kunst am Institut für Architektur der TU Berlin.
Themen wie die Produktion von Raum, künstliche Welten, Identität und Architektur untersucht sie mithilfe unterschiedlicher Medien wie Malerei, Fotografie und Video.
Darüber hinaus überprüft Stefanie Bürkle die übliche Wahrnehmung der Stadt durch neue Lesarten von Projektionsflächen und den Räumen dahinter. Das Projekt Beirut Berlin, ein Vergleich zweier Städte nach der Teilung, sowie Eiscafé Venezia in Deutschland, der Palast der Republik als Berliner Tapete fürs Wohnzimmer und zuletzt Placemaking sind einige ihrer Projekte und Arbeiten, die internationale Beachtung fanden. Stefanie Bürkle stellte unter anderem in der Berlinischen Galerie- Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Berlin, der Stiftung Bauhaus Dessau, der National Academy of Science in Washington DC, storefront for art and architecture New York, der Staatsgalerie Stuttgart und auf Biennalen in Kwangju und Venedig aus.

Termine:
Vernissage: Dienstag 08. Juli 2014, 19 Uhr; zur Einführung spricht Andre Alberts, anschließend Gespräch mit Stefanie Bürkle
Dauer der Ausstellung:  Mittwoch 09. Juli 2014 – Dienstag 02. September 2014
Finissage: 02. September 2014, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag 10 – 15 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Geschlossen: Montag 28. Juli 2014 – Donnerstag 07. August 2014

1:1 Berliner Architekturdialoge: Frank Barkow ↔ Carlo Ratti

Video: 106 min, 2014, Architekturclips

Am 24.06.2014.diskutieren Frank Barkow (Barkow Leibinger, Berlin) und Carlo Ratti (Carlo Ratti Associati, Turin) über den zunehmenden Stellenwert der Gewinnung und Verarbeitung digitaler Informationen in der Architektur und den transformativen Einfluss neuer Technologien Medien und interaktiver Materialien behandeln.

Frank Barkow ist seit 1993 gemeinsam mit Regine Leibinger im renommierten amerikanisch-deutschen Büro Barkow Leibinger in Berlin tätig, das eine Vielzahl beachteter Projekte im In- und Ausland realisiert. Zuletzt fertig gestellt wurde unter anderem der „Tour Total“ nahe des Berliner Hauptbahnhofs. Mehrere Projekte sind derzeit im Bau, so etwa der Fraunhofer Research Campus in Waischenfeld bei Bayreuth und der 2. Bauabschnitt des „Aufbau Haus“ am Moritzplatz in Berlin. 2014 gewannen Barkow Leibinger den 3. Preis im Wettbewerb um das Wohnhochhaus am Alexanderplatz und den 1. Preis im Wettbewerb um den Estrel Tower in Neukölln. Das Selbstverständnis des Büros ist geprägt durch das konstante Zusammenspiel von Praxis, Forschung und Lehre. Die materialbezogene Forschungsarbeit von Barkow Leibinger war in mehreren Ausstellungen zu sehen, unter anderem in der Architectural Association in London, der 11. Architektur-Biennale Venedig und der Marrakesch Biennale 2012. Im Rahmen der von Rem Koolhaas kuratierten, diesjährigen Biennale in Venedig zeigen sie einen Beitrag in der Ausstellungssektion „Elements of Architecture“.

Carlo Ratti bearbeitet mit Büros in Boston, Turin und London auf verschiedenen Kontinenten Projekte von verschiedensten Maßstäben. Dabei konzentriert er sich auf die Erforschung der Auswirkungen von neuen Technologien auf die Architektur im Sinne einer nachhaltigen Zukunft. Bereits 2007 wurde Carlo Ratti vom italienischen Kulturminister in den Designrat seines Heimatlandes berufen. Internationale Bekanntheit erlangte Ratti, der auch Inhaber diverser Patente ist, durch seinen Digital Water Pavillion auf der Weltausstellung von Saragossa, der 2008 vom TIME Magazine zu einer der besten Erfindungen des Jahres gekürt wurde. Derzeit entwickelt er den Future Food District für die Neben seiner Tätigkeit als Architekt und Ingenieur hat Carlo Ratti eine Vielzahl von Fachartikeln für Architekturmagazine und Bücher und leitet am Massachusetts Institute of Technology das Sensable City Lab.

Die Veranstaltung wird von Brigitte Kochta moderiert.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.