Kategorie: Landesverband BDA

BDA-Stadtsalon

→ Organisiert und moderiert von Claus Käpplinger

Die zeitgenössische Stadt mit all ihren Facetten ist das Themenfeld des „BDA-Stadtsalons“, der seit 2007 interdisziplinär Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Künstler, Baubeamte, Soziologen, Architekturtheoretiker und –publizisten zu gemeinsamen Diskussionen sechs bis sieben Mal pro Jahr zusammenführt. Organisiert von dem Berliner Architekturkritiker Claus Käpplinger stellen hier wechselnde Referenten unterschiedlichster Professionen neue Perspektiven und Fragen zur Stadt vor.

Dazu strukturieren die Referenten mit ihren 30-minütigen Vorträgen stets kompetent das jeweilige Thema vor. Denn anders als bei vielen Veranstaltungen stehen hier nicht Monologe, sondern die Diskussion unter den Teilnehmern im Mittelpunkt der Abende, die zu Positionsnahmen animieren wollen. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Freitagsabend-Treffen stets in wechselnden privaten Räumen – zumeist in Wohnungen oder Ateliers – statt finden. Eine persönliche Anmeldung ist für die Teilnahme erforderlich, da viele private Räume nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmern aufnehmen können und auch die Organisation von Buffet und Getränken seitens der Gastgeber kalkuliert werden will. Zudem erlaubt oft erst eine gewisse Kontinuität von Partizipation eine Basis des Vertrauens, um sich wirklich offen zu äußern.

Damit knüpft der „BDA-Stadtsalon“ an seinen Vorläufer, den „Stadtsalon“ an, der von Claus Käpplinger privat organisiert 42mal von 1998 bis 2005 stattfand. Wie dieser leitet hier auch ein Buffet jeden Abend ein, das viele private Konversationen und das Abstreifen der Arbeitswoche erleichtert. Mit der Wiederbelebung dieses Konzeptes hat sich der Kreis der Teilnehmer erheblich erweitert. Mehr als 140 Teilnehmer aus Berlin und andernorts stehen derzeit auf der Einladungsliste, von denen sich zumeist 24 bis 36 an einem Abend einfinden.

Mit Franz Eberhard, dem damaligen Direktor des „Amtes für Städtebau“ in Zürich begann am 4. Mai 2007 die erste Jahresreihe. „Städtebau in Zürich und China“ präsentierte er in seinem Vortrag, der in eine sehr kontrovers geführte Diskussion über die zeitgenössischen Entwicklungsstrategien mündete. Dem Jahres-Themenblock „Städtebau und Stadtplanung heute“ folgten 2008 „Die Grammatik der Stadt“ u.a. mit Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, 2009 „Grenzbereiche“, 2010 „Architekturtheorie“ und 2011 „Berliner Orte“. 2012 entfiel die enge Bindung an ein Jahresthema, um unmittelbarer interessante Themen und Referenten im BDA-Stadtsalon zur Diskussion stellen zu können. Dabei ergaben sich aber wiederkehrend kleinere Themenblöcke wie etwa 2013 „Internationale Architekturentwicklungen“ mit Beiträgen zu den Niederlanden, Großbritannien und Brasilien. 2015 sprachen u.a. Prof. Kerstin Wittmann-Englert über „Wert und Wertung. Baukunst der 60er Jahre“, Karsten Schubert zu „Der Körper Raum Konflikt“ oder Florian Dreher zu „Opulenz und neue Häuslichkeit“.

2015 wurden zusätzlich zwei neue Formate mit dem „Brainstorm-Position-Format“ und dem „Battle-Format“ geschaffen. Das erste Format angelehnt an Pecha Kucha stellt eine Frage in den Raum, um individuelle Kurz-Positionsnahmen möglichst vieler Teilnehmer zur Diskussion zu stellen wie etwa im April 2015 die Frage „Welches Gebäude war/ist für dich zukunftsweisend?“. Das „Battle-Format“ soll hingegen erlauben, dass zwei bis drei Teilnehmer kontroverse Positionen ausführlicher zur Diskussion stellen können, was jedoch bislang noch nicht genutzt wurde. Ab 2016 wird nun auch einmal pro Jahr ein BDA-Stadtsalon außerhalb des gewohnten halb-öffentlichen Rahmens mit Gästen dezidiert öffentlich statt finden.

Wer Interesse an einer Teilnahme hat oder gern einmal den BDA-Stadtsalon als Gastgeber aufnehmen möchte oder von einem anderen möglichst kostenneutralen Ort weiß, kann sich bei dem Organisator Claus Käpplinger (c.kaepplinger@t-online.de) melden. Neben vielen Büros und Wohnungen fanden so einige Abende auch in neuen Gebäuden oder kulturellen Institutionen statt. Der BDA-Stadtsalon ist stets auf der Suche nach interessanten Teilnehmern/innen, Referenten/-innen und Räumen in Berlin – und ist damit stets auch offen für neue Themenvorschläge zu Stadt, Architektur, Gesellschaft und Wahrnehmung.

STADTGESTALTEN – Finissage

16.07.15
BDA Galerie, Berlin

Anlässlich der Finissage der Ausstellung STADTGESTALTEN. Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens fanden sich gestern auch Ursulina Schüler-Witte, Helga Schmidt-Thomsen, Hinrich Baller und Wolf R. Eisentraut zum persönlichen Austausch mit den Ausstellungs- und Filmemachern über die Gestaltung und Entwicklung der Stadt in Vergangenheit und Zukunft in der BDA Galerie ein.

Die Interviews mit den Zeitzeugen sind weiterhin als DVD mit Begleitheft ist weiterhin über die Geschäftsstelle des BDA Berlin in der Mommsenstraße 64, 10629 Berlin erhältlich.

Begleitheft mit DVD: STADTGESTALTEN Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens Herausgegeben vom Bund Deutscher Architekten Landesverband Berlin Berlin 2015, ISBN 978­3­00­049705­6, Verkaufspreis 17,00 Euro

Weitere Informationen und Bestellung Begleitheft / DVD: Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V. Petra Vellinga Mommsenstraße 64, D-10629 Berlin Tel. +49-(0)30-886 83 206 vellinga@bda-berlin.de

STADTGESTALTEN. Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens
BDA Galerie, Mommsenstraße 64, 10629 Berlin-Charlottenburg
Ausstellung 24. Juni – 15. Juli 2015

STADTGESTALTEN – Trailer

Begleitheft mit DVD: STADTGESTALTEN Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens Herausgegeben vom Bund Deutscher Architekten Landesverband Berlin Berlin 2015, ISBN 978­3­00­049705­6, Verkaufspreis 17,00 Euro Weitere Informationen und Bestellung Begleitheft / DVD: Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V. Petra Vellinga Mommsenstraße 64, D-10629 Berlin Tel. +49-(0)30-886 83 206 vellinga@bda-berlin.de

STADTGESTALTEN – Ausstellungseröffnung

24.06.15
BDA Galerie, Berlin

Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens

Aus Anlass seines 100. Gründungsjubiläums wagt der BDA Berlin den Blick zurück und erteilt in einer Filmreihe langjährigen Weggefährten, Mitstreitern für die Baukultur und prägenden Gestaltern der Stadt das Wort.

Die BDA Galerie lädt am 24. Juni 2015 um 19 Uhr zur Erstpräsentation der Filme und zur Eröffnung der Ausstellung STADTGESTALTEN. Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens in ihre Räume in der Mommsenstraße 64 in Berlin-Charlottenburg. Zur Einführung spricht der Architekt und Architekturtheoretiker Prof. Jörg H. Gleiter (TU Berlin). Begleitend erscheint eine DVD mit den Kurzfilmen und weiteren Informationen zu den Filmen.

Im Rahmen seines Fundamente-Projektes hat der BDA Berlin seit 2011 siebzehn Berliner Stadtgestalter zu ihren persönlichen Erfahrungen mit dem BDA und ihren Erinnerungen an maßgebliche stadtbaupolitische Ereignisse befragt.

Aus einer Auswahl der Mitschnitte hat der BDA in Kooperation mit Erika Mühlthaler und Fred Plassmann (architekturclips) eine Kurzfilmreihe produziert, die nun innerhalb der eigens dafür konzipierten Ausstellung gezeigt wird.

Die Kuratoren der Ausstellung Carola Schäfers, Lukas Schwind und Sebastian Wolf kreieren mit Original-Fundstücken der interviewten Protagonisten und mit zeitbezogenen Möbelstücken einen erweiterten Kontext für die Kurzfilme. Die BDA Galerie lädt hier zu einer kleinen Zeitreise ein. Der Ort der Ausstellung wird mit den Orten der Interviews und den Zeitzeugen direkt in Zusammenhang gesetzt. Dies weckt im Betrachter eigene Assoziationen und macht die Geschichte der Stadtgestalter erlebbar. Der Besucher kann in unterschiedlichen Situationen verweilen und selbst gewählt einzelne Interviewfilme sehen und hören.

Gezeigt werden Kurzfilme mit Hilde Weström (†), Hardt-Waltherr Hämer (†), Georg Heinrichs, Bruno Flierl, Jürgen Nottmeyer, Ursulina Schüler-Witte, Hinrich Baller, Helga Schmidt-Thomsen und Wolf R. Eisentraut.

„STADTGESTALTEN“ – Die Interviewreihe

Zwischen 2011 und 2014 wurden 17 Zeitzeugen der Geburtsjahrgänge 1912 bis 1946 interviewt, denen gemein ist, sich in ihrem Berufsleben für die Gestaltung der Stadt, die Gestaltung Berlins zu engagieren. Die Gespräche führte Erika Mühlthaler für den BDA, Fred Plassmann (architekturclips) zeichnete sie per Videomitschnitt auf.

Der Fokus lag anfangs auf dem Verhältnis dieser Persönlichkeiten zum BDA Berlin. Viele sind dem Verband seit Jahrzehnten verbunden, manche haben ihn wieder verlassen, andere waren nie Mitglied.

In persönlich geführten Interviews in „heimischer“ Umgebung wurden alle Zeitzeugen anhand eines standardisierten Fragenkataloges befragt. Ziel war es, eine gewisse Vergleichbarkeit zu schaffen und zugleich Einblick zu geben in die jeweils eigene Sicht der Protagonisten auf den Landesverband sowie ihre persönlichen Erfahrungen positiver und auch negativer Art.

Herausgekommen ist viel mehr: Der Zuschauer hört sehr persönliche Geschichten, ein kleines, aber bedeutungsvolles Stück Stadtgeschichte aus der Sicht der Protagonisten, die in der Gesamtschau ein vielschichtiges Bild entstehen lassen.

Wir erfahren unterschiedliche Positionen zur Entwicklung und Gestaltung der Stadt, Berichte zu Aktivitäten und Funktionsweise des BdA der DDR, Entstehungsgeschichten prominenter Berliner Bauwerke, die Rolle des Senats von Berlin und vieles mehr – als unvollständiger, doch pointierter Ausschnitt der Bau-Geschichte Berlins.

STADTGESTALTEN. Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens
BDA Galerie, Mommsenstraße 64, 10629 Berlin-Charlottenburg
Ausstellung 24. Juni – 15. Juli 2015
Eröffnung am 24. Juni, 19 Uhr

Öffnungszeiten
montags, mittwochs und donnerstags von 10. – 15. Uhr
freitags, samstags und sonntags von 14. – 18. Uhr
Sonntag den 5. Juli von 11. – 17 Uhr

Wir danken für die freundliche Unterstützung:

Bericht: 43. Umweltausschusssitzung am 25.3.2015 im Paul-Löbe-Haus

Bundestag, öffentliches Fachgespräch. Mitglieder des Arbeitskreises Spreebogen/Bundesforum besuchen die 43. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Paul-Löbe-Haus. Tagesordnungspunkt: Baukulturbericht 2014/15 der Bundesstiftung Baukultur und Stellungnahme der Bundesregierung.

Der Baukulturbericht ist hier herunterladbar: http://www.bundesstiftung-baukultur.de/informationen/baukulturbericht.html

Reiner Nagel kommt in seinen Ausführungen auf die Situation der Aussenräume am Spreebogen und die Planung des BIZ (Besucher-/Informationszentrum des Deutschen Bundestags) zu sprechen. Weiterlesen