Neu im BDA [2009]

23. März bis 18. Juni 2009

Die Ausstellung „Neu im BDA“, die bis zum 18. Juni 2009 verlängert wurde, zeigte auf dreizehn Tafeln einen Querschnitt der Arbeit der neuen BDA Mitglieder. Das Spektrum der dargestellten Projekte reichte vom kleineren Innausbau bis zu großen Museumsprojekten im internationalen Rahmen. Die Präsentationen wurden von den Architekten selbst gestaltet.

Die Neuen Mitglieder des BDA Berlin sind:

Öffentlichkeit Bauen [3] – Orte

Bild©Marcus Bredt: Kindertagesstätte Griechische Allee von Behles & Jochimsen Architekten

27. Januar bis 12. März 2009

Am Montag, den 26. Januar 2009 um 19 Uhr wurde in der Galerie des BDA Landesverbandes Berlin die Ausstellung „Öffentlichkeit Bauen. Orte“ eröffnet. Der dritte und letzte Teil der Ausstellungsserie „Öffentlichkeit Bauen“ griff nach den öffentlichen Zeichen und den öffentlichen Innenräumen nun ein weiteres zentrales Thema in der aktuellen europäischen Architekturdiskussion auf: die Frage nach dem Ort und seinem Verhältnis zur Öffentlichkeit.

Gezeigt wurden die Kindertagesstätte Griechische Allee von Behles & Jochimsen Architekten, ein Hörsaal und Laborgebäude in Zittau von Tilmann Bock und Norbert Sachs Architekten, das Gemeindezentrum Großzieten von Klaus Block, die Neue Stadtmitte Stuttgart-Vaihingen von Leon Wohlhage Wernik Architekten sowie das Museum Luther-Geburtshaus in Eisleben von Springer Architekten.

Die fünf Projekte stehen für die Vielfalt öffentlicher Orte. Es handelt sich um ein Gemeindezentrum, eine Schule, eine Hochschule, ein Einkaufscenter und ein Museum. Was die Projekte bei allen Unterschieden in Form und Material jedoch miteinander verbindet, ist die besondere Qualität des öffentlichen Ortes, der durch sie entsteht.

Wie schon in den beiden vorhergehenden Ausstellungen sind es nicht alleine Bauten für öffentliche Bauherren. Vielmehr bestätigte auch diese Ausstellung erneut, dass der Begriff des „Öffentlichen“ im Wandel begriffen ist. Der Begriff des öffentlichen Raumes weitet sich zunehmend auf private Projekte aus. Gleichwohl droht gerade dadurch auch eine Einschränkung, bieten viele vermeintlich „öffentliche“ Orte doch nur noch Raum für eine ausgewählte Teilöffentlichkeit. Insofern versteht sich auch dieser abschließende Teil der Ausstellungsreihe als eine Anregung, um über die Begriff „Öffentlichkeit“ und „öffentliches bauen“ weiter nachzudenken – und darüber, welche Ansprüche wir an öffentliche Orte in unserer gebauten Umwelt künftig haben.

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Bild©Ulrich Schwarz: Gemeindezentrum Großzieten von Klaus Block

Öffentlichkeit Bauen [2] – Räume

Bild©Stefan Wolf Lucks: „Berghain“ von Karhard Architekten

28. Oktober bis 11. Dezember 2008

Am Montag, den 27. Oktober 2008 um 19 Uhr wurde in der Galerie des BDA Landesverbandes Berlin die Ausstellung „Öffentlichkeit Bauen. Räume“ eröffnet. Im Rahmen der thematischen Reihe zum architektonischen Umgang mit Öffentlichkeit geht es im zweiten Teil um die architektonische Entwicklung öffentlicher Innenräume. Thomas Kaup, Mitglied des kuratorischen Teams, führte in das Thema ein.

Gezeigt wurden das „Berghain“ von Karhard Architekten – ein Club in einem ehemaligen Umspannwerk in der Nähe des Ostbahnhofs –, der Erweiterungsbau der Stadtverwaltung Weimar von Reimar Herbst sowie der Wettbewerbsentwurf für die Neugestaltung des Zuschauerraums der Berliner Staatsoper von Klaus Roth.

Die Gestaltung der Beiträge, die Auswahl der Bilder sowie die Erläuterungen bleiben auch diesmal in den Händen der Architekten. Damit spiegelt die Ausstellung die Breite möglicher Haltungen im Umgang mit für die Öffentlichkeit bestimmten Räumen wider und erlaubt auch Einblicke in die unterschiedlichen Ansprüche, die mit diesen Räumen an die Nutzer gestellt werden.

Anders als das Äußere eines Gebäudes, das bei jedem zufälligen Passanten als Zeichen wirken kann, bleiben Innenräume naturgemäß einer Teilöffentlichkeit vorbehalten. Zudem berührt die Spezialisierung eines Gebäudes auch dessen Eigenschaft als öffentliches Gebäude. Die gezeigten Projekte stehen für sehr unterschiedliche Ansätze, die Gesellschaft, die sich in einem Raum darstellt, genau und zeitgebunden oder – im Gegenteil – offen und allgemeingültig räumlich zu inszenieren. Dabei wird die Frage nach der architektonischen Angemessenheit der Innenräume ebenso untersucht wie die Rolle der zeitlichen Gebundenheit der architektonischen Form.

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Bild©Klaus Roth: Zuschauerraums der Berliner Staatsoper von Klaus Roth

Öffentlichkeit Bauen [1] – Zeichen

Bild®franck: Hauptpforte eines Firmengeländes in Ditzingen von Barkow Leibinger Architekten

21. Juli bis 19. September 2008

Am 21. Juli 2008 um 19:00 wurde in der Galerie des BDA Landesverbandes Berlin die Ausstellung „Öffentlichkeit Bauen. Zeichen“ eröffnet. Christine Edmaier, Vorsitzende des BDA Berlin, sowie der Architekturtheoretiker Werner Sewing begleiteten als Sprecher den Abend. Die Schau, die bis zum 19. September  2008 zu sehen war, bildete den Auftakt einer neuen thematischen Reihe der BDA-Galerie zum architektonischen Umgang mit dem Begriff Öffentlichkeit.

Gezeigt wurden die Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein von Anderhalten Architekten, die Hauptpforte eines Firmengeländes in Ditzingen von Barkow Leibinger Architekten sowie das LIO Einkaufszentrum in Berlin von Prof. Benedikt Tonon.

Anhand der drei sehr unterschiedlichen Bauaufgaben wurde exemplarisch aufgezeigt, wie gebaute Architektur den öffentlichen Raum, den physischen Ort, stark prägen und zugleich als ein Zeichen fungieren kann, welches das Gebäude über den Ort hinaus in einen weiteren gesellschaftlichen Zusammenhang stellt. Dabei wurde auch untersucht, wie diese beiden Aspekte zueinander in Beziehung stehen und wie sie allgemein wahrgenommen werden.

Das Zeichenhafte ist ein herausragender Aspekt der Gestaltung dieser Gebäude. Es handelt sich dabei um ganz alltägliche Bauaufgaben – ein kleines Einkaufszentrum, eine Hochschule, ein Werkstor -, die – ganz nebenbei – bestens die Nutzungen erfüllen, denen sie ihre Existenz verdanken.

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Bild®huthmacher: Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein von Anderhalten Architekten

Wohnen in der Stadt [3]: Stadtwohnen – Im Grünen

Bild: Quick Bäckmann Quick + Partner: Wohnen am Wannsee

23. Januar bis 28. Februar 2008

22 Wohnungsplanungen in den grünen Quartieren der Stadt stellte die dritte und letzte Ausstellung der BDA Galerie zum Thema Wohnen in der Stadt zur Diskussion. In die Zukunft gerichtete, experimentierfreudige Architektur verbindet man gemeinhin mit den Bauten in der Innenstadt, wie sie die beiden vorangegangenen Ausstellungen vorgestellt haben. Der vorstädtische „Traum vom eigenen Haus“ weckt Bilder von Wohnhäusern, die sich selbstgenügsam hinter die Grenzen ihres Grundstücks zurückziehen. Eine Auseinandersetzung mit offensiven Planungsideen ist in den Randlagen der Städte weniger zu erwarten. Diese Ausstellung zeigt, dass es auch anders geht. Die ausgestellten Projekte in offener Bebauung nehmen architektonische Themen auf, die eher dem innerstädtischen Wohnungsbau zugeordnet werden. In der Großzügigkeit und Flexibilität der Grundrisse spiegeln sich gegenwärtige Vorstellungen des Zusammenlebens und der Alltagsorganisation wider. Die ungleich größeren gestalterischen Freiheiten des allein stehenden Hauses nutzen die Architekten, eine individuelle Adresse für die Bewohner zu schaffen.

Die Architektur der 22 Häuser zeugt von einem städtischen Selbstverständnis. Der städtische Charakter ist auch durch das Verhältnis des Hauses zum Außenraum bestimmt. Die Kommunikation mit dem Umfeld, die in der Innenstadt Bestandteil des urbanen Lebensgefühls ist, verlangt in den geräumigeren Bereichen der Stadt eine bewusste Setzung im Entwurf. Die Entscheidung, wie extrovertiert das Haus sich zu seiner Umgebung verhält, bestimmt die Art des Kontaktes mit der Nachbarschaft und dem öffentlichen Raum. Die vorgestellten Projekte zeigen, wie unterschiedlich der städtische Gestus im Bauen sich ausdrückt, wenn er sein gewohntes Feld verlässt.

In der Ausstellung zu sehen waren Projekte von: Anderhalten Architekten, Barkow Leibinger Architekten, Becher + Rottkamp, koopX Böhning Elger Kellerer Schüler Zalenga, Architekturbüro Christine Edmaier, Eingartner Khorrami Architekten, Ern+ Heinzl Architekten Berlin Solothurn, Oliver Collignon Architekt BDA, Gussmann + Valentien Atelier , Heide | von Beckerath | Alberts, Helm Westhaus Architekten, Springer Architekten BDA mit Johannes Sierig, Kaup + Wiegand, Klaus Schlosser Architekten BDA, Lehrecke Architekten BDA, cc.mehlhose + thomas reinke, Nägeliarchitekten, Quick Bäckmann Quick + Partner, Scheidt Kasprusch Gesellschaft von Architekten mbH, Weis & Volkmann Architektur, Winking Böckler Froh Gesellschaft von Architekten mbH.