Kategorie: 1:1 Berliner Architekturdialoge
1:1 Berliner Architekturdialoge [2012]: Jürgen Meyer H. ↔ Guillaume Sibaud
Am 07. Februar 2012 begegnen sich Jürgen Mayer H. (Jürgen Mayer H. Architects, Berlin) und Guillaume Sibaud (Tryptique, Sao Paulo), um zu diskutieren, wie man in Städten Plätze mit Aufenthaltsqualitäten für die Öffentlichkeit kreieren kann. Darüber hinaus steht die persönliche Herangehensweise an den Entwurf ausgehend vom Dialog oder mit Konzentration auf das Design im Mittelpunkt des Dialogs.
Jürgen Mayer H. arbeitet mit seinem 1996 in Berlin gegründeten Büro J. MAYER H an den Schnittstellen von Architektur, Kommunikationsdesign und Neuen Technologien. Dabei spielt der Einsatz interaktiver Medien und responsiver Materialien eine zentrale Rolle bei der Produktion von Raum. In kooperativen Teams wird, von Installationen bis zu städtebaulichen Entwürfen und internationalen Wettbewerben, multidisziplinäre Raumforschung zum Verhältnis von Körper, Natur und Technologie erarbeitet und realisiert. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis-Emerging-Architect-2003, dem Winner Holcim-Award-Bronze-2005 für nachhaltige Architektur und dem 1. Preis des Audi Urban Future Award 2010. Er ist ebenfalls mit Projekten in Sammlungen wie dem MoMA NY und dem SF MoMA vertreten.
Guillaume Sibaud gründete 2000 gemeinsam mit Greg Bousquet, Carolina Bueno und Olivier Rafaelli das französisch-brasilianische Büro Triptyque mit Sitz in São Paulo und Paris. In ihren Projekten setzen sich die Architekten mit den Anforderungen dynamisch wachsender Städte auseinander. Der Name Triptyque ist dem griechischen „tri ptyche“ (= eine Arbeit oder ein Objekt, das aus drei Teilen besteht) entlehnt und verdeutlicht die kreative Arbeitsweise, die auf einem Austausch von Kulturen und Erfahrungen beruht. Weitere zentrale Themen sind Transparenz, ineinandergreifende Räume und die Aufhebung räumlicher Grenzen. Triptyque wurde im Jahr 2008 vom französischen Kultusministerium mit dem NAJA Award ausgezeichnet, einem Preis, der die bislang prominentesten Namen in der jungen französischen Architekturszene zum Vorschein brachte. Weitere Auszeichnungen folgten 2009 mit dem 1. Preis der Architekturbiennale São Paulo und 2010 mit dem Zumtobel Group Award in der Kategorie „Gebaute Umwelt“.
Die Veranstaltung wird von Eike Becker moderiert.
Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.
1:1 Berliner Architekturdialoge: Martin Rein-Cano ↔ Jean-Christophe Masson
Video 106 min insgesamt, 2013, Architekturclips
Am 17. Januar treten Jean-Christophe Masson (Hamonic + Masson & Associés, Paris) und Martin Rein-Cano (Topotek 1, Berlin) in einen Dialog, um die unterschiedlichen Herangehensweisen eines Architekten und eines Landschaftsarchitekten miteinander zu vergleichen. Thematisch dreht sich das Gespräch zum einen um die Ergänzung eines architektonischen Entwurfs mit Landschaftsgestaltung im Kontext der Nutzung durch den Menschen. Ein weiterer Kernpunkt des Dialogs ist der Umgang mit einschneidenden Veränderungen auf sozialer und technologischer Ebene und ihre Einbindung in das persönliche Schaffen.
Martin Rein-Cano wurde 1967 in Buenos Aires geboren. Er studierte Kunstgeschichte in Frankfurt/Main. Nach der Ausbildung zum Diplom-Ingenieur der Landschaftsarchitektur gründete er 1996 das Berliner Büro topotek 1 und versteht sich vielmehr als Topotekt, der die Gestaltung der Landschaft als eigenständigen Bestandteil einer architektonisch-planerischen Aufgabe versteht. So werden konzeptionelle Lösungsansätze zur Gestaltung städtischer Freiräume immer im urbanen Kontext behandelt. Architektur und Stadtplanung sind in seinen Werken stets auf den Menschen bezogen und werden als Mittel zur Stärkung der sozialen Interaktion gesehen.
Jean-Christophe Masson wurde 1967 in Marseille geboren. Sein Studium an der renommierten Pariser École Nationale Supérieure d’Architecture. Als freischaffender Architekt arbeitet er seit 1997. Mit Gaëlle Hamonic vertritt er in ihrem gemeinsamen Büro hamonic + masson die Integration von Grafikdesign und realer sowie fiktiver Landschaft in ein architektonisches Schaffen. Das Bestreben, den Entwurf bis ins letzte Detail zu gestalten, zeichnet seine Arbeiten aus.
Die Veranstaltung wird von Eike Becker moderiert.
Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.
1:1 Berliner Architekturdialoge [2012]: Matthew Griffin ↔ Edouard François
Zum Auftakt der Reihe 1:1 – Berliner Architekturdialoge treffen sich am 13. Dezember Édouard François (Maison d’architecture Édouard François, Paris) und Matthew Griffin (Deadline, Berlin) zu einem aufschlussreichen Gespräch, das vor allem die Durchdringung des Innenraums mit der äußeren Umgebung zum Kernpunkt hatte.
Matthew Griffin führt gemeinsam mit Britta Jürgens das 1992 gegründete Architekturbüro Deadline. Seitdem arbeitet der ausgewanderte Kanadier in seiner neuen Heimat neben seiner Tätigkeit als Architekt und Stadtplaner, Kurator, Künstler und Programmierer in den Randbereichen der Architektur.
Ein Kernthema in seiner Arbeit ist die Untersuchung der durch Entwicklungen in der Technologie und Ökonomie hervorgerufenen strukturellen Veränderungen der Gesellschaft und deren Auswirkungen auf Architektur und Stadtplanung. Dabei interessiert ihn besonders das Potential der städtischen Brachen und die Erforschung von Möglichkeiten zur kreativen Entwicklung dieser ungenutzten Areale durch Installationen und Gebäude.
Bestes Beispiel dieser Arbeitsweise ist das Erstlingswerk des Büros, das Appartementhotel Miniloft in Berlin, mit dem Deadline zu großer Bekanntheit gelangte.
Darüber hinaus engagiert sich Matthew Griffin, beispielsweise in der Architektenvereinigung Team11, in politischen Debatten zur Stadtentwicklung und Gestaltung der Zukunft Berlins, der Architektur und ihrer sozialen Nutzung.
Edouard François gründete 1998 sein Büro, das er 2012 auf den Namen Maison Edouard François umtaufte. Geprägt durch die intensive Auseinandersetzung mit der Entwicklung der modernen Gesellschaft entwickelt er – häufig radikale Ansätze – für eine neuartige, nachhaltige, grüne Architektur. Seine Bauten stehen darüber hinaus für den innovativen Umgang mit lokalen Materialien und die sensible Umgestaltung und Erweiterung von Bestandsbauten. International bekannt wurde Edouard François 2004 durch den Tower Flower in Paris und die Neuinterpretation des Hotel Fouquet’s Barrière im Jahr 2006. Seine Arbeit war bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen, unter anderem im New Yorker Guggenheim Museum, dem Pariser Centre Pompidou oder im Rahmen der Architektur-Biennale von Venedig. Darüber hinaus gab er sein Wissen als Lehrer an einer Vielzahl renommierter Architekturschulen weiter, wie der Architectural Association in London und der Ecole Spéciale d’Architecture in Paris weiter.
Die Veranstaltung wird von Ingo Schrader moderiert.
Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Terminen auf dem Blog und unter http://www.bda-berlin.de/bda-galerie.html.
Ankündigung → 1:1 Berliner Architekturdialoge [2012]: Frankreich
BDA Galerie und das Institut français laden herzlich ein: 1:1 Berliner Architekturdialoge
→ Kuratiert von Eike Becker, Brigitte Kochta und Petra Vondenhof.
Das Institut français und der BDA Berlin laden zur Fortsetzung der Reihe 1:1 Berliner Architekturdialoge in die BDA Galerie, Mommsenstr. 64 ein.
Die Termine der Reihe 1:1
06.03.2012 Eike Roswag (Roswag Architekten, Berlin) – Nicolas Ziesel (KOZ, Paris)
17.04.2012 Susanne Hofmann (Die Baupiloten, TU Berlin) – Dominique Marrec (ecdm, Paris)
08.05.2012 Martin Kaltwasser (Köbberling Kaltwasser, Berlin) – Elsa de Smet (Kuratorin, Paris)
Die Veranstaltungen
Alle Veranstaltungen in englischer Sprache, Beginn jeweils Dienstagabend um 19 Uhr in der BDA Galerie, Mommsenstr. 64, Berlin-Charlottenburg.
BDA Galerie, Mommsenstraße 64, 10629 Berlin, Tel 030 886 83 206, info@bda-berlin.de, www.bda-berlin.de
Mit freundlicher Unterstützung des Institut français

Die BDA Galerie wird gefördert durch undkrauss

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