Kategorie: Vierzigaufvierzig

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Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Mussotter Poeverlein:
Rathausbrücke

Mussotter Poeverlein

En Detail:

Bildunterschrift links:
Lichtnebel
[Tribute to Dan Flavin]

Bildunterschrift rechts:
Eine Brücke über die Zeiten: „Flat Black“ fürs Staatsformat, Novemberabende zwischen Politik und Alltag. Der „versachlichte“ Mythos „Stahl“: 900 kg/lfm in der Schwebe zwischen Maredo Steaks, orangebraunem Spiegelglas und Schinkel – autonomes archaisch-modernes Objekt. Gratwanderung zwischen Massivität und Fragilität, Nuccio Bertones kulterotische „Beinahekurven“ und Helmut Newtons „Sleepless Nights“

Projekttext:
Die neue Brücke ist konsequent Gegenwart, ohne jedoch die Geschichte zu bagatellisieren oder geringzuschätzen – im Gegenteil: sie schafft ihr den erforderlichen Raum und gleichzeitig Raum für sich selbst und für die Zukunft dieses Ortes.

Die Brücke ist auf das Wesentliche reduziert – zu einem Bauwerk zwischen radikaler Stille und latenter städtischer Unruhe und Vibration, das je nach Standpunkt funktional und sachlich, archaisch und monumental oder alltäglich und fragil erscheint. Sie steht minimiert in einem Spannungsfeld zwischen Objekthaftigkeit und Räumlichkeit und als Ganzes in den von der Stadt und ihr selbst definierten Räumen. Deshalb thematisiert der Entwurf im Konkreten wie Abstrakten das (Un)verhältnis zwischen Objekthaftigkeit und Ortsverknüpfung.

Um den Raum spürbarer zu machen und die Linienführung deutlicher und eleganter, wurden Gradiente und Brüstungswölbung geringfügig vergrößert und der Scheitel knapp erhöht. Vom Fluß aus gesehen entsteht der Eindruck, als schwebe der massive schwarze Stahlbalken ohne tatsächliche Verbindung zu den Ufermauern objekthaft über dem Wasser. Die Ambivalenz wird in den Fugen zwischen Uferwand, Stahlpaneel und der Außenkante des Gehweges am deutlichsten.

Der Asphaltbelag auf Fahrbahn und Gehwegen steht für Zweckdienlichkeit, Ästhetik des Alltags und damit für die Einheit, die Beinahe-Einheit, von Brücke und Stadt.

40/40 [3] ← Kay U. Schmidt

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Kay U. Schmidt:

Kay-U.-Schmidt[]

En detail:

40/40 [3] ← Urs Füssler

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Urs Füssler:
Im Bauch des Wals, u. a. 3440 Wohnungen.

FüsslerInDerMitterDerStadt05.indd

En detail:

40/40 [3] ← Bolles + Wilson

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Bolles + Wilson:
Unsichtbares Monument / Invisible Monument

BOLLES+WILSON[]

En detail:

Unsichtbares Monument

Arata Isozaki informiert uns, dass im Tempelbezirk Jodo-ji, Präfektur Hygo, zwei Fußabdrücke eines riesigen unsichtbaren Buddhas zu finden sind – einem Besucher aus dem reinen Land am westlichen Ende der Welt.

Könnte Berlin auch einen solchen Gast beherbergen? Um die erhabenen Proportionen der Ost-Fassade (Belvedere) von Franco Stellas Humboldt-Forum zu genießen?
Welcher Buddha könnte dies sein?
König Friedrich Wilhelm II., Schlüter, Schinkel, Alexander von Humboldt oder sogar Aldo Rossi – zurückgekommen um festzustellen, dass sein venezianischer ‚Tendensa‘-Kollege in Berlin mit Respekt behandelt wird?

Ist vielleicht auch ein Wasser-Forum zwischen solchen sichtbaren und unsichtbaren Monumenten notwendig – für Touristen- und Paddelboote zur Animierung Ihrer städtischen Trajektorien?

Invisible monument

Arata Isozaki informs us that in the Jodo-ji temple precinct, Ono City, Hygo Prefecture, are to be found two footprints of a giant invisible Buddha – a visitor from the pure land at the western end of the world.

Might Berlin also host such a visitor? there to survey the sublime proportions of the east facade of Franco Stella’s Humboldt Forum? Which Buddha could this be? Kaiser Wilhelm, Schluter, Schinkel, Alexander von Humboldt or even Aldo Rossi – back to check that his Venetian ‚Tendensa‘ colleague is being handled with respect?

Might also a Water Forum be necessary between visible and invisible monuments, for Tourist and Peddle boats to enact their urban trajectories?