Kategorie: 40/40 [3]: In der Mitte der Stadt

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Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Finsterwalder Architekten:

Finsterwalder-Architekten[]

En Detail:

Der Schlossplatz war und ist die Mitte Berlins.
Die Nutzung als Stadtbibliothek ist perfekt für
diesen Ort. Zusammen mit anderen Nutzungen
entsteht ein kulturelles Zentrum, ähnlich dem
Centre Pompidou. Wie das Pompidou könnte
auch in Berlin mit einer Architektur unserer Zeit
eine neue Mitte wachsen, eine Stadtkrone. Das
Gebäude steht inmitten eines Parks, der ebenso
als Treffpunkt und Mitte funktioniert, wie die
Bibliothek.

40/40 [3] ← Torsten Krüger/ KSV Krüger Schuberth Vandreike

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Torsten Krüger/ KSV Krüger Schuberth Vandreike:
Erbe und Vision

Torsten-Krüger_KSV-a[]

En detail:

Erbe und Vision, 2009

Das Gedächtnis der Stadt hat viele Facetten. Das Areal zwischen Schloss und Alexanderplatz ist einer der Gründungsorte Berlins und barg bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg das bauliche Gedächtnis einer 750-jährigen kontinuierlichen Entwicklung der Stadt. Das Areal blieb von 1945 – 1989 bis auf die Marienkirche, einem Stadtblock im Norden und dem Neubau des Fernsehturms unbebaut und wurde als großer öffentlicher Grünraum zum bestimmenden Element auf dem Gebiet der historischen Berliner Altstadt. Der Entwurf setzt diese divergierenden städtebaulichen Zeitebenen zueinander in Bezug. Das Konzept des großen Landschaftsraums im Herzen der Stadt zeigt eine Vielzahl von Platz- und Wegebeziehungen auf, welche durch die Überlagerung mit der historischen Parzellenstruktur der Stadt zu einem neuen städtischen Leitbild entwickelt wird. In diesem Konzept sind ca. 50 % der zerstörten Parzellengrenzen und ca. 50 % des Freianlagenplans aufgenommen, so dass die neue Bebauungsstruktur eine Symbiose und Neuinterpretation dieser Zeitebenen ermöglicht. Die wesentlichen Elemente der Neugestaltung des Areals bis 1989 sind im Konzept integriert: Der Fernsehturm mit der expressiven Sockelbebauung, die Spreeterrassen, die Marienkirche, eine Brunnenanlage am Standort des Neptunbrunnens, das Marx-Engel-Forum und ein großer Teil der existierenden Bäume. Vielfältige Diagonalbeziehungen, wie beispielsweise Rathaus – Marienkirche, Rathaus – Domaquarée, Marienkirche – Nikolaiviertel, Rathaus – Dom, verbinden mit den aufgenommenen orthogonalen Rastersystemen des historischen Berlins, die angrenzenden Stadteile. Die nach dem Krieg angelegte Raumachse vom Fernsehturm über die Spreeterrassen, die Plätze vor dem Rathaus und das Marx-Engels-Forum, wird bis zum Stadtschloss mit dem Schlüterhof, dem Humboldt-Forum, fortgeführt. Die städtebaulich dichte Bebauung auf Basis kleiner Parzellen ermöglicht eine urbane und grüne Wiedergewinnung der Berliner Altstadt und bewahrt die historischen Zeitebenen der Stadtentwicklung in einem unverwechselbaren identitätsstiftenden Stadtgrundriss.

Spreeinsel Berlin Cölln, Internationaler Wettbewerb 2. Preis, 1993

Der Verlauf der Stadtmauer und der Festungsanlage der historischen Doppelstadt Berlin-Cölln ist im Stadtgrundriss deutlich herausgearbeitet. Der Entwurf definiert ein System von öffentlichen Plätzen und Freiflächen, welche zum Teil historisch abgeleitet sind aber auch originär neue Stadträume umfassen. Cölln und Friedrichswerder werden durch zur Spree hin orientierte Plätze gegliedert, die den Bezug zwischen Stadt und Fluss herstellen. Auf der Spreeinsel wird das Schloss durch die zwei großen historischen Plätze, Schloss- platz und Lustgarten, im Stadtraum freigestellt. Der Schlossplatz im Süden vermittelt den Anschluss Cöllns über die Breite- und die Brüderstraße. Der Lustgarten im Norden leitet zu Dom, Museumsinsel und dem Forum Friedericanum an den Linden über. Die in Ost-West-Richtung orientierten Plätze am Schloss nehmen im Norden die Achsen der Linden- und der Liebknechtstraße und im Süden der Französischen- und Rathausstraße auf, welche die Spreeinsel mit der Stadt verbinden. Das Stadtschloss ist das Gelenk zwischen Berlin, Cölln, dem Friedrichswerder und der Friedrichstadt. Eine Passage durch das Schloss verbindet Schlossplatz und Lustgarten. Das Schloss öffnet sich über die Spreeterrassen zum Fluss und den gegenüberliegenden neuen Berliner Bürgerhäusern mit der Blickachse zum Fernsehturm und der Skyline am Alexanderplatz. Inmitten der historischen Stadtstruktur Berlins ist das Neue Forum mit dem Sitz des Berliner Senats im Roten Rathaus, dem Fernsehturm, der Marienkirche und den Spreeterrassen ein modernes städtisches Pendant zum historischen Herrschaftssitz auf der Spreeinsel.

40/40 [3] ← Regina Poly

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Regina Poly:
Die Allee, die Mittlere Promenade

Regina-Poly[]

En detail:

Sie ist ein urbanes Element, das vielfältig nutzbar ist zum Aufenthalt, Kinderspiel, Flanieren, temporäre Events.

In Berlin: 

Grunerstraße │Otto-Braun-Straße │Greifswalder Straße │Torstraße │Mollstraße
Landsberger Allee │Karl-Marx-Allee │Unter den Linden │Karl-Liebknecht-Straße │Prenzlauer Allee

40/40 [3] ← Mussotter Poeverlein

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Mussotter Poeverlein:
Rathausbrücke

Mussotter Poeverlein

En Detail:

Bildunterschrift links:
Lichtnebel
[Tribute to Dan Flavin]

Bildunterschrift rechts:
Eine Brücke über die Zeiten: „Flat Black“ fürs Staatsformat, Novemberabende zwischen Politik und Alltag. Der „versachlichte“ Mythos „Stahl“: 900 kg/lfm in der Schwebe zwischen Maredo Steaks, orangebraunem Spiegelglas und Schinkel – autonomes archaisch-modernes Objekt. Gratwanderung zwischen Massivität und Fragilität, Nuccio Bertones kulterotische „Beinahekurven“ und Helmut Newtons „Sleepless Nights“

Projekttext:
Die neue Brücke ist konsequent Gegenwart, ohne jedoch die Geschichte zu bagatellisieren oder geringzuschätzen – im Gegenteil: sie schafft ihr den erforderlichen Raum und gleichzeitig Raum für sich selbst und für die Zukunft dieses Ortes.

Die Brücke ist auf das Wesentliche reduziert – zu einem Bauwerk zwischen radikaler Stille und latenter städtischer Unruhe und Vibration, das je nach Standpunkt funktional und sachlich, archaisch und monumental oder alltäglich und fragil erscheint. Sie steht minimiert in einem Spannungsfeld zwischen Objekthaftigkeit und Räumlichkeit und als Ganzes in den von der Stadt und ihr selbst definierten Räumen. Deshalb thematisiert der Entwurf im Konkreten wie Abstrakten das (Un)verhältnis zwischen Objekthaftigkeit und Ortsverknüpfung.

Um den Raum spürbarer zu machen und die Linienführung deutlicher und eleganter, wurden Gradiente und Brüstungswölbung geringfügig vergrößert und der Scheitel knapp erhöht. Vom Fluß aus gesehen entsteht der Eindruck, als schwebe der massive schwarze Stahlbalken ohne tatsächliche Verbindung zu den Ufermauern objekthaft über dem Wasser. Die Ambivalenz wird in den Fugen zwischen Uferwand, Stahlpaneel und der Außenkante des Gehweges am deutlichsten.

Der Asphaltbelag auf Fahrbahn und Gehwegen steht für Zweckdienlichkeit, Ästhetik des Alltags und damit für die Einheit, die Beinahe-Einheit, von Brücke und Stadt.

40/40 [3] ← Kay U. Schmidt

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Kay U. Schmidt:

Kay-U.-Schmidt[]

En detail:

40/40 [3] ← Urs Füssler

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Urs Füssler:
Im Bauch des Wals, u. a. 3440 Wohnungen.

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En detail:

40/40 [3] ← Bolles + Wilson

Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Bolles + Wilson:
Unsichtbares Monument / Invisible Monument

BOLLES+WILSON[]

En detail:

Unsichtbares Monument

Arata Isozaki informiert uns, dass im Tempelbezirk Jodo-ji, Präfektur Hygo, zwei Fußabdrücke eines riesigen unsichtbaren Buddhas zu finden sind – einem Besucher aus dem reinen Land am westlichen Ende der Welt.

Könnte Berlin auch einen solchen Gast beherbergen? Um die erhabenen Proportionen der Ost-Fassade (Belvedere) von Franco Stellas Humboldt-Forum zu genießen?
Welcher Buddha könnte dies sein?
König Friedrich Wilhelm II., Schlüter, Schinkel, Alexander von Humboldt oder sogar Aldo Rossi – zurückgekommen um festzustellen, dass sein venezianischer ‚Tendensa‘-Kollege in Berlin mit Respekt behandelt wird?

Ist vielleicht auch ein Wasser-Forum zwischen solchen sichtbaren und unsichtbaren Monumenten notwendig – für Touristen- und Paddelboote zur Animierung Ihrer städtischen Trajektorien?

Invisible monument

Arata Isozaki informs us that in the Jodo-ji temple precinct, Ono City, Hygo Prefecture, are to be found two footprints of a giant invisible Buddha – a visitor from the pure land at the western end of the world.

Might Berlin also host such a visitor? there to survey the sublime proportions of the east facade of Franco Stella’s Humboldt Forum? Which Buddha could this be? Kaiser Wilhelm, Schluter, Schinkel, Alexander von Humboldt or even Aldo Rossi – back to check that his Venetian ‚Tendensa‘ colleague is being handled with respect?

Might also a Water Forum be necessary between visible and invisible monuments, for Tourist and Peddle boats to enact their urban trajectories?

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Vierzigaufvierzig [3]: In der Mitte der Stadt

Collignon Architektur:
Stadtpiraterie

Collignonarchitektur[]

En detail:

Stadtpiraterie

Ein über die freie Fläche gespanntes, orthogonales Raster liefert die individuell zu beplanenden Flächen. Über das Internet werden für jede Fläche Vorschläge für Nutzungen, Bebauung und Gestaltung gesammelt. Im Netz wird dann darüber abgestimmt. Jeder darf vorschlagen und abstimmen.

Die bauliche Umsetzung ist temporär, auf 9 Jahre beschränkt, so dass es zu einem stetigen Wandel des Raumes und der Nutzer kommt. Denkbar ist jegliche Nutzung, von der grünen Wiese bis zum Wolkenkratzer ist alles erlaubt. Endlich dürfen alle. Die totale Partizipation ist erreicht!