Kategorie: BDA LV

BDA-Stadtsalon: Einladung zum 2. Öffentlichen Brainstorm-Position-Abend


Thema: Zeit ohne eigenen Ausdruck – Was ist der Stil der Zeit?

Am 19. Mai 2017, ab 19 Uhr im USM Showroom Berlin, Französische Straße 48, 10117 Berlin

→ Organisiert und moderiert von Claus Käpplinger

Mit dem Brainstorm-Position-Abend setzen wir fort, was erfolgreich im April 2015 mit der Frage nach zukunftsweisender Architektur begonnen und 2016 mit der „Dichten Stadt“ fortgesetzt wurde, nämlich einen offenen Dialog über unsere Vorstellungen von Architektur und Gesellschaft. Architekten und andere Akteure der Baukultur werden dazu an diesem Abend öffentlich jeweils in drei Minuten mit max. 5 Präsentationsseiten ihre Positionen zur Diskussion stellen.

Zeit ohne eigenen Ausdruck – Was ist der Stil der Zeit?
In der Öffentlichkeit und Presse mehren sich die Stimmen, das nicht wenige die Gegenwartsarchitektur als stumm, zu subjektiv oder zu wenig fassbar finden. Unübersichtlichkeit wird oft konstatiert. Stimmt jedoch dieses Bild von der Architektur der Gegenwart? Oder ist es vielleicht mehr ein Kommunikationsproblem? Oder liegt es an unterschiedlichen Wertesystemen, dass zumindest Teile der Öffentlichkeit andere Bilder mit der Architektur der Gegenwart verbinden? Was fehlt uns eventuell heute? Was braucht es mehr?

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Veranstaltung des BDA Berlin in Kooperation mit:

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Offener Brief des BDA Berlin zum Wettbewerb Museum des 20. Jahrhunderts

Medieninformation

Berlin, den 30. März 2016

Offener Brief des BDA Berlin zum Wettbewerb Museum des 20. Jahrhunderts

Mit der Forderung nach maßgeblichen Änderungen an der Ausschreibung zum Realisierungswettbewerb für das Museum des 20. Jahrhunderts wendet sich der Bund Deutscher Architekten, Landesverband Berlin e.V. an die Beteiligten des Verfahrens Staatsministerin Prof. Grütters (für die Bundesrepublik Deutschland als Bauherrin), Prof. Dr. Parzinger (Stiftung Preußischer Kulturbesitz), die Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt), Salomon Schindler und Marc Steinmetz (ARGE WBW-M20/Wettbewerbssteuerung), den Vorstand der ÖPP Deutschland (Projektsteuerung) und an das Preisgericht.

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Prof. Grütters,
sehr geehrter Herr Prof. Dr. Parzinger,
sehr geehrte Frau Senatsbaudirektorin Lüscher,
sehr geehrter Herr Schindler,
sehr geehrter Herr Steinmetz,
sehr geehrter Vorstand der ÖPP Deutschland AG,
sehr geehrte Mitglieder des Preisgerichts,

mit diesem offenen Brief fordert der BDA Berlin folgende grundlegende Änderungen in der Ausschreibung für den Realisierungswettbewerb des Museums des 20. Jahrhunderts:

Die Ausschreibung sollte nach unserer Auffassung die Möglichkeit der Entwicklung eines übergeordneten städtebaulichen Konzepts einschließen. Zudem sollte der Wettbewerb nicht an ein ÖPP-Verfahren gekoppelt werden.

Leider bestätigen die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs M20 in voller Gänze die bereits im Vorfeld des Wettbewerbs formulierten Befürchtungen des BDA Berlin. Sowohl in Bezug auf die preisgekrönten Entwürfe als auch allgemein lässt sich feststellen, dass die vielfältigen, an das Grundstück unmittelbar angrenzenden städtebaulichen Schwierig-keiten wie die Potsdamer Straße, die Piazetta, die Einbindung der Matthäikirche etc. mit der vorliegenden Festlegung des Grundstücks nicht überwunden werden konnten.

Der geniale Entwurf, der mit einem Streich alle Probleme löst, blieb – wie zu erwarten – aus. Da ein vorgeschalteter städtebaulicher Wettbewerb als neuer Rahmenplan für das gesamte Kulturforum politisch nicht akzeptiert wird, möchten wir auf die Möglichkeit verweisen, im zweiten Verfahren ein Gesamtkonzept für das gesamte Gebiet von den Wettbewerbsteilnehmern zu fordern, das den Blick in die Zukunft öffnet.

Aus Sicht des BDA Berlin ist es ein unumgänglicher Schritt, die angrenzenden notwendigen Veränderungen von vornherein mitzudenken, auch wenn weder die Mittel noch die Zeit vorhanden sind, diese kurzfristig umzusetzen. Es würde den Wettbewerbs-teilnehmern die Möglichkeit bieten, das Kulturforum als Ganzes in das 21. Jahrhundert und somit in eine neue Ära hinübergleiten zu lassen. Es geht hier nicht nur um ein Museum, nicht nur um den Dialog mit den Ikonen der Moderne, es geht um einen neuen Mittelpunkt der Stadt Berlin.

Ein ÖPP-Verfahren in diesem Kontext lehnt der BDA Berlin grundlegend ab. Die Finanzierung des Projektes ist durch den Bund gesichert. Daher sieht der BDA Berlin keinen Anlass, warum die Qualität der Architektur durch ein solches Verfahren riskiert und in Mitleidenschaft gezogen werden sollte.

Im Namen des Vorstandes des BDA Berlin

Andreas R. Becher
Vorsitzender
Dipl.-Ing. M. Arch. Architekt BDA

Weitere Informationen/Pressekontakt:
Petra Vellinga, BDA Berlin, Tel. 01573-20894961, vellinga@bda-berlin.de

BDA-Stadtsalon: Einladung zum 1. Öffentlichen Brainstorm-Position-Abend

Thema: Die dichte Stadt _ Was kann Modell sein?

Am 26. Februar 2016, ab 19 Uhr im Projektraum von ExRotaprint, Gottschedstraße 4, 13357 Berlin

→ Organisiert und moderiert von Claus Käpplinger

Mit dem Brainstorm-Position-Abend: Die dichte Stadt _ Was kann Modell sein? wollen wir fortsetzen, was wir im letzten April im BDA-Stadtsalon (was ist der BDA Stadtsalon?) bereits erfolgreich mit der Frage nach zukunftsweisender Architektur begonnen haben, nämlich einen noch breiteren Dialog über unsere persönlichen Vorstellungen von Architektur und Stadt. Dieses Mal nun mit der Frage nach einer „positiven Dichte“ in der Stadt: Welche Dichte erscheint optimal und urban? Welche Vorteile ergeben sich durch eine hohe Dichte? Was soll oder muss der Architekt abwägen? Welche Modelle/Vorbilder gibt es dazu? etc. etc.

Angelehnt an Pecha Kucha werden an dem Abend ein gutes Dutzend von Referenten mit jeweils max. 5 Präsentationsseiten in drei Minuten (Powerpoint- oder PDF-Dateien) ihre Positionen zur „dichten Stadt“ anhand eines ausgewählten Beispiels zur Diskussion stellen – auf keinen Fall ein eigenes Gebäude!

Damit wagt der BDA-Stadtsalon, der 2007 vom BDA-Landesverband Berlin als neues interdisziplinäres Veranstaltungsformat mit dem Moderator Claus Käpplinger ins Leben gerufen wurde, den Schritt in eine breitere Öffentlichkeit. Einmal pro Jahr soll sich nun der BDA-Stadtsalon über den Kreis seiner derzeit etwa 140 Teilnehmern (Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Künstler, Soziologen, Baubeamte, Architekturtheoretiker und –publizisten) noch weiter öffnen, die bislang sechs bis sieben Mal pro Jahr in den verschiedensten, eher privaten Räumen Berlins über die unterschiedlichsten Aspekte von Stadt, Architektur, Gesellschaft und Wahrnehmung intensiv wie ebenso leidenschaftlich diskutierten.

Eine aktive Teilnahme ist im BDA-Stadtsalon ausdrücklich erwünscht. Jede/r kann sich hier an der Diskussion beteiligen entgegen so vieler anderer Veranstaltungen, die oft zu wenig Raum für eine Positionsnahme des Auditoriums lassen. Wer also Lust und Zeit dazu hat, kann am 26. Februar 2016 in den Projektraum von ExRotaprint kommen.


 

Erfreulich viele Teilnehmer fanden am 26.Februar 2016 ihren Weg zum 1. Öffentlichen Brainstorm-Position-Abend bei ExRotaprint. Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts ExRotaprint durch deren Mitbegründerin Daniela Brahm sowie einer kurzen Einführung in die „Spielregeln“ des BDA-Stadtsalons stellten 19 Referenten in kurzen 5-Minuten-Beiträgen ihre Positionen und Perspektiven zum Thema „Dichte Stadt“ vor.

In vier Themenblöcke geordnet widmeten sich mehrere Beiträge der besonderen Bedeutung der Erdgeschoss-Ebene für eine verdichtete, urbane Stadt, andere stärker vorbildhaften Bautypologien oder der Bedeutung von flexibleren Rahmenwerken der Verdichtung. Weitere Gruppen thematisierten Klima und kulturelle Prägungen oder auch die Potenzialen von Verkehrswegen für Verdichtungen der Stadt. Leidenschaftlich kontrovers und facettenreich wurde an diesem Abend das Präsentierte von erfreulich vielen Anwesenden angeregt hinterfragt. Unterschiede der Positionen wurden nicht verborgen, sondern kamen stets in einer sehr kollegialen Stimmung zum Ausdruck. Noch lange nach einem ohnehin schon langen Abend wurde in vielen kleineren Gruppen so manche Diskussion intensiv weiter verfolgt.

Für Alle, die nicht anwesend sein konnten, haben wir nun eine Liste der Vorträge und ein paar illustrierte Kurzstatements zusammen gestellt.
(Beigesteuerte Inhalte siehe * im Vortrags-Karussell.)

  1. Olaf Bartels: Bauliche Dichte reicht nicht aus *
  2. Matthias Muffert + Benita Braun-Feldweg: Architektur als Ort affirmativer Verdichtung
  3. Jens Betcke: Weitblick *
  4. Urs Füssler: Lernen von Liège *
  5. Tobias Wallisser: Flexibles Rahmenwerk für variable Dichte *
  6. Petra Vondenhof: Die wärmegedämmte, dichte Stadt
  7. Olivia Kummel (+ Karsten Wittke): XOT – Undichte und Dichte *
  8. Theresa Keilhacker: Wohntürme für Berlin *
  9. Tillmann Wagner: Das verdichtete, städtische Bürgerhaus *
  10. Imke Woelk: Synthese von Stadt und Landschaft *
  11. Moritz Schloten: Wer hat Angst vor Dichte?
  12. Thomas Kaup: Berlin – Stadt atmender Grundrisse und Dichten
  13. Andrew Alberts
  14. Luise King: Berlin muss offen für Integration sein
  15. Almut Seeger: High Line Park – Ein Modell für Dichte?
  16. Jürgen Klein + Lorenz Kienzle: Schlangenbader Straße. Urbanität durch Dichte? *
  17. Rebecca Chestnutt: Zukunftsvisionen Siemensstadt *

Vortrags-Karussell:

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Pierre der Flaschensammler in der Friedrichstrasse, 2013

BDA-Stadtsalon „Döblin und die Metropole – Die Geschriebene Stadt“

→ Organisiert und moderiert von Claus Käpplinger

Am 29. Januar 2016 lud der BDA Stadtsalon (was ist der BDA Stadtsalon?) zu einer besonderen literarischen Foto-Reise durch Berlin ein. Der Fotograf Lorenz Kienzle (Lorenz Kienzle Photographie) präsentierte begleitet von dem Vorleser Gerd Schönfeld sein aktuelles Work-in-Progress, seine fotografische Auseinandersetzung mit der Gegenwart von vielen Orten Berlins, die Alfred Döblin zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik oft sehr überraschend detailliert beschrieb.

Eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Bilder, zumeist mit einer Großformat-Kamera aufgenommen, führten kombiniert mit ausgewählten Zitaten aus Döblins umfangreichem literarischen Werk den Wandel, aber auch die Persistenz Berlins vor Augen, die zumeist weit über die baulichen Strukturen hinausging und vor allem auch Berlins soziale Realität mit einschloss. Viele Geschichten in der Geschichte ließen sich in den Text- und Bildfolgen entdecken, wie etwa der Weg des Flaschensammlers Pierre, der sich heute 90 Jahre nach Franz Biberkopf um ein ehrenhaftes Leben am unteren Ende der Gesellschaft in Berlin bemüht.

Berlins Realität in Gegenwart und Vergangenheit als auch ihre Vermittlung zwischen alten analogen und neuen digitalen Vermittlungswegen leiteten danach die sehr intensiv Diskussion über Döblins Sicht der Metropole und Lorenz Kienzles gewählten Werkprozess, der letztlich in eine Ausstellung und ein Buch münden soll. Unterschiedliche Annäherungen und Sichtweisen von Architekten, Fotografen und Literaten ergänzten sich und wurden nach den Schluss des Plenums am reich gedeckten Buffet der Gastgeber Andreas Herschel (ht4a transform architekten) und Melanie Landro noch lange sehr facettenreich ausgetauscht.

BDA-Stadtsalon

→ Organisiert und moderiert von Claus Käpplinger

Die zeitgenössische Stadt mit all ihren Facetten ist das Themenfeld des „BDA-Stadtsalons“, der seit 2007 interdisziplinär Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Künstler, Baubeamte, Soziologen, Architekturtheoretiker und –publizisten zu gemeinsamen Diskussionen sechs bis sieben Mal pro Jahr zusammenführt. Organisiert von dem Berliner Architekturkritiker Claus Käpplinger stellen hier wechselnde Referenten unterschiedlichster Professionen neue Perspektiven und Fragen zur Stadt vor.

Dazu strukturieren die Referenten mit ihren 30-minütigen Vorträgen stets kompetent das jeweilige Thema vor. Denn anders als bei vielen Veranstaltungen stehen hier nicht Monologe, sondern die Diskussion unter den Teilnehmern im Mittelpunkt der Abende, die zu Positionsnahmen animieren wollen. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Freitagsabend-Treffen stets in wechselnden privaten Räumen – zumeist in Wohnungen oder Ateliers – statt finden. Eine persönliche Anmeldung ist für die Teilnahme erforderlich, da viele private Räume nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmern aufnehmen können und auch die Organisation von Buffet und Getränken seitens der Gastgeber kalkuliert werden will. Zudem erlaubt oft erst eine gewisse Kontinuität von Partizipation eine Basis des Vertrauens, um sich wirklich offen zu äußern.

Damit knüpft der „BDA-Stadtsalon“ an seinen Vorläufer, den „Stadtsalon“ an, der von Claus Käpplinger privat organisiert 42mal von 1998 bis 2005 stattfand. Wie dieser leitet hier auch ein Buffet jeden Abend ein, das viele private Konversationen und das Abstreifen der Arbeitswoche erleichtert. Mit der Wiederbelebung dieses Konzeptes hat sich der Kreis der Teilnehmer erheblich erweitert. Mehr als 140 Teilnehmer aus Berlin und andernorts stehen derzeit auf der Einladungsliste, von denen sich zumeist 24 bis 36 an einem Abend einfinden.

Mit Franz Eberhard, dem damaligen Direktor des „Amtes für Städtebau“ in Zürich begann am 4. Mai 2007 die erste Jahresreihe. „Städtebau in Zürich und China“ präsentierte er in seinem Vortrag, der in eine sehr kontrovers geführte Diskussion über die zeitgenössischen Entwicklungsstrategien mündete. Dem Jahres-Themenblock „Städtebau und Stadtplanung heute“ folgten 2008 „Die Grammatik der Stadt“ u.a. mit Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, 2009 „Grenzbereiche“, 2010 „Architekturtheorie“ und 2011 „Berliner Orte“. 2012 entfiel die enge Bindung an ein Jahresthema, um unmittelbarer interessante Themen und Referenten im BDA-Stadtsalon zur Diskussion stellen zu können. Dabei ergaben sich aber wiederkehrend kleinere Themenblöcke wie etwa 2013 „Internationale Architekturentwicklungen“ mit Beiträgen zu den Niederlanden, Großbritannien und Brasilien. 2015 sprachen u.a. Prof. Kerstin Wittmann-Englert über „Wert und Wertung. Baukunst der 60er Jahre“, Karsten Schubert zu „Der Körper Raum Konflikt“ oder Florian Dreher zu „Opulenz und neue Häuslichkeit“.

2015 wurden zusätzlich zwei neue Formate mit dem „Brainstorm-Position-Format“ und dem „Battle-Format“ geschaffen. Das erste Format angelehnt an Pecha Kucha stellt eine Frage in den Raum, um individuelle Kurz-Positionsnahmen möglichst vieler Teilnehmer zur Diskussion zu stellen wie etwa im April 2015 die Frage „Welches Gebäude war/ist für dich zukunftsweisend?“. Das „Battle-Format“ soll hingegen erlauben, dass zwei bis drei Teilnehmer kontroverse Positionen ausführlicher zur Diskussion stellen können, was jedoch bislang noch nicht genutzt wurde. Ab 2016 wird nun auch einmal pro Jahr ein BDA-Stadtsalon außerhalb des gewohnten halb-öffentlichen Rahmens mit Gästen dezidiert öffentlich statt finden.

Wer Interesse an einer Teilnahme hat oder gern einmal den BDA-Stadtsalon als Gastgeber aufnehmen möchte oder von einem anderen möglichst kostenneutralen Ort weiß, kann sich bei dem Organisator Claus Käpplinger (c.kaepplinger@t-online.de) melden. Neben vielen Büros und Wohnungen fanden so einige Abende auch in neuen Gebäuden oder kulturellen Institutionen statt. Der BDA-Stadtsalon ist stets auf der Suche nach interessanten Teilnehmern/innen, Referenten/-innen und Räumen in Berlin – und ist damit stets auch offen für neue Themenvorschläge zu Stadt, Architektur, Gesellschaft und Wahrnehmung.

STADTGESTALTEN – Finissage

16.07.15
BDA Galerie, Berlin

Anlässlich der Finissage der Ausstellung STADTGESTALTEN. Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens fanden sich gestern auch Ursulina Schüler-Witte, Helga Schmidt-Thomsen, Hinrich Baller und Wolf R. Eisentraut zum persönlichen Austausch mit den Ausstellungs- und Filmemachern über die Gestaltung und Entwicklung der Stadt in Vergangenheit und Zukunft in der BDA Galerie ein.

Die Interviews mit den Zeitzeugen sind weiterhin als DVD mit Begleitheft ist weiterhin über die Geschäftsstelle des BDA Berlin in der Mommsenstraße 64, 10629 Berlin erhältlich.

Begleitheft mit DVD: STADTGESTALTEN Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens Herausgegeben vom Bund Deutscher Architekten Landesverband Berlin Berlin 2015, ISBN 978­3­00­049705­6, Verkaufspreis 17,00 Euro

Weitere Informationen und Bestellung Begleitheft / DVD: Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V. Petra Vellinga Mommsenstraße 64, D-10629 Berlin Tel. +49-(0)30-886 83 206 vellinga@bda-berlin.de

STADTGESTALTEN. Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens
BDA Galerie, Mommsenstraße 64, 10629 Berlin-Charlottenburg
Ausstellung 24. Juni – 15. Juli 2015

STADTGESTALTEN – Trailer

Begleitheft mit DVD: STADTGESTALTEN Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens Herausgegeben vom Bund Deutscher Architekten Landesverband Berlin Berlin 2015, ISBN 978­3­00­049705­6, Verkaufspreis 17,00 Euro Weitere Informationen und Bestellung Begleitheft / DVD: Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V. Petra Vellinga Mommsenstraße 64, D-10629 Berlin Tel. +49-(0)30-886 83 206 vellinga@bda-berlin.de

STADTGESTALTEN – Ausstellungseröffnung

24.06.15
BDA Galerie, Berlin

Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens

Aus Anlass seines 100. Gründungsjubiläums wagt der BDA Berlin den Blick zurück und erteilt in einer Filmreihe langjährigen Weggefährten, Mitstreitern für die Baukultur und prägenden Gestaltern der Stadt das Wort.

Die BDA Galerie lädt am 24. Juni 2015 um 19 Uhr zur Erstpräsentation der Filme und zur Eröffnung der Ausstellung STADTGESTALTEN. Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens in ihre Räume in der Mommsenstraße 64 in Berlin-Charlottenburg. Zur Einführung spricht der Architekt und Architekturtheoretiker Prof. Jörg H. Gleiter (TU Berlin). Begleitend erscheint eine DVD mit den Kurzfilmen und weiteren Informationen zu den Filmen.

Im Rahmen seines Fundamente-Projektes hat der BDA Berlin seit 2011 siebzehn Berliner Stadtgestalter zu ihren persönlichen Erfahrungen mit dem BDA und ihren Erinnerungen an maßgebliche stadtbaupolitische Ereignisse befragt.

Aus einer Auswahl der Mitschnitte hat der BDA in Kooperation mit Erika Mühlthaler und Fred Plassmann (architekturclips) eine Kurzfilmreihe produziert, die nun innerhalb der eigens dafür konzipierten Ausstellung gezeigt wird.

Die Kuratoren der Ausstellung Carola Schäfers, Lukas Schwind und Sebastian Wolf kreieren mit Original-Fundstücken der interviewten Protagonisten und mit zeitbezogenen Möbelstücken einen erweiterten Kontext für die Kurzfilme. Die BDA Galerie lädt hier zu einer kleinen Zeitreise ein. Der Ort der Ausstellung wird mit den Orten der Interviews und den Zeitzeugen direkt in Zusammenhang gesetzt. Dies weckt im Betrachter eigene Assoziationen und macht die Geschichte der Stadtgestalter erlebbar. Der Besucher kann in unterschiedlichen Situationen verweilen und selbst gewählt einzelne Interviewfilme sehen und hören.

Gezeigt werden Kurzfilme mit Hilde Weström (†), Hardt-Waltherr Hämer (†), Georg Heinrichs, Bruno Flierl, Jürgen Nottmeyer, Ursulina Schüler-Witte, Hinrich Baller, Helga Schmidt-Thomsen und Wolf R. Eisentraut.

„STADTGESTALTEN“ – Die Interviewreihe

Zwischen 2011 und 2014 wurden 17 Zeitzeugen der Geburtsjahrgänge 1912 bis 1946 interviewt, denen gemein ist, sich in ihrem Berufsleben für die Gestaltung der Stadt, die Gestaltung Berlins zu engagieren. Die Gespräche führte Erika Mühlthaler für den BDA, Fred Plassmann (architekturclips) zeichnete sie per Videomitschnitt auf.

Der Fokus lag anfangs auf dem Verhältnis dieser Persönlichkeiten zum BDA Berlin. Viele sind dem Verband seit Jahrzehnten verbunden, manche haben ihn wieder verlassen, andere waren nie Mitglied.

In persönlich geführten Interviews in „heimischer“ Umgebung wurden alle Zeitzeugen anhand eines standardisierten Fragenkataloges befragt. Ziel war es, eine gewisse Vergleichbarkeit zu schaffen und zugleich Einblick zu geben in die jeweils eigene Sicht der Protagonisten auf den Landesverband sowie ihre persönlichen Erfahrungen positiver und auch negativer Art.

Herausgekommen ist viel mehr: Der Zuschauer hört sehr persönliche Geschichten, ein kleines, aber bedeutungsvolles Stück Stadtgeschichte aus der Sicht der Protagonisten, die in der Gesamtschau ein vielschichtiges Bild entstehen lassen.

Wir erfahren unterschiedliche Positionen zur Entwicklung und Gestaltung der Stadt, Berichte zu Aktivitäten und Funktionsweise des BdA der DDR, Entstehungsgeschichten prominenter Berliner Bauwerke, die Rolle des Senats von Berlin und vieles mehr – als unvollständiger, doch pointierter Ausschnitt der Bau-Geschichte Berlins.

STADTGESTALTEN. Kurzfilme mit Zeitzeugen Berliner Baugeschehens
BDA Galerie, Mommsenstraße 64, 10629 Berlin-Charlottenburg
Ausstellung 24. Juni – 15. Juli 2015
Eröffnung am 24. Juni, 19 Uhr

Öffnungszeiten
montags, mittwochs und donnerstags von 10. – 15. Uhr
freitags, samstags und sonntags von 14. – 18. Uhr
Sonntag den 5. Juli von 11. – 17 Uhr

Wir danken für die freundliche Unterstützung:

Bericht: 43. Umweltausschusssitzung am 25.3.2015 im Paul-Löbe-Haus

Bundestag, öffentliches Fachgespräch. Mitglieder des Arbeitskreises Spreebogen/Bundesforum besuchen die 43. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Paul-Löbe-Haus. Tagesordnungspunkt: Baukulturbericht 2014/15 der Bundesstiftung Baukultur und Stellungnahme der Bundesregierung.

Der Baukulturbericht ist hier herunterladbar: http://www.bundesstiftung-baukultur.de/informationen/baukulturbericht.html

Reiner Nagel kommt in seinen Ausführungen auf die Situation der Aussenräume am Spreebogen und die Planung des BIZ (Besucher-/Informationszentrum des Deutschen Bundestags) zu sprechen. Weiterlesen

Offener Brief des BDA Berlin – anlässlich der Planungen für ein Besucher- und Informationszentrum (BIZ) für den Deutschen Bundestag

An Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert
An den Ältestenrat des Deutschen Bundestages
An Kanzleramtsminister Peter Altmeier
An den Regierenden  Bürgermeister von Berlin Michael Müller
An den Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt im Berliner Abgeordnetenhaus Dr. Manuel Heide

Anlässlich der aktuellen vorbereitenden Planungen für ein Besucher- und Informations-zentrum (BIZ) sieht sich der Bund Deutscher Architekten BDA herausgefordert, auf die gravierenden städtebaulichen Mängel im Umfeld der zentralen Parlaments- und Regierungsbauten im Spreebogen hinzuweisen:

Wir fordern ein Moratorium, um die beabsichtigten Investitionen in den Zusammenhang einer öffentlichen Debatte zu stellen. Nur die Wiederaufnahme einer gesamtheitlichen Planung kann eine konsensfähige Lösung hervorbringen.

Ein Vierteljahrhundert nach Planungsbeginn zeigt sich das Band des Bundessamt Umfeld in einem unfertigen, prekären Zustand: Anstelle des einst geplanten Bürger-forums wurde eine provisorische Grünfläche angelegt, die ein Sammelsurium von Straßenfragmenten bündelt. Der Spreebogenpark erscheint als ein Stückwerk aus Distanzgrün zwischen Trampelpfaden und den Asphaltflächen der dauerprovisorischen Umfahrungsstraße an der Schweizerischen Botschaft.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie den Bürgern, deren großes Interesse an ihren Institution angesichts der weiterhin steigenden Besucherzahlen offenbar wird, inhaltlich und architektonisch-städtebaulich ein zukunftsweisender Raum gegeben werden kann, der über die Funktion der reinen Besucherinformation hinausgeht. Die verschiedenen Interessenlagen von Regierung, Parlament und Stadt blockieren sich offenbar vor Ort gegenseitig.

Statt weitere Einzelbauten zu errichten, sollte der Spreebogen in seiner Gesamtheit
neu betrachtet sowie die Bedürfnisse des Kanzleramts, des Bundestags und der Bürger der Stadt Berlin verhandelt werden. Es gilt, verloren gegangene Perspektiven einer stadträumlichen Fortentwicklung wieder herzustellen.

Vor diesem Hintergrund rief die BDA-Galerie im Rahmen des Ideen-Workshops „Vierzigaufvierzig“ Ende 2014 zu Diskussionsbeiträgen zu dem Thema Bürgerforum auf. Die Anregungen der 40 Teilnehmer wurden in zwei Fachveranstaltungen öffentlich diskutiert. Als Podiumsgäste tauschten das Jurymitglied des ersten Wettbewerbes für den Spreebogen 1992 Fabio Reinhart, der Preisträger und Architekt des Kanzleramtes Axel Schultes sowie weitere renommierte Architektinnen und Architekten ihre Positionen aus. Die ausführliche Berichterstattung in den Berliner Medien und die Reaktionen
von Politik und Öffentlichkeit zeigen, dass eine qualifizierte Diskussion mit der Fachwelt geführt werden muss.

Im Sinne von Adolf Arndts Manifest zur „Demokratie als Bauherr“ (1960) trägt der Staat als Bauherr besondere Verantwortung angesichts der nationalen wie internationalen Bedeutung der Architektur in der Hauptstadt. In diesem Sinne fordern wir eine transparente Programmdiskussion und die Ausschreibung eines offenen städtebaulichen Wettbewerbs für den Spreebogen!

Im Namen des Vorstandes des BDA Berlin

Dipl.-Ing. Thomas Kaup
1. Vorsitzender

Bund Deutscher Architekten
Landesverband Berlin
Mommsenstr. 64
10629 Berlin

Tel.    030.886 83 206
Fax    030.886 83 216

info@bda-berlin.de
http://www.bda-berlin.de


Presseschau:


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